Miriam Schäfer

Auf der Suche nach dem Rot

Okay, da Esthertol was „rot“ angeht ziemlich überzeugen konnte, habe ich mich gestern an den ersten Versuch Richtung „rot/schwarz“ gewagt. Bin leider gescheitert. :( Das Ergebnis scheint mir ein Zwischending aus dem schönen Tol-Ergebnis und den weniger schönen Sante-Versuchen zu sein. Hätte wohl nichtmal Schwarz von Sante nehmen sollen, wobei ich dachte, bei Schwarz könne man eigentlich nichts falsch machen. Naja, beim nächsten Mal dann besser. Vielleicht versuche ich dann sogar eine 1:1 Mischung, da mir die Farbe kein bisschen abgedunkelt zu sein scheint. Dafür hat sich der Orangestich ganz zaghaft zurückgeschlichen. Hm…
Merkwürdigerweise hat mein Haaransatz diesmal kaum Farbe angenommen, obwohl ich wie gewohnt mit Sante Lava vorgewaschen habe. Aber was solls, taste ich mich halt laaangsam an.

Rezept:

2x Henna Rot Extra Stark von Esthertol
1x Sante Schwarz
800ml schwarzer Tee
2 Stunden Einwirkzeit

Ergebnis:

Henna Rot Extra Stark von Esthertol gemischt mit Sante Schwarz

6 Responses to Auf der Suche nach dem Rot

  1. Mirtana sagt:

    Esthertol habe ich mir bisher nur einmal angetan. Zum einen gefiel meiner Kopfhaut das Sodium Picramat da drin nicht und zum anderen hat die Farbe ewig und drei Tage ausgeblutet … Das waren eine Menge versauter T-Shirts und Handtücher.

    Ich benutz reines Hennapulver und mische das bei Bedarf mit brauner Pflanzenhaarfarbe oder Indigo.

    Nichtsdestotrotz: schöne Haare! :-)

  2. Mi sagt:

    Danke ;)
    Stimmt, das Ausbluten der Farbe beim Waschen ist mit Esthertol ätzend. Deswegen konnte ich nun lange nicht nachfärben, weil ich sonst einmal die Woche beim Kinderschwimmen das Becken verfärbt hätte *g*

    An reiens Henna hab ich mich bisher nicht getraut… Aber wenn Du Dich auskennst: Meinst Du es ist möglich, aus natur-aschblondem Haar ohne Chemie schwarz-rotes zu machen? ^^

  3. Mirtana sagt:

    Hihi, hätte bestimmt lustig ausgesehen – Frau Mi inmitten eines hennaroten Wasserbeckens. Ich war damals in Berlin und hab im Hotel die ganzen Handtücher, die Duschtüre und die Silikonfugen versaut weil das Zeug so ausgeblutet hat … Die im Hotel waren zum Glück ziemlich kulant nachdem ich peinlich berührt an der Rezeption gestanden habe daß ich abfärbe …

    Ich persönlich habe dunkelblonde Haare mit grau drin (die immer mehr werden – unverschämt!) und nutze intensiv rotes Henna und braun im Verhältnis 2:1. Macht nach dem Auswaschen etwas orange-braunes Haar, was jedoch innerhalb von drei vier Tagen schön in ein Kastanienrot abdunkelt. Und das sollte man bei reinem Henna beachten: die endgültige Farbe haben die Haare erst nach drei, vier Tagen ;-)

    Schwarz kann man mit Indigo erreichen. Wenn Du Englisch kannst, dann kann ich Dir die Seite hier empfehlen: Henna for Hair. In dem PDF findet man viele interessante Infos rund um das Haarefärben mit Henna und Indigo. Falls Du Verständnisprobleme hast, schreib mich an – ich übersetze die entsprechenden Passagen gerne.

  4. Mi sagt:

    Huijui, also im Hotel wär mir das auch recht unangenehm gewesen *puha* Mich stört das abfärben allerdings nicht so wirklich, da ich ja früher mit Chemie gefärbt habe, was auch immer seine Spuren hinterließ.. ich hab also genügend alte Handtücher, auf denen schwarze, rote, braune oder ausgeblichene Stellen zu sehen sind ;)

    Danke Dir für den Link, das seh ich mir heute abend mal in Ruhe an! :) Habe allerdigns gerade erst frisches Esthertol rot + schwarz geordert, das werde ich sicher zu allererst aufbrauchen.

    Was mich bei reinem Henna noch interessiert.. wie „kräftig“ ist die Farbe? Ich hatte ja zuerst die Sante Farben ausprobiert und da kam kaum etwas auf dem Haar an, es war mehr orangebraun bis karottenfarbig, denn rot… Hachja, das ist nicht einfach :D WIe lange färbst Du schon mit Henna?

  5. Mirtana sagt:

    Ich färbe seit sechs oder sieben Jahren nur noch mit Henna (bzw. Pflanzenfarben). Da ich ziemlich dicke Haare habe, war das auch eine sehr lange Experimentierphase ;-)

    Nun, wie kräftig Henna färbt hängt von vielen Faktoren ab: wie dick/dünn sind die Haare, wie ist die Qualität des Hennas, wie lange soll es einwirken, wie oft wurde vorher schon mit Henna gefärbt, wie warm wurde es aufgetragen und wie wurde es auf dem Kopf warm gehalten, womit wurde der Pampf ausgespült, etc. pp … Zusätze wie Rotwein oder schwarzer Tee verändern das Farbergebnis übrigens nicht wirklich …

    Pflanzenhaarfarben wie z.B. Sante enthalten ja nicht nur Henna, sondern auch noch jede Menge andere pflanzliche Stoffe. Sante nehmen meine Haare auch nicht an, die sind dafür einfach viel zu dick ;-)

  6. Mi sagt:

    Das Warmhalten der Farbe finde ich übrigens ziemlich schwierig! Ich trage die Pampe bisher so heiß auf wie möglich, um noch etwas Wärme übrig zu haben, wenn ich mit Auftragen fertig bin… Aber so richtig will das nicht. Erst verbrenn ich mir die Pfoten und nachher ist es doch nur kalter Klumpatsch :(
    Zum Warmhalten trage ich darüber diese Plastikhaube und darüber ein großes Badehandtuch. Bewirkt aber nur, dass mein Kopf zu schwer wird ;) So eine Wärmehaube, wie meine Omi eine für ihre Dauerwelle hatte, das wäre klasse.. da passt der Haarklumpen aber nicht rein *seufz* Und noch zusätzlich ein Heizkissen mit ins Handtuch wickeln sprengt glaube ich die Tragekapazitäten meines Nackens ;)

    Aber beruhigend zu hören, dass Du auch eine ganze lange Weile zum Herumtesten gebraucht hast, ehe Du die für Dich passende Mischung gefunden hast. Ich dachte schon, ich stell mich einfach zu doof an ;) Aber ich versuche ja nun erst seit etwa einem 3/4 Jahr.

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