Interview mit einem Protagonisten II – Fate.

Ich stehe heute ganz kurz davor, meinen Job hinzuschmeissen. Und weil es so gut passt, stelle ich Euch jemanden vor, der das auch gern tun würde – aber keinesfalls tun kann. Nach Lex nun also: Fate. Der immerhin ein bisschen gesprächiger ist ;)

Mi: *steckt den Kopf durch die spaltbreit geöffnete Tür* Psst, Fate. Ist Lex in der Nähe?

Fate: *sieht vom Schreibtisch auf* Was? Nein, wieso?

Mi: *entspannt sich* Kann ich reinkommen?

Fate: Klar, was gibt’s?

Mi: *schließt die Tür hinter sich* Du siehst müde aus …

Fate: War ja auch ein scheiß Tag …

Mi: Damit hast Du wohl Recht. Würdest Du unseren Lesern trotzdem ein paar Fragen beantworten?

Fate: Kann Lex das nicht machen?

Mi: Mir ist es aber wichtig, dass die Antworten von Dir kommen.

Fate: *seufzt* Okay, meinetwegen.

Mi: Dann stell Dich doch erstmal vor:

Fate: Öhm. Hi, ich bin Fate.

Mi: *kichert* Wenn Lex das hören würde :D

Fate: *grinst* Ja, Du weißt, ich steh nicht so auf den förmlichen Kram. Na gut, was soll ich sagen. Also, mein Vater ist vor zwei Tagen gestorben, und da er der König von Canosea war, darf ich den Job in Zukunft machen. Alle erwarten schrecklich viel von mir, aber am liebsten würde ich mich einfach irgendwo verkriechen …

Mi: Nachvollziehbar irgendwie. Aber ist das eine echte Option?

Fate: Natürlich nicht. Als ob man mich lassen würde.

Mi: Du klingst unglücklich.

Fate: Ich BIN unglücklich.

Mi: Aber ist König sein nicht ziemlich cool? Ich meine – gerade Du! Du erbst die Kraft der Göttin. Du bist von nun an unsterblich und hast sagenhafte Kräfte! Ist das nicht der Hammer? Es gibt Menschen, die würden dafür töten!

Fate: *schüttelt den Kopf* Ich scheiß auf die Kräfte ehrlich gesagt. Ich hätte lieber meine Ruhe und dass alles so bleibt, wie es war.

Mi: Ich kann mich nur wiederholen: Wenn Lex das hören würde …

Fate: *schmunzelt* Ach, er will ja nur mein Bestes. Genau wie mein Vater. Genau wie sein Vater, genau wie alle anderen …

Mi: Das stimmt, Du liegst ihm sehr am Herzen. Nervt es Dich?

Fate: Die Situation? Ja. Lex? Nein. Aber es macht manchmal Spaß, so zu tun als ob.

Mi: Er ist Dir auch wichtig, stimmt’s?

Fate: Natürlich.

Mi: Und sonst? Was beschäftigt dich so?

Fate: Momentan vorrangig, wie ich aus der Königsnummer schnell wieder rauskomme. Ich mein´ – denk an heute. Ich will sowas nicht. Ich will nicht, dass Menschen für mich sterben. Ich will es einfach nicht.

Mi: Aber Fate. Die Kraft fragt nicht …

Fate: *runzelt gefährlich die Stirn* Jaja. Bla. Den Scheiß könnt ihr euch sparen. Ich kann das nicht mehr hören, ich weiß das alles. Mein Leben lang höre ich mir diesen Mist an. Aber alle, die mir etwas bedeuten, sterben. Und ich hänge auf dem beschissensten Job der Welt fest.

Mi: Das würden Andere anderes sehen.

Fate: Dann können die ihn ja machen.

Mi: *seufzt* Ach Fate, Du tust mir schon ein bisschen leid.

Fate: Spar Dir Dein Mitleid. Tu lieber was dagegen.

Mi: Najaaaaa. So einfach ist das nicht.

Fate: Du willst nur nicht. Besten Dank auch.

Mi: Was? Nein. Also, mal ehrlich, Fate – es steckt in Deinem Namen. Es ist Dein Schicksal! Ich kann unmöglich das Schicksal ändern …

Fate: Aber Du bist die Autorin, ich dachte, Du könntest alles?

Mi: Ach, papperlapapp, wer hat Dir das eingeredet …

Fate: Also, Core sagt …

Mi: Ach, der hat nur zu viel in seinen Groschenromanen geschmökert.

*Es klopft*

Fate: *blickt zur Tür* Herein!

*Lex tritt ein. Entdeckt die Autorin, läuft vor Wut rot an und beginnt, hektisch seine Brille zu putzen*

Lex: *empört* Frau Autorin?! Auch Du kannst nicht einfach so hinter meinem Rücken ein Interview mit Seiner Königlichen Hoheit führen! Das geht einfach nicht!

Mi: *grinst* Wenn man den richtigen Moment abpasst, schon ^^ Ähm, aber ich denke, ich habe fürs Erste, was ich wollte. Und Ihr zwei … ach, … Ihr macht das schon. Ich glaub an Euch! ^_^

*Die Autorin knuddelt Fate, strubbelt dem empört guckenden Lex schnell durch die Haare und nutzt ihre ultimative Autorenpower, um sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen* *plöpp*

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