Miriam Schäfer

Wir müssen reden – Final Fantasy VII Remake – Das Ende (SPOILER!)

Achtung:
Dieser Beitrag enthält diverse heftige Spoiler, Gedanken und Theorien zu Final Fantasy VII, Final Fantasy VII Remake, Crisis Core, Advent Children & Dirge of Cerberus!
Wenn Du die Spiele noch nicht gespielt oder den Film nicht gesehen hast und ein ungetrübtes Erlebnis damit haben möchtest, ist es JETZT an der Zeit, das Lesen einzustellen!

If you prefer the English version of this text: go here.

Final Fantasy VII Remake - Promised Land

Wir müssen reden. Wir müssen über das Ende von Final Fantasy VII Remake reden. Ich sage bewusst nicht »über das Ende des Remakes«, denn … ach, lieber der Reihe nach. Im Grunde müssen wir für das Ende sowieso die gesamte Story aufrollen und analysieren ^^‘ Ich hoffe, Ihr habt ein bisschen Zeit mitgebracht ^.^

Ich weiß, ich wiederhole mich, trotzdem möchte ich so anfangen: Final Fantasy VII war für mich immer das beste Spiel aller Zeiten. Mein absolutes Lieblingsspiel. Ich liebe die komplexe Story und die wunderbaren Charaktere. Ich liebe die Atmosphäre und die generelle, eher düstere Stimmung, die aber (fast) nie ihren Witz verliert und einen ganz eigenen Charme besitzt. Als (das) Remake angekündigt wurde, war ich im Hinblick auf die letzten Teile der FF-Reihe, die mich in verschiedenen Punkten mäßig bis sehr enttäuscht hatten, skeptisch. Doch die ersten echten Remake-Trailer kamen, ich wurde ruhiger und recht schnell erfasste auch mich der Hype. Ich habe mich unfassbar auf das Spiel gefreut.
Vor nun drei Wochen habe ich zu Spielen begonnen, vor über zwei Wochen habe ich meinen ersten Durchlauf beendet. Als ich fertig war, musste ich erstmal tief durchatmen. Ich habe mich gefühlt wie nach einer Achterbahnfahrt.

Mi working much as hard as TsengSeit Tagen schreibe ich nun an diesem Text hier, wühle mich wieder in die Tiefen der Story des Originals, müsste eigentlich nochmal Advent Children sehen und Crises Core spielen, um mein Wissen aufzufrischen, und sogar einen erneuten Blick auf Dirge of Cerberus werfen, aber zumindest Letzteres wird ganz sicher niemals passieren :D
Ich bin so ab-so-lut beeindruckt, wie Square es geschafft hat, einem Spiel, das wir seit über 20 Jahren in- und auswendig kennen, so viel neues Leben einzuhauchen und alles, was wir zu wissen glaubten, auf den Kopf zu stellen.

Noch eine Warnung vorab: Der folgende Text ist meine Interpretation der Dinge. Bei einigen bin ich mir recht sicher, bei anderen kann ich nur spekulieren. Aber natürlich kann sich auch alles als blanker Unsinn herausstellen. ^^
Ich bin gespannt, ob Ihr mir folgen werdet oder wo Ihr vehement widersprecht. :)

Kapitel 17

Gehen wir der Reihe nach vor:
Das Remake begann und gab mir genau DAS, was ich sehen wollte. Alle Charaktere reagierten so, wie ich es erwartet hatte. Sie waren so viel BESSER, als ich mir je hätte träumen lassen. Ich bemerkte kleine Änderungen (oder besser: kleine Korrekturen) in der Handlung und fand sie wirklich gut. Ich konnte alles, was ich sah, annehmen und mit dem verbinden, was ich am Original geliebt hatte. Alles war einfach großartig!
Bis ich Kapitel 17 erreichte.
Als ich mitansehen musste, wie Barret getötet und von den Moiren wiederbelebt wurde, da wurde mir ganz anders.
Ich sagte im Vorfeld: Wenn Square es wagen würde, elementare Dinge der FF7 Story zu ändern, wenn es daraus hinaus laufen würde, dass sie Aerith überleben lassen, um uns ein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende zu präsentieren, wie sie es mit den DLCs bei FF15 gemacht haben … dann würde ich nie, nie wieder ein Final Fantasy Spiel anfassen. Nie.Barret bekommt Sephiroths Schwert zu spüren
Und dann kam das Ding mit Barret. Uff. Für mich deutete in diesem Moment alles auf das hin, was ich befürchtet hatte. Sie schafften sich ihr Hintertürchen. Dafür waren also diese bekloppten Geister gedacht. Doch natürlich habe ich den Controller nicht auf der Stelle in die Ecke geschmissen – natürlich habe ich weiter gespielt. Und schnell erkannt, dass es so einfach, wie es sich in diesem ersten Moment darstellte, nicht ist.
Ganz im Gegenteil.

Die Moiren

MoiraZuerst müssen wir verstehen, was die Moiren sind.
Kurz nachdem wir in Kapitel 2 das erste Mal auf Sephiroth treffen (woah – könnte er noch bedrohlicher aussehen? Ich glaube kaum …), begegnen wir auch den Moiren zum ersten Mal. Die komischen Geister, fliegende Kapuzen, die, wie wir von RedXIII in Kapitel 16 erfahren, in der deutschen Version Moiren heißen (was ich in in Bezug auf die etwas negativ konnotierten Schicksalsgöttinnen der griechischen Mythologie wunderbar passend finde), im englischen »Whisper« oder »Arbiters of Fate« genannt werden. Sie wurden bereits in den Trailern als neues Element vorgestellt, daher wollte ich natürlich unbedingt wissen, was es mit diesen Wesen auf sich haben könnte. Als ich ihnen im Spiel das erste Mal begegnete, hatte ich so viele Fragezeichen im Gesicht wie zuvor. Es war mir nicht klar, warum niemand außer Aerith sie sah, wo sie so plötzlich herkamen und was ihr Ziel war. Alles ein einziges Rätsel.

Schon die Frage der Sichtbarkeit lässt sich nicht ganz leicht beantworten.
Aerith ist in der Lage die Moiren zu sehen, als noch kein anderer sie wahrnimmt. Da auch sie nicht weiß, was das für Wesen sind, scheint es in der Szene am Loveless-Theater ihr erstes Aufeinandertreffen mit ihnen zu sein. Dass sie sie überhaupt sehen kann, könnte an ihrer Cetra-Abstammung und ihrer Verbindung zum Planeten liegen, dachte ich. Cloud mutmaßt später im Zug, dass es Aeriths Berührung war, die ihn dazu befähigt hat, die Wesen ebenfalls zu sehen, und das habe ich in diesem Moment so als Antwort akzeptiert.

Doch was ist mit Avalanche in Kapitel 4? Keiner von ihnen ist zu diesem Zeitpunkt mit Aerith in Berührung gekommen (wobei das nur mit Sicherheit auf Barret und Tifa zutrifft. Biggs hat eine Verbindung zum Waisenhaus, die Kinder dort kennen auch Jessie und Wedge. Wieso sollten die drei Avalanche Mitglieder also nicht auch Aerith kennen?). Gibt Cloud die Berührung seinerseits weiter, wie einen Virus?
BerührungMöglich, dies erklärt jedoch nicht, weshalb Rufus Shinra sie am Ende sehen kann, Tseng, der definitiv mit Aerith Kontakt hatte, jedoch nicht. Vielleicht benötigt es die Berührung durch eine Moira? Allerdings widerlegt dies die Szene in der Kirche, in der einer von Renos Gardisten beim Versuch, die gestürzte Aerith zu ergreifen, gegen eine Moira rennt und sich wundert, weshalb ihm der Durchgang versperrt ist. Nein, das ergibt alles keinen Sinn.

Lassen wir dies für einen Moment so stehen, ich komme später darauf zurück (siehe -> „Hojo, Rufus, Genesis & Co“). Denn viel wichtiger als die Frage, wer die Moiren sehen kann, ist folgende:

Was wollen die Moiren?

Wie Nanaki (Red XIII) in Kapitel 17 endlich erklärt, sind die Moiren die Hüter des Schicksals des Planeten. Sie wachen darüber, dass die Dinge so geschehen, wie sie vorgesehen sind. Man könnte sie also als Wächter der Original-FF7-Storyline betrachten, zumindest legt ihr Eingreifen dies nahe:

  • Aeris und die MoirenGleich die erste Szene versteht man glaube ich erst, wenn man weiß, was die Moiren tun. Auf den ersten Blick wirkt es, als würde Cloud am Loveless Theater auf Aerith aufmerksam, weil sie wild herumfuchtelt und sich vor etwas Unsichtbarem zu verteidigen scheint. Er sieht hin – Sephiroth erscheint. Clouds Aufmerksamkeit ist gewiss. Kennt man jedoch das Ende, dann erst wird deutlich: Die Moiren mussten hier sichergehen, dass Aeris bleibt und Cloud tatsächlich begegnet, der zuvor von Sephiroth in die kleinen Gassen gelenkt worden war.
  • In Kapitel 4 wünschen sie Cloud (mit Sephiroths Stimme?!) süße Träume. Dadurch wird er vom 7. Himmel ferngehalten, wo die Whisper Jessie attackieren. Als Cloud von Tifa hinzugeholt wird, versuchen die Moiren die beiden aufzuhalten, und tatsächlich kommen sie zu spät um zu verhindern, dass Jessie stürzt: Sie kann an der nächsten Mission nicht teilnehmen -> Cloud muss sie ersetzen, und so können die Dinge weiter ihren korrekten Lauf nehmen.
  • In Kapitel 8 verhindern die Moiren, dass Cloud Reno tötet und gleich darauf, dass Aerith von Reno und seinen Gardisten aufgegriffen wird.
  • In Kapitel 12 verhindern die Moiren, dass Cloud zu früh auf den Stützpfeiler gelangt, was eventuell zur Rettung von Biggs und Jessie geführt und ganz vielleicht sogar die Sprengung der Platte verhindert hätte.
  • Die Moiren stoppen HojoIn Hojos Labor greifen sie ein, als der Wissenschaftler Cloud zu früh zu viel über seine Vergangenheit verraten will.
  • Und ihre deutlichste Tat, der Moment in dem sich die Tragweite ihrer Handlungen endlich voll erfassen lässt: Sie erwecken Barret wieder zum Leben, nachdem Sephiroth ihn getötet hat. Dieser Tod war nicht vorgesehen. »Das Schicksal scheint stärker als der Tod«, sagt Nanaki hier.

Klar ist also, die Moiren sind weder gut noch böse. Sie retten nicht Barret, sondern bringen in Ordnung, was so nicht vorgesehen war. Sie beschützen Reno nicht, weil sie auf seiner Seite stehen, sondern weil sie den Lauf der Dinge bewahren. Andernfalls hätten sie ihm sicherlich auch Aerith überlassen.

Schlaf, CloudAnfangs hatte ich das Gefühl, Sephiroth habe in gewisser Weise die Kontrolle über die Moiren, weil Cloud erst auf Sephiroth und unmittelbar danach das erste Mal auf die Moiren traf. Als ich dann in Kapitel 4 seine Stimme durch sie Flüstern hörte, fühlte ich mich bestätigt.
Doch daran glaube ich heute nicht mehr. Vielleicht ist das Flüstern nicht einmal seine Stimme. Wenn doch – möglicherweise beobachtet er bloß die Handlungen der Whisper um zu verstehen, wie sie funktionieren, und flüstert dazu in Clouds Kopf. Vielleicht möchte er, dass Cloud eine Verbindung von ihm zu den Moiren zieht, damit auch Cloud sie als Bedrohung wahrnimmt – und für ihn diese lästige Einschränkung beseitigt. Wie dem auch sei. Ich vermute, dass Sephiroth in Kapitel 2 noch gar nicht über die Moiren im Bilde war. Sein Plan war, das Aufeinandertreffen von Cloud und Aerith zu verhindern, weshalb er Cloud fort vom Theater und in die Gassen lenkte. Die Moiren ließen dies zu, hielten im Gegenzug jedoch Aerith so lange in der Loveless-Street fest, bis Cloud (verspätet) dort eintraf. Dass Sephiroth dann neben Aerith erschien und Cloud bedrohte, könnte ein weiterer Versuch gewesen zu sein, Cloud zu verjagen. Es wäre ihm auch gelungen, hätte Aerith Cloud da nicht bereits angesprochen.

Sephiroth bemerkt also in Kapitel 2, dass die Moiren sich zwischen ihn und seine Pläne stellen. Er muss sie loswerden …
Es ist Sephiroth, der uns glauben macht, dass wir uns dem Schicksal des Planeten entgegenstellen müssen. Mehr noch, er WILL, dass wir genau das tun. Er kontrolliert nicht mehr nur Cloud. Er will die gesamte Zukunft kontrollieren. Doch wozu?

Der Wille des Planeten vs Sephiroths Wille

Final Fantasy VII Remake - HeiligIm 1997er-Original wurde erklärt, dass der Planet einen eigenen Willen habe, der dafür sorge, ihn vor allem Unheil zu schützen. Wir wissen, dass der Planet die Weapon geschaffen hat, nachdem Jenova, »Das Übel aus dem All«, den Planeten infizierte. Wir wissen auch, dass der Planet Heilig und Meteor schuf (ob auch bei Jenovas Eintreffen oder ob das schon lange vorher geschehen ist, ist meines Wissens nicht belegt), zwei gegensätzliche Substanzen, die beide zu seinem Schutz gedacht sind, jedoch auf ganz unterschiedliche Weise wirken. Beide Substanzen gab er in die Hände der Cetra. Meteor, die absolute Zerstörung, wurde im, bzw. als Tempel des alten Volkes versiegelt, Heilig bei den Cetra von Generation zu Generation weitervererbt und befindet sich in Aeriths Besitz.

Das oberste Ziel des Planeten ist, das Leben und den Lebensstrom, den »Kreislauf des Lebens«, zu bewahren. Jenova, die dem Planeten sein Leben und seine Energie entziehen wollte, ist für ihn also die ultimative Bedrohung. Sephiroth, der (kurz gesagt) Jenovas Ziele übernommen hat, und nun selbst ein gottgleiches Wesen werden will, nimmt in Final Fantasy VII ihren Platz ein. Dabei schlug die Verteidigung des Planeten fehl:
Die Weapon, die wieder erwachten, als Sephiroth den Meteor rief, konnten ihn unter der Energiebarriere des Nordkraters nicht wahrnehmen, und richteten ihren Zorn auf die Städte Junon und Midgar. Sephiroth missbrauchte Meteor und blockierte Heilig, weshalb Aerith sich mit dem Planeten verband und den Lebensstrom selbst zur Unterstützung gegen Meteor rief. Nur gemeinsam waren Aerith, Heilig Final Fantasy VII Remake - Meteorund der Lebensstrom in der Lage, den Meteor zurückzudrängen, und im Grunde war dies genau nach Sephiroths Plan. Der Lebensstrom, der seine gesamte Kraft aufwandte, um den Planeten vor Meteor zu schützen, war schließlich genau das, was er absorbieren wollte. Doch Aerith hatte er vermutlich nicht mit einkalkuliert …

Auch mit Clouds (mentaler) Stärke hat Sephiroth nicht gerechnet. Seine kleine Marionette hatte ihn besiegt. Sephiroth konnte den Lebensstrom nicht in sich aufnehmen, er befand sich in ihm, doch aufgelöst und zersplittert. Dennoch war der Wille der Jenovazellen zur Wiedervereinigung, zur Reunion, weiter stark. Die Zellen wucherten im Lebensstrom und breiteten sich durch ihn in ganz Gaia aus, verseuchten die Welt und unzählige Menschen mit dem Geostigma-Virus, durch das Sephiroth in Advent Children versuchte, zurückzukehren.
Auch hier nutzte Aerith am Ende wieder die Kraft von Heilig, um den Planeten zu reinigen. Was mit Sephiroth geschah, ist (mir) an dieser Stelle nicht klar (ich muss den Film nochmal sehen ^^‘), es ist aber anzunehmen, dass er sich noch immer im Lebensstrom befindet.

Noch später, in Dirge of Cerberus, bringen Hojos Machenschaften den Planeten dazu, seine letzte, ultimative Waffe zu rufen: Omega. Omega ist nicht wie die anderen Weapon dazu da, den Planeten zu schützen; seine Aufgabe ist es, alles Leben, das zuvor von Chaos (Vincent) in den Lebensstrom gebracht werden sollte, durch das Weltall in den Kosmos zu transportieren.

Final Fantasy VII DoC- Chaos & Omega

In Dirge of Cerberus heißt es (in etwa) über Omega: »Wenn seine Zeit gekommen ist, kehrt der Planet in den Kosmos zurück. Omega sammelt alles Leben und führt es ins Meer der Sterne, wo eine Reise in unbekannte Welten beginnt.«

Faktisch bedeutet dies das Ende des Planeten. Er bliebe als lebloser Stein im All zurück, während er seine Seele, den Lebensstrom, zuvor in einen neuen Kreislauf integriert und so in Sicherheit gebracht hätte.
Im Remake zeigt Sephiroth Cloud genau dies. Am Ende der Welt sehen beide in der Ferne eine Galaxie oder einen Sternenhaufen im Weltall, und Sephiroth sagt: »Auch unser Planet soll einst ein Teil dessen werden«. Hier spielt er direkt auf den Willen des Planeten und Omega an. Doch »Ich will nicht verschwinden. Ich will dich nicht auslöschen.« Wer »dich« ist – es kann der Planet gemeint sein, Cloud selbst oder auch Jenova – bleibt unklar.

Final Fantasy VII Remake - Kosmos

Was also will Sephiroth? Was bedeutet es, wenn er sagt »er will nicht verschwinden«? Sephiroth genügt es nicht, Teil eines Lebenskreislaufes zu sein. Er will die Kontrolle über den Planeten. Er will das gottgleiche Wesen werden, den Lebensstrom in sich aufsaugen und mit dem Planeten als Schiff zum nächsten Reisen, um auch dort alles Leben, alle Energie zu absorbieren und weiter zu wachsen. Sephiroth will ewig leben, nie in Vergessenheit geraten und alles sein. Im Prinzip will er ähnlich wie Omega sein. Doch nicht um ein Teil des Kosmos zu werden: sondern um ihn zu verschlingen. Dass er als Teil eines großen Ganzen in den Kosmos eingeht, kann er unmöglich zulassen. Er IST das große Ganze.

Remake – Sephiroths Kampf gegen das Schicksal

Final Fantasy VII Advent Children - Yazoo, Kadaj, LozAm Ende der Schnellstraße folgen Cloud und die anderen Sephiroth durch das Portal in die Singularität. Dort nimmt die Gruppe den direkten Kampf gegen die Moiren auf, die sich zu einem gigantischen Wesen, Praeco-Moira (Whisper-Harbinger im englischen – Harbinger wurde Jenova in der Compilation wiederholt genannt), manifestiert haben. Direkt angreifen lässt es sich nicht, da drei kleinere Moiren (Rosso-Moira, Verde-Moira & Giallo-Moira) schützend vor ihm stehen, die es zuerst zu besiegen gilt. Die Analyse verrät, dass wir gegen Manifestationen aus der Zukunft kämpfen, die versuchen, die Zukunft zu schützen, die ihnen Gestalt gibt.

Das erste, was ich später irgendwo las, war, dass die drei kleinen Moiren stellvertretend für Barret, Cloud und Tifa stünden. Denn – wie sie – seien sie Schwertkämpfer, Faustkämpfer und einer mit Gewehrarm(en). Doch für mich klang das nicht plausibel. Die drei haben mich zu keiner Zeit an meine Charaktere erinnert. Sie kämpften ganz anders. Und was sollte die Farbe und die Verbindung zu den Elementen Feuer, Luft und Blitz?
Ich besiegte die drei – und Bahamut-Moira erschien.
Und das war der Moment, in dem ich es wusste:

Final Fantasy VII Advent Children - Yazoo, Kadaj, LozNein, wir kämpften nicht gegen das Schicksal unserer drei Charaktere. Wir kämpfen in der Tat gegen Manifestationen der Zukunft. Einer fernen Zukunft, weiter noch, als Final Fantasy VII reicht.
Wir kämpfen gegen die drei Advent Children. Kadaj (Rosso), Loz (Verde) und Yazoo (Giallo). Die Advent Children stellen sich uns in den Weg, hier, am Scheideweg des Schicksals, wie Aerith sagt. Sie verteidigen ihr Dasein. Denn sie können nur existieren, wenn Final Fantasy VII so endet, wie es endete: mit Sephiroth überall im Lebensstrom.

Und spätestens hier wird ganz deutlich: FF7R ist KEIN Remake in dem Sinne, den wir dahinter vermutet haben. Wir spielen nicht »das Final Fantasy VII Remake«, sondern ein Sequel »Final Fantasy VII – Remake«. Es ist Sephiroths Remake, sein Versuch, sein Schicksal, seine Niederlage, abzuwenden. Er will nicht in den Kosmos eingehen. Und um dieses Ziel zu erreichen, nutzt er all das Wissen über die Zukunft, das ihm durch den Lebensstrom zuteilwurde. Mit den Moiren hat er an dieser Stelle nicht gerechnet; sie verhindern sein Eingreifen. Also muss er UNS dazu bringen, dies zu ändern:

»Ich brauche Deine Hilfe, Cloud.«

Woher weiß Sephiroth, was geschieht?

Final Fantasy VII Remake - LebensstromDie Antwort auf diese Frage lautet: Lebensstrom.
Der Lebensstrom gebiert alles Leben, und alles Leben kehrt mit all seinem Wissen in ihn zurück. Das heißt, in dem Moment, in dem Sephiroth in Advent Children (endgültig?) unterlag und in den Lebensstrom einging, wurde auch das Wissen über seine Niederlage Teil des Lebensstroms. Doch Sephiroth ist bereits seit vor den Geschehnissen in FF7 Teil des Lebensstroms. Er ist schon während des Nibelheim-Vorfalls von Cloud hineingestoßen worden. Er bezog schon damals all sein Wissen aus ihm (zB. über die dunkle Materia Meteor). Daher kann in dem Moment, in dem das Wissen über sein Ende dem Lebensstrom zugefügt wurde, auch seine damalige Existenz darauf zugreifen. Der Lebensstrom ist IMMER und enthält alles Wissen über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Handelt es sich bei Remake-Sephiroth also um einen Zeitreise-Sephiroth aus der Zukunft? Nein, ich glaube nicht, zumindest nicht im körperlichen Sinne. Es ist der identische Sephiroth, in der gleichen Zeit, wie der aus FF7. Nur dass er »jetzt«, »nachdem« FF7 und Advent Children und Dirge of Cerberus und viele andere Dinge, bis hin zu dem Zeitpunkt, an dem Omega den Lebensstrom unwiederbringlich in den Kosmos trägt, geschehen sind, auch über das Wissen darüber verfügt. Sephiroth gelangte während des Nibelheim-Vorfalls in den Lebensstrom und sah die gesamte Zukunft des Planeten bis hin zu seinem Ende. (An dieser Stelle möchte ich ergänzen, dass jetzt, nach Erscheinen des Ultimania Guides, mehrfach auf den Unterschied in Sephiroths Sprechweise (watashi vs ore) hingewiesen wurde, eine Feinheit, die bei der Übersetzung leider gänzlich flöten geht. Dies könnte bedeuten, dass Sephiroth »am Ende« wieder »gut« wird und zu seiner Vor-Nibelheim-Form zurückfindet. Aber … wirklich? Ja, ein netter Twist, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Square DEN ikonischen Bösewicht schlechthin so einfach rehabilitiert. Es könnte auch einfach bedeuten, dass es sich am Ende des Remakes um den WAHREN Sephiroth handelt, der nicht länger Jenovas Willen unterworfen ist. Und irgendwie würde ich an diesem Punkt auch gern Genesis ins Spiel bringen, aber über den sprechen wir weiter unten -> Siehe Hojo, Rufus Genesis & Co.)

Zurück zum Lebensstrom. Wir müssen dafür davon ausgehen, dass Zeit IMMER ist. Ich bin kein Physiker, ich kann das nicht vernünftig erklären. Aber ich hoffe, Ihr wisst, was ich meine.
Ich schätze, dass auch die Cetra schon immer über Wissen von der Zukunft verfügten, sie sich aber niemals angemaßt haben, in den Lauf der Dinge einzugreifen.
Sephiroth hat diese Skrupel nicht. Und dass Sephiroth es nun wagt, von seinem Wissen Gebrauch zu machen und in das Schicksal einzugreifen, ruft die Moiren auf den Plan. Der Planet entsendet die Wächter des Schicksals, die verhindern sollen, dass Sephiroth (oder jemand anders) seine und damit aller Zukunft ändert.
Doch er kann sie nicht besiegen – sein Körper befindet sich im Nordkrater. Also tut er das, was er schon immer am Besten konnte: Er beginnt seine Marionetten zu nutzen und alle in seinem Sinne zu manipulieren …

Sephiroth - Puppetmaster

Aber er manipuliert nun nicht mehr nur Cloud – er manipuliert die Spieler, er manipuliert uns. Er bringt uns dazu, die Dinge zu tun, die er nicht selbst tun kann. Wir sind mitten in seine Falle getappt. Wir haben genau das getan, was Sephiroth, der größte Puppenspieler aller Zeiten, von uns wollte: Wir haben die Wächter des Schicksals für ihn beseitigt.

Doch es gibt Hoffnung! Denn: Wenn der Lebensstrom und Sephiroth über zukünftiges Wissen verfügen – gilt Gleiches für Aerith.

Zukunft und Schicksal

Final Fantasy VII Remake - AerithSchon im ersten Spieldurchlauf fiel auf: Es wird sehr häufig über das Schicksal geredet und – Aerith weiß verdammt viel.
Spielt man dann mit dem Wissen um das Ende ein zweites Mal – wow. Aerith weiß nicht nur viel. Aerith weiß ALLES!
Ich habe Maximilian_Dood im Twitch-Stream von einer Theorie reden hören, in der jemand vermutete, dass Aerith, in dem Moment, in dem sie im Intro mit dem Lifestream spricht, dasselbe Wissen erhält, über das Sephiroth verfügt. Und ich finde das sehr plausibel! Es bringt für mich etwas mehr Licht in die fragwürdige erste Szene am Loveless-Theater, in der man nicht genau weiß, was die Moiren und Sephiroth da eigentlich treiben. Nähmen wir an, Aerith erhält in diesem Moment ihr Wissen über die Zukunft, sie erschrickt und läuft aus der Gasse. Vielleicht, um an diesem Punkt selbst in die Zukunft einzugreifen? Um aus der Loveless-Street zu flüchten und Cloud so niemals zu begegnen? Unabhängig davon ob sie fliehen wollte oder nicht, die Moiren halten sie dort fest, bis das geschieht, was geschehen muss; bis sie auf Cloud trifft.
Das könnte auch der Grund sein, weshalb sie Cloud mit so auffallend weit aufgerissenen Augen anstarrt, als sie ihn entdeckt (und Sephiroth sich in Clouds Kopf an ihr vorbei schiebt). Final Fantasy VII Remake Aerith & SephirothAls ich die Szene zum ersten Mal sah, dachte ich, sie sähe Zack in ihm und erstarrt deshalb. Aber darum geht es hier vermutlich gar nicht. Sie entdeckt Cloud und in diesem Augenblick wird ihr klar, dass es zu spät ist. Dass ihr Schicksal mit diesem Moment und dieser Begegnung verknüft ist. Sie kann nicht mehr fliehen, ihrer Bestimmung nicht mehr entkommen.

Das Spiel trifft verschiedene Aussagen über das Schicksal:
(Liste wird ergänzt, ich hab nicht alles mitgeschrieben ^^‘)

  • Am Ende von Kapitel 2 sagt Cloud zu Barret: »Wir sind alle wie dieser Zug. Unser Weg ist uns vorherbestimmt.«
  • In Kapitel 11 reden Aerith und Tifa über den Absturz der Platte von Sektor 7. Tifa fürchtet sich, doch glaubt auch, dass Shinra diese Drohung unmöglich ernst meinen kann. Als Aerith darauf etwas verhalten reagiert, fragt Tifa: »Aerith! Weißt Du etwa mehr?«
    Woraufhin Aerith erschrickt und einer Antwort ausweicht. Etwas später sagt sie zu Tifa: »Wir können die Zukunft noch ändern. Du musst nur fest daran glauben.«
    Doch Tifa ist nicht überzeugt. »Ach so … Wenn Du meinst …«
  • »Das Schicksal scheint stärker als der Tod«, sagt Nanaki in Kapitel 13, nach Barrets Wiederbelebung.
  • Und in der Singularität verkündet Aerith: »Die Zukunft ist offen.« Und in diesem Moment ist das vermutlich richtig.

Final Fantasy VII Remake - Aerith
Doch selbst wenn sich der Lauf der Dinge nach der Vernichtung der Moiren ändern lässt – bedeutet es, dass man seinem Schicksal entkommen kann? Das werden die nächsten Spiele zeigen müssen. Zu diesem Zeitpunkt lässt sich darüber keine velässliche Aussage treffen.

Fakt ist jedoch, dass Aerith um ihr Schicksal weiß, das wird im Spiel sehr schnell klar. Vielleicht schon in Kapitel 2 (s.o.), spätestens aber in Kapitel 8, nach der Begegnung mit dem schwarzgeleideten Mann mit der tätowierten Nr. 2, nach der Cloud Aerith auf Sephiroth anspricht. Als er ihr seine Vermutung eröffnet, dieser sei noch am Leben … ihre Reaktion, ihr gesenkter Blick … sie weiß genau, was das bedeutet.

Besonders eindrucksvoll fand ich die Traum- bzw. Lebensstrom-Unterhaltung der beiden in der optionalen Aerith-Szene in Kapitel 14: Alles was sie Cloud hier mitteilt, dass sie die Zeit mit ihm genossen hat, dass es wichtig ist, das Leben zu genießen und dass sie nicht möchte, dass er kommt, um sie zu retten … all diese Dinge sagt sie ihm im Wissen um die Geschehnisse in Final Fantasy VII Original. Sie spricht hier nicht von dem einen Tag mit Cloud in Sektor 5 und 9, mehr Zeit haben sie im Remake bis hierhin gar nicht miteinander verbracht. Sie meint die Reise, die beide zusammen erleben werden. Durch das Wissen im Lebensstrom erinnert sie sich bereits daran. Sie spricht Cloud schon jetzt Trost zu und will, dass er sich später daran erinnert, damit es eben nicht zu „Emo-Cloud“ in Advent Children kommt.
»Ich werde mich daran erinnern,« verspricht Cloud (im Englischen. »Merk ich mir« auf Deutsch. Hier finde ich das Englische eindringlicher).
»Gut.« Aerith nickt ernst.

Lass es

Auch dass sie ihm rät, sich nicht in sie zu verlieben, da seine Gefühle Einbildung wären (ich glaube ja, hier spricht Aerith vorallem zu den Spielern ;) ), geschieht im Wissen um zukünftige Ereignisse. Durch den Lebensstrom kennt sie den wahren Cloud bereits, sein noch verschlossenes Unterbewusstsein und seine wahren Gefühle.

War FF7 das »schlechte Ende«?

Zukunft - gelöscht?Auch das habe ich jetzt schon mehrfach gelesen, und ich glaube, die Ursache für diese Annahme liegt in einer ungenauen englischen Übersetzung. Ich glaube, das deutsche Übersetzer-Team hat hier sauberer gearbeitet, mir ist schon so viel Kleinkram aufgefallen … Leider konnte ich bisher noch keine japanischen Subs in die Finger bekommen, um irgendwas zu konkretisieren (wer sie hat, bitte immer her damit!) und überhaupt bin ich eigentlich schon viel zu lange raus, um irgendwas Verlässliches zur Übersetzung beizutragen. Aber man hat ja so seine Quellen ;) (Xelliiii ^_^) …

Als die Gruppe den Ersten der drei kleinen Advent Children Whisper, bzw. Moira besiegt, schwirren diese Lichtkreise über die Köpfe unserer Charaktere und wir haben Teil an verschiedenen Visionen, zuerst an einer Szene aus dem Ende von Final Fantasy VII, die genauso aber auch in AC zu sehen war: Wir sehen Nanaki, Final Fantasy VII Remake - Nanakis Zukunftder 500 Jahre später mit seinem Nachwuchs auf die überwucherten Ruinen Midgars zurennt.
Barret fragt nach der Vision: »Was war das gerade?«
Und Nanaki antwortet: »Die Realität, die wir zu zerstören ersuchen«.
Im Englischen: »A glimpse of tomorrow if we fail here today.« – »Ein flüchtiger Blick auf morgen, wenn wir heute hier versagen.«

Streng genommen sind beide Aussagen korrekt. Doch die Wertung, die dem Wort „versagen“ inne ist, macht hier den Unterschied.
Folgen wir der englischen Übersetzung, dann ja: Könnte es bedeuten, dass FF7 das schlechte Ende war. »Wenn wir heute versagen, die Moiren nicht besiegen, sieht so unsere (düstere) Zukunft aus«. Falsch ist das nicht. Denn in FF7 OG haben wir die Moiren nicht besiegt (weil wir sie nicht bekämpft haben) und die Vision WAR dann auch Teil der Zukunft. Über die Bedeutung der Szene gab es wenn ich mich recht entsinne unterschiedliche Aussagen. Ich hatte sie immer so verstanden, dass der Planet sich 500 Jahre später von den Menschen entledigt hat, aber mit naturverträglicheren Kreaturen wie Nanakis Spezies weiterhin existiert.

Final Fantasy VII Remake - Übersetzung Deutsch Final Fantasy VII Remake - Übersetzung Englisch

Doch schauen wir uns die deutsche Übersetzung an: »Die ist die Realität, die wir zu zerstören suchen.« = »Das, was wir da gerade gesehen haben, wird nicht mehr existieren, wenn wir die Moiren besiegen.«
Und das halte ich für korrekt. Wenn wir die Moiren besiegen, wer wird die Handlung des Originals dann noch schützen? Niemand kann dann noch garantieren, dass es die Advent Children je geben wird. Niemand garantieren, dass in 500 Jahren überhaupt noch Leben im Planeten steckt.
Im Kontext ergibt das für mich mehr Sinn, als die englische Variante (nochmal – hat jemand den japanischen Originaltext? ^^‘), denn wenn FF7 das (für uns) schlechte Ende gewesen wäre, wieso sollte Sephiroth sich dann die Mühe machen, es zu ändern? Ein schlechtes Ende für uns sollte doch ein gutes für ihn bedeuten, oder nicht? Darum – wenn wir nun seinem Weg folgen … könnte das Ergebnis dann nicht noch deutlich schlechter ausfallen als bisher? In diesem Punkt bin ich mir ziemlich sicher. ^^‘

Wir sollten uns an dieser Stelle fragen, was ein schlechtes Ende eigentlich ist?
Natürlich zeigt Advent Children keine rein rosige Zukunft, aber es zeigt eine Zukunft, in der Sephiroth ein weiteres Mal geschlagen werden konnte und in der Heilig den Planeten vom Geostigma reinigt. Ein endgültiger Sieg wird auch das nicht gewesen sein. Aber konnte Sephiroth sein Ziel, ein Gott zu werden, erreichen? Ich denke nicht. Denn am Ende fürchtet er noch immer, mit dem Planeten in den Kosmos einzugehen (Omega). Und das entspricht definitiv nicht seinem Wunsch.

Doch genau das sieht der Kreislauf des Lebens eben vor.

Final Fantasy VII Remake - Jeder muss einmal sterben

Als Aerith vor Betreten der Sigularität sagt, dass Sephiroth falsch liege, dass er sich nicht um den Planeten, sondern nur um sich selbst sorge – da spricht die Cetra aus ihr. Aerith weiß um den Lebensstrom und sie weiß auch, dass alles Leben einmal endet.
»Jeder Mensch muss einmal sterben«, sagt sie zu Cloud in ihrer Szene in Kapitel 14. Natürlich bezieht sich das in diesem Moment vor allem auf ihren eigenen Tod, doch das ändert nichts daran, dass sie tatsächlich weiß, dass alles einmal enden muss. Auch der Planet. Nicht nur das Leben auf ihm unterliegt einem Kreislauf, auch der Planet selbst ist Teil eines größeren Lebensstroms. Und

«Wenn seine Zeit gekommen ist, kehrt der Planet in den Kosmos zurück. Omega sammelt alles Leben und führt es ins Meer der Sterne, wo eine Reise in unbekannte Welten beginnt.«

Das, was dem verblendeten Sephiroth wie das Auslöschen seiner Existenz vorkommt – Aerith weiß, dass genau dies der Lauf der Dinge ist. Das es eben kein »schlechtes Ende« ist, sondern unser aller Schicksal.

Alles ist offen

Das Schöne an dieser Stelle: Alles ist wieder offen. Das Ganze bietet so viel Raum zur Spekulation und Interpretation, dass es unmöglich ist, vorherzusagen, was als nächstes geschehen wird. Es kann alles noch (viel!) schlimmer werden, wenn Sephiroth sich so richtig ins Zeug legt. Er hat Clouds Stärke »damals« deutlich unterschätzt. Den Fehler wird er nicht wieder begehen.
Aber ja, vielleicht kommen wir sogar zu einem besseren Ende. Wir haben die Wächter des Schicksals besiegt. Wir haben die Original-FF7-Storyline besiegt. Und Aerith hat uns verraten, was dahinter liegt: »Freiheit. Eine furchteinflößende Freiheit, endlos, wie der Himmel.«
Eine Zukunft, in der keiner mehr weiß, was geschehen wird. Sie könnte strahlender werden als die Advent Children Zukunft, und ja, ich würde es den Charakteren wünschen.

Final Fantasy VII Remake - Freiheit

Was bringt Teil 2?

Zunächsteinmal wird der nächste Teil sicherlich nicht »Remake« heißen. Das, was mich seit der Präsentation des Covers wunderte – Warum zum Henker heißt es »Remake«, wenn es nur der Midgar-Teil ist? Warum nicht »Remake – Part 1« oder »Remake (Midgar)« oder so? -, ist nun offensichtlich. Der nächste Teil wird einen anderen Namen tragen. Ich vermute ja so etwas wie »Reborn«. Und der letzte Teil dann »Reunion« oder so, aber das ist total spekulativ und auch unwichtig.

Final Fantasy VII Remake - Ancient TempleInteressanter ist die Frage: Was bringt uns Teil 2? Wird er genau so ablaufen, wie das Original? Nein, GENAU so sicherlich nicht. Denn es haben sich Dinge geändert. Doch wird er gänzlich neu sein? Auch das glaube ich nicht. Ich denke, die Handlung wird sich im Verlauf noch immer stark an dem orientieren, was wir aus dem Original kennen. Wir werden nach Kalm gehen und über Clouds (und Zacks) Vergangenheit sprechen. Wir werden Nibelheim besuchen, Gongaga, Corel und viele Orte mehr, die wir kennen und lieben. Doch nicht immer wird sich alles haarklein an den Ablauf des Originals halten. Denn

»Die Zukunft ist offen«.

Final Fantasy VII Remake - Der Himmel macht mir AngstUnd auch wenn ich ein großer Fan der FF7 Storyline bin – liebe ich den Gedanken. Wenn Square so weitermachen, wie sie im Remake begonnen haben, dann haben sie (mal wieder) mein vollstes Vertrauen. Sie haben gerade bewiesen, wie liebevoll und vorsichtig sie alles behandeln. Also werde ich mich auch während der »ungewissen Reise« in ihre Hände begeben und darauf vertrauen, dass sie weiter so vorgehen wie bisher, dass sie das Original ehren werden.

Und obwohl »Remake« nun eine veränderte Geschichte erzählt, negieren sie damit das Original nicht. Es ist eindeutig, dass FF7 bereits so geschehen ist, wie es geschehen ist. Andernfalls wüssten Sephiroth und Aerith nicht all die Dinge, die sie zweifelsohne wissen. Und dies bedeutet nicht nur für das Spiel, es bedeutet auch für die Entwickler viel Freiheit.

Und es führt uns zu verschiedenen Fragen. Eine davon ist meine oben schon angesprochene Angst, die sich im Verlauf des 17. Kapitels in mir manifestierte:

Wird Aerith überleben?

Ich wiederhole mich: Ich habe von vornherein gesagt, wenn sie das Spiel dahingehend verändern, dass Aerith überlebt, dann wird dies das letzte Final Fantasy sein, dass ich jemand angefasst habe. Ich habe die Nase voll von alternativen »und es lebten alle glücklich bis an ihr Ende«-Enden. Ich MAG Tragik, vor allem, wenn sie einen Sinn ergibt. Ja, wenn Du um das Schicksal der gesamten Welt kämpfst, dann ist es möglich, dass dabei tatsächlich jemand draufgeht. Verdammt nochmal. ^^‘

Aber das Schöne ist nun: Das hier IST ja kein Remake. Square greift nicht einfach in die alte Geschichte ein, es ist Sephiroth, der dies versucht. Selbst wenn Aerith überleben sollte – ich könnte darüber nicht böse sein (sofern sie es denn vernünftig erzählen), denn es würde nichts am Original ändern. Wenn die Gruppe diesmal einen Weg findet – dann herzlichen Glückwunsch. Meinen Segen haben sie.

Glaube ich, dass Aerith überlebt? Definitiv nein.

Final Fantasy VII Remake - Beten für HeiligWarum nicht? Ganz einfach. Aeriths Tod ist der zentrale Punkt der Geschichte. Sie ist die letzte Cetra, die Einzige, die Heilig aktivieren kann. Gut, das konnte sie auch lebend. Doch in Final Fantasy VII reichte dies nicht aus. Aerith musste aus dem Lebensstrom heraus dafür sorgen, dass er Heilig im Kampf gegen Meteor unterstützt. Aerith ist im Lebensstrom so etwas wie das Gegengewicht zu den dunklen Sephiroth- bzw. Jenova-Zellen, die ihn verseuchen und okkupieren wollen. Aerith ist die letzte Bastion, die zwischen Sephirtoh und seinem Sieg steht. Deshalb darf Sephiroth eigentlich nicht zulassen, dass sie stirbt. Ihr Tod war seine Niederlage.
Sie war auch diejenige, die Clouds Geist nach dem finalen Kampf gegen Sephiroth im Lebensstrom wieder in seinen Körper zurückführte. Ich bin nicht sicher, ob dies ohne sie hätte geschehen können. .

Wir dürfen einfach nicht aus den Augen verlieren, dass es nicht Aerith oder der Spieler ist, der hier den Reboot der Geschichte versucht. Es ist Sephiroth (*murmelmurmelGenesismurmel*). Und egal was Sephiroth möchte, kann nur schlecht für den Planeten sein – auch wenn es Aerith vielleicht das Leben rettet. Ich glaube, Square wird alles daran setzen, uns glauben zu machen, dass wir sie retten können, nur um ihren Tod dann noch schwerwiegender zu inszenieren. Vermutlich erreichen wir den Ancient Tempel und verlassenFinal Fantasy VII Remake - Das Ende ihn gemeinsam mit ihr, nur um sie zu einem späteren Zeitpunkt zu verlieren. Besonders dramatisch wäre natürlich, wenn es bis zum Ende scheint, als könne sie überleben, bis wir begreifen, dass wir damit Sephiroth in die Hände gespielt haben. Und Aerith dann Cloud bittet, sie zu töten … *hachseufz* Drama. Aber ja, so in etwa stelle ich mir das vor (siehe -> 7 Sekunden).

Ray Coffmen hatte die phantastische Idee, dass es am Ende sogar Zack sein könnte, der Aeris tötet – das wäre sogar noch eine Ecke genialer! In diesem Szenario könnte Sephiroth dann wirklich Clouds Stärke brauchen, um sich Zack entgegenzustellen, und um Aerith zum Erreichen seiner Ziele zu beschützen. Glaube ich daran? Nein. Aber … wer weiß? Es wäre in jedem Fall auch eine großartige Geschichte ^^

7 Sekunden

Final Fantasy VII Remake - Zum Ende der WeltNach seinem Sieg über die Moiren und den Advent Children Sephiroth, reist Cloud durch das Wurmloch ans Ende der Welt, wo die beiden sich wieder gegenüberstehen, genau so inszeniert, wie im Final Fantasy VII Original. Die Musik, die Kameraführung, alles ist identisch mit dem (mentalen) Kampf, den beide bereits ausgefochten haben.
Doch bevor es zum Kampf kommt, hält Sephiroth Cloud davon ab, eine weitere Vision zu haben. »Vorsicht. Das, was jetzt vor uns liegt, existiert noch nicht«. Dann zeigt er Cloud den Sternenhaufen und spricht von Omega bzw. vom erweiterten »Circle of Life«, davon, dass der Lebensstrom, die Seele allen Lebens des Planeten, Teil des Kosmos werden wird, wenn sein Ende bevorsteht. Doch Sephiroth will nicht enden. Und »Ich will Dich nicht auslöschen.« Ich vermute, dass er hier vom Planeten, bzw. dessen physischer Hülle, spricht (siehe »War also FF7 das »schlechte Ende«?« und »Der Wille des Planeten vs Sephiroths Wille«), es könnte aber auch schlicht Cloud gemeint sein, denn im Anschluss bittet er diesen, sich mit ihm gemeinsam gegen das Schicksal zu stellen. Cloud lehnt ab und die beiden kämpfen gegeneinander.
Danach verrät Sephiroth: »Nur noch 7 Sekunden bis zum Ende. Aber es ist nicht zu spät. Die Zukunft … entscheidest Du, Cloud.«

Final Fantasy VII Remake - 7 Sekunden

Ich glaube, es war auch im Stream bei Maximilian_Dood, als über die Theorie gesprochen wurde, dass es sich hier um die (exakt) sieben Sekunden handelt, die Sephiroth im Original benötigt, um auf Aerith niederzustürzen und sie zu töten. Max sagte, er glaube nicht an die Theorie und – ich glaube sie auch nicht. Dennoch ist es eine coole Idee. Mir war z.B. überhaupt nicht klar, dass diese zentrale Szene exakt 7 Sekunden dauert. Wieder was gelernt. ^^ Doch die Theorie vergisst, dass, wenn Sephiroth möchte, dass Aerith lebt – er es einfach unterlassen könnte, sie zu töten. Da es keine Whisper mehr gibt, wird auch niemand kommen und darauf achten, dass die Dinge tatsächlich so geschehen.

Außerdem sagt Sephiroth deutlich, dass es um die sieben Sekunden vor dem Ende geht. Vermutlich also die 7 Sekunden, bevor der Meteor einschlägt. Und in diesen 7 Sekunden wird Cloud (oder sogar der Spieler?) eine Entscheidung treffen müssen.

Mein erster Gedanke dazu war:
Aerith lebt zu diesem Zeitpunkt noch und Cloud muss sich entscheiden, ob er sie oder den Planeten rettet.

Final Fantasy VII Remake meets Advent ChildrenDoch 100%ig schlüssig ist das nicht. Denn tötet Cloud Aerith, könnten die Geschehnisse noch immer in Richtung der AC-Handlung verlaufen. Holy und der Lebensstrom halten den Meteor auf, Sephiroth geht in den Lebensstrom über und kehrt durch die Advent Children zurück. Und wenn es das ist, was Sepiroth gewollt hätte, nun, dann hätte er gar nicht ins Schicksal eingreifen müssen. Aber sicher gibt es hier weitere Variabeln, die ich übersehe. Immerhin haben wir noch mindestens ein Spiel vor uns.

Rettet Cloud sie jedoch, wäre Heilig ohne die Kraft des Lebensstroms zu schwach, und Meteor würde den Planeten auslöschen. Möglicherweise vertraut Sephiroth darauf, dass dann ausschließlich der Lebensstrom den Planeten rettet und er ohne eine störende Aerith in ihm wüten kann? Klingt mir persönlich zu unsicher, um die Zukunft meiner erhofften gottgleichen Existenz daran zu ketten.
Aber was, wenn der Lebensstrom nicht eingreift? Was geschieht dann? Nehmen wir an, dann träte Omega in Kraft? Dann hätte Sephiroth ebenfalls verloren und würde mit allen anderen, auch mit unseren Charakteren und allem Leben auf dem Planeten Teil des Kosmos werden.
Würde mir dieses Ende gefallen? Nicht so richtig. Aber es würde sich mit dem Geschehen von Final Fantasy XIII – Lightning Returns decken, in dem Lightning als »Erlöserin« die Seelen der Menschen (ähnlich wie Chaos in FF VII DoC, nur halt nicht so düster) Final Fantasy XIII- 3 Saviorin den Lebensstrom und nach dem Ende der Welt in die nächste Daseinsstufe führt (korrigiert mich, wenn ich mich täusche, ich habe schon in FF13-2 die Lust an der Geschichte verloren …). Mir persönlich ist das Ganze zu esoterisch und ich hoffe SEHR, dass Square nicht auch noch bei Final Fantasy VII diesen transzendenten Weg einschlagen wird. Denkbar wäre es dennoch – Aerith und Heilig mit Omega als Erlöser, die alles Leben auf dem Planeten ins Verheißene Land führen … (Sagte ich schon määh? :/ Bitte kein FF XIII-3-Remake -.-)

Hojo, Rufus, Genesis und Co.

Final Fantasy VII Remake - Professor HojoWie dem auch sei – beide Wege führen meines Erachtens nicht wirklich zu Sephiroths Sieg. Um zu gewinnen müsste er vermutlich Holy komplett zerstören und Aerith vom Lifestream fernhalten. Er wird aber sicher genug fiese Ideen haben, die ihn ans Ziel bringen können (siehe -> Tifa-Theorie). Seine neuen(?) Ziele zu erahnen, erscheint mir an diesem Punkt unmöglich. Es gibt so viele zusätzliche Variabeln, die in der Compilation zwar bekannt sind, in die ich aber zu wenig Einblick habe, da ich Crisis Core nur ein einziges Mal gespielt und weder Dirge of Cerberus noch Before Crisis beendet habe (shame on me ^^‘).

Spannend finde ich: Wie genau sahen eigentlich Hojos extrem irre Pläne in Dirge of Cerberus aus? Und was hat Genesis mit all dem zu tun? Besonders er ist ein Faktor, den ich zu wenig einschätzen kann. Aber ich kenne die DoC End-Sequenz mit ihm, in der er davon spricht, dass sein Bruder und er noch viel zu tun haben. Bezieht er sich auf Weiß? Ich denke nicht. Sein Bruder, der den Flügel an der anderen Seite trägt ist Sephiroth. Bedenkt man nun, dass dies DIE LETZTE Szene der FF7-Geschichte ist, die wir bis dato kennen, setzt das Remake im Prinzip DANACH an – wer weiß also, in wie weit Genesis das Spiel nun mitspielt? Wozu trägt Genesis den Körper von Weiß aus der Höhle hinaus …?

Final Fantasy VII Dirge of Cerberus Genesis & Weiss

Wenn wir nun überlegen, dass noch nicht ganz klar ist, wer der für alle sichtbare Sephiroth am Ende des Highways ist … wäre es nicht möglich, dass Genesis Weiß als neuen Körper für Sephiroth bereitgestellt hat? Dies würde dann aber tatsächlich eine Zeitreise benötigen – außer … wissen wir sicher WANN dieses DoC-Secret-Ending spielt? Wäre es nicht möglich, dass wir in dieser Szene etwas sahen, das bereits lange vorher stattgefunden hat?
Wie dem auch sei – hierüber weiß ich zu wenig. Dennoch ist das ganze so irre spannend. Was wird geschehen? Was steckt dahinter? Ich habe keine Ahnung. Und das ist auch ganz gut so. ^^

Moiren am Shinra HQWas mich aber noch immer beschäftigt ist die Frage: Warum zum Henker umschwirren am Ende zigtausend Moiren das Shinra Gebäude, während der, von dem bis dato die größte Gefahr ausging – nämlich Sephiroth – sich mit uns am Ende des Highways befindet? Da muss eine GEWALTIGE Veränderung im Gange sein! Denn die Moiren lassen erst im allerletzten Moment, kurz bevor Sephiroth das Portal in die Singularität öffnet, unter einem entsetzlich gequälten Schrei vom Gebäude ab …
Das bringt mich zu einer möglichen Lösung der Frage, wer die Moiren sehen kann: Ich schätze, die Moiren zeigen sich denjenigen, die in das Schicksal eingreifen, die es verändern.
Der Shinra-Gardist in der Kirche hat sie nicht sehen können, weil er keine echten Anstrengungen unternommen hat, die Moiren zu umgehen. Tseng im Shinra Gebäude scheint also auch nichts zu verändern. Und wer sieht die umherschwirrenden Whisper? – Rufus.Final Fantasy VII Remake - Rufus Shinra
Doch warum greifen sie ihn nicht an? Warten sie noch ab? Ich habe keine Ahnung, was da genau vor sich gehen könnte, aber bin mir sicher, es handelt sich um keine Kleinigkeit … Das Telefonat, das er führt („Schnappt sie“) ist leicht auf unsere Gruppe zu beziehen. Doch was, wenn es dabei um etwas ganz anderes geht?

Eine plausible Erklärung habe ich bei Sirea gefunden. Sie schreibt, dass in Before Crisis Rufus derjenige war, der mit der Avalanche-Hauptgruppe zusammengearbeitet hat. Doch nicht, um den Planeten zu retten, sondern um seinen Vater loszuwerden und selbst an die Spitze von Shinra gelangen. Im Original FF7 war Avalanche aber nicht im Shinra Gebäude, die Whisper versuchen also, Avalanche zu entfernen – dass dies stimmt, haben wir an Wedges Beispiel deutlich gesehen.
Wie gesagt, Sireas Theorie macht durchaus Sinn.

Zack

Final Fantasy VII Remake - Zack Ein Punkt, den wir bisher nicht angesprochen haben, ist das überraschende Auftauchen von Zack. WTF bedeutet das? Das fragen sich vermutlich besonders alle Final Fantasy VII Neulinge, die gar nicht wissen, wer der schwarzhaarige SOLDAT in den beiden Szenen am Ende überhaupt ist O_o
(Hier wieder ein Dank an Ray Coffmann – Er sagt in seinem Video, das Spiel versetze den Spieler in Clouds Lage – der zu diesem Zeitpunkt ja auch nicht weiß, wer Zack ist. Ich finde die Erkärung ziemlich gut ^^)

Darum kurz: Zack ist SOLDAT, Clouds Freund und Vorbild aus seiner Zeit bei Shinra und Aeriths erste große Liebe. Er ist derjenige, über den sie mit Cloud auf dem Spielplatz am Immergrün Park redet. Viele von Aeriths Worten und Handlungen beziehen sich direkt auf Zack. Wie Cloud ist auch einst Zack durch das Dach der Kirche in ihre Blumen gestürzt. Zack bot ihr als Gegenleistung für ihre Hilfe ein Date an, so wie sie es Cloud in der gleichen Situation anbietet. Es sind im Grunde seine Augen über die Aerith spricht, als sie in Clouds blickt, und im Prinzip trägt sie sogar seinetwegen das pinke Kleid. Zack verließ Aerith wegen des Einsatz in Nibelheim – und kehrte nicht zurück. Sie schrieb ihm mindestens 89 Briefe, die ihn jedoch nie erreichten.
Denn Zack und Cloud wurden in Nibelheim von Professor Hojo zu Experimenten mit Jenova-Zellen missbraucht, um die Reunion-Theorie zu bestätigen. Es dauerte über 4 Jahre, ehe die beiden fliehen konnten. Die erste Zack-Szene am Ende von Final Fantasy VII Remake ist identisch mit dem Ende von Crisis Core, in der Zack sich der Shinra Armee stellt, um sich und Cloud zu schützen.Final Fantasy VII Remake - Zack & Cloud
Auch in Crisis Core ist Zack hier siegreich, wird jedoch einen Moment später von einem weiteren Gardisten-Team erschossen. Cloud erhält von seinem sterbenden Freund das Bustersword sowie die Worte, dass er an seinen Träumen festhalten und Zacks lebende Legende werden soll. Außerdem solle Cloud »hi« von ihm zu Aerith sagen. Dann stirbt Zack.

Und im Remake? Scheint es, als schleppe Zack Cloud weiter Richtung Midgar.

Alternative Zeitlinie?

Final Fantasy VII Remake - Vgl Stamp DesignsHaben wir also eine zweite, alternative Zeitlinie geschaffen? Die deutlich eingeblendete Chipstüte mit dem veränderten Stamp-Design scheint für viele der Beleg dafür zu sein.
Ich persönlich glaube das nicht. Ich glaube nicht, dass wir die Geschichte jetzt auf zwei Zeitebenen erleben, eine, in der Zack lebt und eine, in der er es nicht tut. Das halte ich persönlich für schlechtes und inkonsequentes Storytelling und glaube nicht, dass Square diesen Weg geht. Vorallem weil die Story es gar nicht nötig hat – sie bietet ausreichend Werkzeuge, so ein „Alternate Universe Zeug“ zu umgehen. Ich persönlich glaube fest, dass es nur eine einzige Zeit gibt, wir diese jedoch verändert haben.

Wie kann das sein?
Nun, wir haben die Moiren in der Singularität ausgelöscht. Singularität meint (laeinhaft gesprochen) soviel wie »außerhalb von Raum und Zeit«. Was aber nicht bedeutet, dass es nicht geschehen ist, sondern im Gegenteil: dass es immer und überall geschehen ist. Das Geschehen in der Singularität beeinflusst jeden Raum und jede Zeit. Darum hatte unser Eingreifen auch Einfluss auf die Vergangenheit, und diese veränderte Vergangenheit wird Einfluss auf unsere Zukunft haben.

Also lebt Zack?
Ich gehe davon aus, aber 100%ig wissen kann man es natürlich noch nicht.
Final Fantasy VII Crisis Core - Zacks TodIn Crisis Core starb Zack im Regen. Er besiegte die Shinra Armee, und erst als der Regen einsetze, wurde er von nachrückenden Gardisten erschossen (*heulschluchz*). Diesen Zeitpunkt hat uns das Remake nicht gezeigt, daher könnte es noch immer geschehen – Zack und Cloud schleppen sich noch ein Stück vorwärts Richtung Midgar, dann tauchen die neuen Soldaten auf … Und dann? Vielleicht wird Zack tödlich verwundet und anschließend (von den Turks) gerettet? Das könnte übrigens auch schon immer so geschehen sein – wir kennen die Erzählung seines Todes nur aus Clouds Perspektive, und der ist alles andere als ein zuverlässiger Erzähler. Vielleicht haben die Turks Cloud und Zack gerettet, Hojo bekam Wind davon, er drückte Cloud Zacks Schwert in die Hand und ließ ihn als Teil seines irrsinnig witzigen Experiments frei, während Zack seitdem ein einsames Dasein in Hojos Labor fristet. Wer weiß?
Dagegen spricht, dass wir nach Zacks Tod in CC auch Aerith in der Kirche gesehen haben, die seinen Tod im Lebensstrom gespürt zu haben schien … (edit: nach erneutem Ansehen des CC Endes habe ich erkannt, dass dies nicht stimmt: Sie hat ihn gespürt, kurz BEVOR er (evtl.) starb.)
Doch zurück zum Thema. Ich glaube, es ist ziemlich eindeutig, dass Square uns zeigen möchte, dass Zack lebt (edit: Die zwischenzeitlich erschienene FF7R-Ultimania bestätigt, dass Zack »irgendwie« am Leben ist).
Ich glaube, als Cloud und die anderen in der Singularität die Moiren besiegten, schufen sie die Realität neu, und in dieser hat Zack (bis zu diesem Punkt) überlebt. Habt Ihr die Moiren gesehen, die zwischen den Gardisten umherschwirrten, als er sich der Armee stellte? Vielleicht hätten sie nach dem Kampf dafür Sorge getragen, dass Zack tatsächlich sein Ende findet- Final Fantasy VII Remake - Moiren Explosiondoch wurden durch unser Eingreifen daran gehindert. Sie zersplittern in der gewaltigen Explosion, die Zack von den Füßen reißt, und regnen als goldener Schimmer auf die Welt nieder. Auf Zack ebenso wie auf die Menschen, die dabei sind Sektor 7 wieder aufzubauen. Und auf die Kinder des Hälmchenhofs in Sektor 5, in dessen oberem Stockwerk wir den zwar verletzten, aber eindeutig lebendigen Biggs in einem Zimmer liegen sehen.
Wichtig finde ich: Wir sehen ERST den „neuen“, struppigen Stamp – die Moiren-Explosion folgt DANACH. Im Prinzip kann sich erst ab diesem Moment etwas verändert haben. D.h. der „alte“ Beagle-Stamp könnte schon die Veränderung gewesen sein? Damit wäre alles, was wir im Remake erlebt haben, bereits verändert und gleichzeitig »schon immer so gewesen«. Könnt ihr mir noch folgen? ^^‘

Aber müssten nicht auch unsere Charaktere von den Änderungen betroffen sein, wenn wir alles, was die Moiren in die richtige Bahn lenken wollten, zunichtemachten? Cloud dürfte nicht mehr im Besitz des Bustersword sein und müsste über eine deutlich weniger gestörte Persönlichkeit verfügen. Und Barret müsste eindeutig tot sein, wenn die Moiren (doch) nicht eingreifen konnten. Oder?
Ich glaube, unsere Charaktere sind von den Änderungen nicht betroffen, weil sie sich innerhalb der Singularität befanden, als sie die Moiren vernichteten. Sie befanden sich nicht »in der Zeit«, weshalb für sie alles so bleibt, wie sie es bisher erlebt haben.

Das führt natürlich zu noch viel mehr Fragen:

Werden wir im nächsten Teil auf Zack treffen?

Final Fantasy VII Remake - Zack & AerithVielleicht. Wir wissen ja noch überhaupt nicht, was mit ihm geschah, seit er nach Midgar zurückkehrte, wenn er tatsächlich überlebt hat. Vielleicht hat Hojo ihn wieder eingefangen und er steckt nach wie vor in irgendeinem Versuchslabor? Vielleicht setzte bei ihm zwischenzeitlich die Zelldegenerierung ein und er steht kurz vor einem neuen Tod? Vielleicht sucht er gerade verzweifelt nach Aerith und Cloud oder wird bereits – wie Cloud – von Sephiroth als Marionette missbraucht? Nun – wir wissen es einfach nicht. Alles ist möglich. Und das macht es unfassbar spannend. Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn es für Aerith und Zack ein echtes Wiedersehen gäbe. Aerith hat Zacks Präsenz eindeutig gespürt, als er und Cloud, bzw. das Echo der beiden, sie passiert haben. Auch als sie den Regen auf ihre Handflächen tropfen lässt … Damals war es auch der Regen, der ihr mitteilte, dass Zack dabei war zu sterben … Vielleicht hat Aerith, nachdem sie seine Präsenz bemerkt hat, im Lebensstrom nach ihm gespürt und festgestellt, dass er nicht mehr darin ist?
Auch ihr Blick in den Himmel und ihre Aussage »Der Himmel macht mir Angst« sind eine direkte Referenz auf Zack. Zwar ist der Satz auch Ausdruck ihrer Sorge über eine ungewisse (bewölkte // cloudy ^^) Zukunft, doch schon in Crisis Core sagte sie:

»When I’m with Zack, the sky is not so fearful.«

Wenn sie mit ihm zusammen ist, hat sie weniger Angst vor all den ungewissen Dingen, die sie erwarten.

Leben Jessie, Biggs & Wedge?

Im Original starben alle drei beim Zusammenbruch des Pfeilers von Sektor 7. Im Remake waren wir bei Jessie (bestätigt vom Ingame-Text) und Biggs (als tödlich verletzt beschrieben), als sie starben, Wedge jedoch überlebte, half uns im Shinragebäude, nur um dann von den Moiren aus der 68(?) Etage gestoßen zu werden.
Wenn wir davon ausgehen, dass die Dinge, die nur wegen des Eingriffs der Moiren so geschehen sind, wie sie geschehen sind, nun nicht mehr geschehen, dann müsste Wedge eigentlich am Leben sein.
Biggs haben wir ja bereits in einem Bett im Waisenhaus liegen sehen. Neben ihm auf dem Tisch lag Jessies Handschuh. Bedeutet es, dass Jessie lebt? Sicher ist das nicht. Biggs könnte ihn auch Final Fantasy VII Remake - Biggsschlicht als Erinnerungsstück aufbewahrt haben. Doch eigentlich glaube ich das nicht. Wenn die Kamera auf Biggs schwenkt, sieht man auf der anderen Seite des Zimmer ein weiteres Bett. Ob jemand darin liegt, kann man nicht erkennen, aber, .. ja. Ich persönlich glaube, dass Jessie lebt und könnte mir vorstellen, sie in der Rolle der Prinzessin in der Goldsaucer wiederzusehen. Was bedeutet, dass Cloud und sein Date dann leider nicht Teil des Stücks sein können ;)

Die Tifa-Theorie

Eigentlich war ich mit meinem Beitrag endlich zu meiner Zufriedenheit fertig, wollte ihn heute mit Bildern versehen und hochladen. Doch dann schaute ich gestern Abend auf Youtube noch ein Video von Soldier 1st Class über die »Tifa-Theorie«. Und während ich gestern noch überzeugt den Kopf geschüttelt und mir gedacht habe »Nein, das wird niemals passieren« … setzte sich über Nacht ein Puzzle in meinem Kopf zusammen. Darum muss ich dies hier nun doch noch ergänzen.

Final Fantasy VII Remake - Zack & AerithIn der visuellen Präsentation im Shinra Gebäude sieht die gesamte Gruppe am Ende eine Vision, in der Meteor drohend über Midgar schwebt und Sephiroth Tifa und Barret tötet. Bei der Frage nach den »7 Sekunden«, dachte ich kurz an diese Szene, stellte aber schnell fest, dass der Moment deutlich länger als 7 Sekunden dauerte und wischte den Gedanken beiseite. Die Szene war zwar optisch der Hammer, aber es wurde alles so beiläufig gezeigt, so als habe es keine tiefere Bedeutung.
Trotzdem las ich schon viele Mutmaßungen »Was, wenn Sephiroth diesmal Tifa tötet statt Aerith?«. Aber das überzeugte mich einfach nicht. Es wirkte so willkürlich auf mich. Denn obwohl Tifas Tod für Cloud persönlich noch viel entsetzlicher wäre, als Aeriths Tod – für die Geschichte würde er einfach zu wenig bedeuten. Aerith muss sterben, um den Planeten zu retten. Tifas Tod hätte nur Einfluss auf Cloud.

Nun kehren wir zurück zu meinen Überlegungen im Abschnitt »7 Sekunden«.

  • -> Wenn Sephiroth Aerith tötet, hat er (wahrscheinlich) nichts gewonnen.
  • -> Wenn er Aerith nicht tötet, muss er sich trotzdem auf viele unsichere Faktoren verlassen: Kommt der Lebensstrom wirklich, um dem Planeten beizustehen? Was, wenn Omega erwacht? Oder wenn Cloud trotzdem noch zu stark ist, und ihn wieder besiegt, ehe er den Lebensstrom absorbieren kann?

»Tifa stirbt« ist – so ungern ich das zugebe – eine schrecklich einleuchtende Antwort auf diese letzte Frage. In Advent Children sagt Sephiroth zu Cloud etwas wie:

»Ich werde Dir Deinen wertvollsten Schatz/Dein Liebstes nehmen«.

Cloud & Tifa

(Den genauen Wortlaut werde ich nachreichen, ich muss den Film nochmal gucken ^^‘)
Egal wie sehr Clerith geshipped wird – Clouds Liebstes ist Tifa. Sie war es in seiner Kindheit, in seiner Jugend und sie ist es noch immer, auch wenn der psychisch so kaputte Cloud es zu Beginn der Handlung nicht mehr weiß. Er weiß ja nichtmal, wer er selbst ist. Doch sein verschlossenes Unterbewusstsein weiß diese Dinge. Im Lebensstrom legt er es offen. Daher weiß es im Remake auch Aerith – und Sephiroth.
Wenn Sephiroth Clouds Geist endgültig und total brechen möchte, dann ist nicht Aeriths Tod der Schlüssel dazu, sondern Tifas. – Um es vorweg zu nehmen: Ich glaube NICHT, dass Square diesen Weg geht! Auf gar keinen Fall. Es wäre ein hohles Schockelement, dass dem Spiel mehr nehmen als geben würde. Aber spielen wir es trotzdem weiter durch, einfach, weil es interessant ist ;)

Über den Zeitpunkt bin ich mir sehr unsicher.
Wenn sie im Ancient Temple stirbt, also statt Aerith in der Original Storyline, dann verhindert dies, dass Tifa Cloud hilft, seine Erinnerungen und sein Selbst wieder zusammenzusetzen. Gut für Sephiroth, allerdings müsste die Story ab diesem Moment völlig neue Wege beschreiten und vielleicht würde Cloud auch niemals wieder er selbst werden. Natürlich könnte Aerith mit ihrem Wissen hier aushelfen oder – wenn wir annehmen, dass Zack noch am Leben ist, auch er. Aber keiner von beiden hatte je eine so tiefe Verbindung zu Cloud wie Tifa. Es wäre eine sehr große Abweichung, außerdem lässt es die »7 Sekunden« außer acht. Daher glaube ich nicht daran.

Darum: Nehmen wir an, alles geschieht, wie es geschehen muss. Wir sind im Ancient Temple, holen die Dunkle Materia und verlassen ihn wieder, mit Aerith an unserer Seite. Hier bin ich mir unsicher, wie Sephiroth Cloud dann dazu zu bringen könnte, ihm Meteor auszuhändigen, doch das ist vermutlich nur ein geringes Problem. Bis zu Clouds mentalem Zusammenbruch dürfte an dieser Stelle gar nicht mehr so viel fehlen. Gehen wir davon aus es geschieht, und springen zum Ende:
Unsere Party ist am Leben. Wir verstehen, wie dringend notwendig es JETZT ist, dass Aerith stirbt. »Cloud, bitte! Töte mich!«
Noch 7 Sekunden.
Final Fantasy VII Remake - Tifas Zukunft?Und während Cloud überlegt, wie und ob er es tun soll. Ob er es tun KANN, ob er Aerith wirklich töten kann – tötet Sephiroth Tifa.
Cloud müsste in diesem Lose-Lose-Szenario also entscheiden: Tötet er eigenhändig Aerith und rettet damit den Planeten? Oder rettet er seine Tifa? Er hat es ihr versprochen. Er wird ihr immer helfen, wenn sie in Schwierigkeiten steckt.
Sollte er es tatsächlich schaffen, seine Selbstsucht zu besiegen und Aerith zu töten, müsste er im Anschluss noch immer in den Lebensstrom und dort gegen Sephiroth bestehen. Aber woher nähme er die Kraft dazu, wenn gerade der einzige Anker zu seinem wahren Selbst zerstört wurde? So hätte er binnen 7 Sekunden Aerith getötet UND Tifa veloren. Vermutlich ist es ihm dann auch egal, wenn Sephiroth gewinnt …

Puh.
Das wäre jedenfalls der Zeitpunkt, an dem ich mir wünschte, dass Zack aus dem Gebüsch springt, und seinen Teil zur Rettung der Welt beiträgt. Doch was, wenn es »Puppet Zack« ist, der Tifa töten will? Nächstes Level der Grausamkeit, würde ich sagen. Dann hätten wir auf der einen Seite Cloud, der weiß, dass er Aerith Final Fantasy VII Remake - Böse Augentöten muss, um die Welt zu retten, und auf der anderen Seite müsste er seinen besten Freund davon abhalten, seine große Liebe zu vernichten? Autsch.

Wie gesagt: Ich glaube nicht, dass Square diesen oder einen ähnlichen Weg gehen wird. Es wäre so bitter und so düster und es würde Cloud vollständig vernichten. Ich sehe hier kein gutes Ende. Nichtmal ein semi gutes. Das ist nur noch schwarz. (Und egal, was böse Zungen behaupten, nichtmal ich würde ein so absolut düsters Szenario schreiben ;) )

Musik-Spoiler

Bei meiner Suche nach einem Video mit japanischen Subs bin ich auf ein ziemlich cooles Ending-Theory Video von Luzbelheim Lux gestoßen. Es zeigt Schlüsselmomente des Remakes, Originals und aus Advent Children, die über jeweils identische Hintergrundmusik verfügen und so aufeinander verweisen. Vieles von dem, was er darin zeigt, ist absolut augenöffnend, insbesondere, wenn man dazu die jeweiligen Namen der Musikstücke beachtet. Ich liebe zwar den Soundtrack von Final Fantasy VII und habe ihn in meinem Leben unzählige Male gehört, doch habe ich kaum auf die Namen der Titel geachtet. Ein Versäumnis, wie ich jetzt bemerke.
Viele seiner Theorien stützen meine eigenen Gedanken. Schaut Euch das Video doch mal an :)

Und beim Thema Musik … Habt Ihr Euch die Lyrics zu „Hollow“ mal genauer angesehen?

Letzte Worte

Das ist natürlich nicht alles. Es gibt noch so vieles zu analysieren und herauszufinden (Marlene? Anyone?), dass vermutlich bis zum Erscheinen des nächsten Teils keinerlei Langeweile aufkäme. Aber mir reicht es an dieser Stelle erstmal.

Alles in allem – ist das Ende von Final Fantasy VII Remake gut, wie es ist, oder schlecht?
Das muss vermutlich jeder für sich entscheiden.

Ich sagte ja bereits, ich war kein großer Anhänger der Idee, die Story von Final Fantasy VII Original einschneidend zu verändern (edit: laut Ultimania wird Square dies auch nicht tun. Aber die haben schon oft viel gesagt -.-‚ ). Doch wie Square dies angegangen ist, hat meinen Blickwinkel geändert. Wir spielen kein Remake, wir spielen ein völlig neues Spiel. Wir spielen eine Fortsetzung. All die scheinbar kleinen Veränderungen in der Handlung machen nach dem Ende plötzlich so viel mehr Sinn. Und ich bin einfach unfassbar gespannt, wie es weitergehen wird. Ich freue mich schon jetzt so sehr darauf, erneut mit diesen wunderbaren Charakteren auf ein weiteres Abenteuer gehen zu können, mit ihnen mitfiebern, lachen und weinen zu können und den Planeten hoffentlich vor Sephiroth zu retten.

Einzig in Bezug auf das mögliche Endergebnis bin ich noch skeptisch. Ich sehe noch nicht recht, wo all das hinführen soll, aber es wäre ja auch langweilig, wenn es so wäre. Ich persönlich würde mir keine Wiederholung der Final Fantasy XIII-3 Story wünschen. Und ein Ende mit einer toten Tifa und einem völlig gebrochenen Cloud mag ich mir auch nicht vorstellen. Aber für den Moment … lege ich meine Final Fantasy VII Liebe vertrauensvoll in Squares Hände und harre der Dinge, die da kommen werden.

Final Fantasy VII Remake - Party

Und was denkt Ihr? Hat Euch das Ende gefallen? Habt Ihr andere Erklärungen gefunden oder andere Schlüsse gezogen? Was denkt Ihr, wohin die Reise geht? Und – freut Ihr Euch auf den nächsten Teil?!
Ich bin sehr gespannt, Eure Gedanken zu erfahren.

Edit: Mein Fehler, die Antwort und viele, viele Details

Wie ich bereits sagte – ich habe DoC nicht annähernd beendet (ich war zu doof für das Kampfsystem und habe schnell den Spaß daran verloren) und CC nur ein einziges Mal gespielt (war noch nie ein Fan von Handhelds ^^‘). Darum fehlt mir viel, viel Wissen über die gesamte Compilation und durfte gerade eben erfahren, WIE verdammt viel mir da durch die Lappen gegangen ist. :D
Wusstet Ihr, dass der Kalender des FF7-Universums von 0 bis 2000 geht und dann wieder auf 0 resettet wird? Ich jedenfalls nicht ;) Das bringt uns des Rätsels Lösung aber näher.

Final Fantasy VII Crisis Core - MinervaIch habe heute früh angefangen, ein Video des Youtubers Sleepezi zu sehen, das mir mein fehlendes Puzzelteilchen reichte, nämlich die Antwort auf die Frage des „Warum?“ bzw. die Frage des „Wohin soll die Reise gehen?“. Ich hatte erst 5 Minuten der knapp 3 Stunden Material gesehen, aber die genügten, um die Unsicherheit in meinen Gedanken zu verdeutlichen und den Fehler zu lokalisieren.
Ich möchte gar nicht auf die vielen großartigen Details aufmerksam machen, die er erklärt, bitte, schaut Euch dafür doch einfach seine bisher 2 Videos zu dem Thema an. Ich möchte nur noch kurz ergänzen, was an meinem Text hier verkehrt ist:

Sleepezi vertritt die Idee, dass es nicht Sephiroth ist, der das Remake und damit die Änderungen anstößt, sondern in erster Linie der Lebensstrom bzw. gar das Universum selbst.
Das zu hören war wirklich augenöffnend. Denn es löst das Problem, auf das ich immer wieder gestoßen bin: Wieso sollte es Sephiroth denn nicht genügen, mit Omega und dem Lebensstrom tiefer in den Kosmos einzudringen? Im Grunde war doch genau dies sein Plan? Wie also sieht sein „neuer“ Plan aus? Wie muss sein Gottgleiches-Sein gestaltet sein, damit er zufrieden ist?
Und an diesem Punkt gibt Sleepezis Video mir die Antwort.
Ich habe die falsche Frage gestellt. Sie lautet nicht: Was muss Sephiroth NOCH erreichen, um zufrieden zu sein? Sie lautet: Warum hat er sein Ziel noch nicht erreicht?
Und die Antwort darauf ist: Der Planet LÄSST ihn nicht.
Meine Güte! :D Augenöffnend, oder?

Final Fantasy VII Remake - LovelessDer Planet hat sich selbst als Gefängnis für Jenova und Sephiroth „geopfert“ um zu verhindern, dass sein Lebensstrom Teil des größeren wird, um zu verhindern, dass er, der Infizierte, den großen Lebensstrom im Kosmos infiziert. Omega IST Sephiroths Ziel. Es WÄRE ihm genug, mit ihm in den Kosmos zu reisen. Doch der Planet lässt es nicht zu! Der Planet hindert Omega daran, ihn zu verlassen, solange sein Lebensstrom nicht rein ist. Die Moiren wurden also nicht geschaffen, WEIL Sephiroth in die Zeit eingreift, sondern schon viel früher, vielleicht schon, als Jenova auf dem Planeten landete. Die Moiren halten das Geschehen in der Bahn, in einem Kreislauf, DAMIT es Sephiroth nicht gelingen kann, ihn zu verlassen.

Wir haben in zukünftigen Remake Teilen also mehrere mögliche Szenarien:

  • Sephiroth versucht den Kreislauf zu durchbrechen (dabei haben wir ihm geholfen, als wir die Moiren vernichteten) um letzten Endes weiter in den Kosmos vorzudringen
  • Dem Planeten gelingt es, seinen Lebensstrom ein für alle Mal von Jenavas und Sephiroths Einflüssen zu reinigen und kann (FF13 *juchu* -.-) so Teil des Kosmos werden.
  • Wir halten den Kreislauf stabil und alles wird sich immer wieder wiederholen. (Auch nicht beendet, aber war das nicht in Type-Zero der Fall? ^^‘)

Und plötzlich ergibt alles noch viel mehr Sinn. Wahnsinn, oder? Ich bin gerade sehr beeindruckt. (Sowoh von Squares komplexem Worldbuilding als auch von Sleepezi, der wirklich soviele Dinge herausgefunden hat. Wow!
Und nun werde ich diese Videos zu Ende ansehen, denn sie enthalten noch SO VIELE Details, Dinge, auf die ich im Leben nie geachtet hätte, und kann Euch nur empfehlen, sie Euch ebenfalls anzusehen. Viel Spaß damit und vor allem – viel Spaß in diesem absolut großartigen FF7-Universum!

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Alle Grafiken und die Marke „Final Fantasy“ unterliegen dem Copyright von Square Enix.

17 Responses to Wir müssen reden – Final Fantasy VII Remake – Das Ende (SPOILER!)

  1. Su Ehlers sagt:

    Gigantische Analyse, Mi! Was du hier ablieferst, kommt in meinen Augen tatsächlich schon fast einer Doktorarbeit gleich. Aber vor allem: Ich finde, deine Thesen haben allesamt Hand und Fuß. Ich bin mächtig beeindruckt und ultra-gespannt, was sich davon alles bewahrheiten wird!
    Danke dir sehr für diese spannende Lektüre! ^^

  2. Mi sagt:

    Dankeschöööön, ich freu mich sehr, wenn Du mir folgen konntest ^_^ Alles wird sicherlich nicht stimmen, aber – wir werden sehen was kommt. Dieses Rätselraten macht auf jeden Fall viel, viel Spaß, und ich finds so toll die verschiedenen Gedanken zu hören und zu lesen, die alle haben. Ich freu mich soo!! ^_^ Aber nun erstmal den Hardmode beenden O:) Und nochmal Advent Children gucken. Und Crisis Core spielen, und den Playthrough weiterschreiben und die Guides tippen und … was war nochmal Langeweile? :D

  3. Nebolak sagt:

    Hallo Frau Schäfer,

    ich würde Ihnen vorschlagen, dass Sie mal die Novelle On the Way to a Smile lesen. Zuerst einmal wurde dieses Buch von Kazushige Nojima geschrieben und gerade im Lifestream Black 3 erfahren Sie wer die 3 Arbiters sind und welche Rolle die im Remake spielen. Ich kenne die Podcasts von Maximillian und Co. aber durch die Erfahrungen mit KH, FF13 und Co wurde der Kern der FF7 Geschichte etwas übersehen.

    Anbei übermittle ich Ihnen einen Link, wo SIe sich die Geschichte des Lebensstrom durchlesen können:

    https://thelifestream.net/novels-novellas/on-the-way-to-a-smile-lifestream-black-and-lifestream-white/

    Zum Thema Zack + Stamp gibt es eine nette Aussage im Final Fantasy 7 Remake Ultimania Buch:

    —In the ending of the Remake, Zack is alive, which leads to a contrasting development to the original story. What is the meaning of that scene?

    Nomura: That’s the biggest highlight of the mysteries that have been been set up in this scene, isn’t it? (laughs)

    Nojima: And you can also clearly see the dog Stamp too…

    —Stamp looks different in this scene though.

    Nojima: Oh, does he know…? (laughs)

    Dann stellen Sie sich mal die folgende Frage:

    Does a dead dog know which breed he is?

    Ich habe in einen Forum mal eine Theorie erstellt, die sich auf die folgende Aussage von Kitase beruft:

    I’ve talked about this extensively with Nomura, but I’m sure fans of the original are expecting to revisit familiar locations and scenes, so we have strong feelings to not stray away from that. From here on out, we’re not drastically changing the story and making it into something completely different than the original. Even though it’s a Remake, please assume that FF7 will still be FF7 as usual.

    Hier finden Sie meine Theorie, die sich auf den Lebensstrom bezieht,und wer der eigentliche Feind des Planeten ist.

    https://forums.consolewars.de/threads/final-fantasy-vii-remake-spoiler-thread.70117/page-11

    Freundliche Grüsse
    Nebolak

  4. Mi sagt:

    Huhu und danke für Deinen oder Ihren(? Ich fühl mich so alt, wenn ich gesiezt werde ^^‘) Kommentar. Ich kenne „On a way to a smile“ und wer die 3 Whisper sind, hat die Ultimania ja auch bestätigt :)

    -> „Nojima: Oh, does he know…? (laughs)“
    Das war ist die erste Übersetzung von Audrey, oder? Sie hat sich später korrigiert, es heißt: „Does he now?“

    Sind die vielen verschiedenen Theorien nicht aufregend? Es ist wirklich großartig, wie Square es geschafft hat, alles wieder spannend zu machen – und uns alle ins Grübeln zu stürzen :)

    Viele Grüße!
    Mi

  5. Dieter sagt:

    Das kenn ich :) Wir sind ja fast im selben Alter :)

    Das habe ich mir gedacht, dass du (Wenn ich darf. Ich selbst bin 1975 geboren :)) die Novelle kennst, aber gerade im White kam eben die Aussage, dass unabhängige Einheiten (kann man so übersetzen) kompromittiert wurden.

    Wegen Stamp habe ich die Korrektur auch gelesen nur der Sinn bleibt derselbe. Wenn man der Theorie des Lebensstrom folgt, dann kann sich ein Mensch daran erinnern, wie er ausgesehen hat, aber kann das ein Tier? Ich denke das dies die Botschaft ist.

    Ich denke auch dass das beabsichtigt wurde, weil eben die Übersetzung direkt von Square-Enix durchgeführt wurde, aber das Buch wurde rein auf Japanisch produziert.

    Vor allen wenn man bedenkt, dass Kitase bestätigt hat, dass FF7 und FFX zusammenhängen. Wenn ich da an Sin und Yu-Yevon denke, finde ich vielen Ähnlichkeiten zu Jenova.

    Nicht ohne Grund ist Final Fantasy VII das populärste Rollenspiel, weil die Geschichte von Anfang an nie komplett erzählt wurde. Für das gabs im OG sowie DOC zu viele Hinweise und 2 Endings bei AC/ACC fand ich auch sehr seltsam (After Credit Szene).

    Meiner persönlichen Meinung nach war das der Plan seit Anfang an. Die haben solange gewartet, bis die Technik soweit war, dass man die Emotionen sowie die Ausdrücke der Gesichter erkennt und der Spieler alle Ereignisse mitfühlen kann.

    Beste Grüße

    Dieter

  6. Mi sagt:

    Ja, immer gerne Du! Online sowieso :)
    Ich glaube die Novella ist „The Maiden who travels the Planet“, oder? „On a way to a smile“ ist imho dieses Shortstory-Book, dass auch auf deutsch erschien? Ist so lange her, dass ich (beides) gelesen habe, sollte ich vielleicht nochmal :D
    Hast Du die Videos von Sleepezi gesehen? Ich finde er erklärt die Zusammenhänge wirklich gut (und hat einen Blick für Details, die ich niemals bemerken würde ^^‘). Er hat sich auch ausfühlich über die verschiedenen … bleiben wir beim Wort „Einheiten“ ausgelassen, die im Lebensstrom existieren. Das fand ich wirklich interessant.

    Was die Connection zu FFX angeht … ich weiß nicht mehr wo ichs gelesen habe, könnte auch die Ultimania gewesen sein? Irgendwo gab es jedenfalls Äußerungen von Square zu ShinRa und dazu, dass FFX auf einem anderen Planeten spielt, als FF7. Sogesehen könnte man natürlich davon ausgehen, dass Sephi und Jenova ihr Ziel erreicht und den weiteren Kosmos infiziert haben – oder es vorher von einem anderen Planeten bis hin zu Gaia geschafft haben. Wie auch immer. Im Grunde reicht hier ja schon der komsische Lebensstrom als Verbindung von allem mit allen. Und somit natürlich auch von jedem Universum mit jedem anderen.
    Mir persönlich liegt an der Verbindung der Spiele aber nicht so viel. Ich mag es, das eine Spiel als eine Einheit und das andere als etwas anderes zu betrachten. =)

    Was Stamp und seine Hunderasse angeht – er ist ja kein echter Hund, sondern nur ein Maskottchen? Daher halte ich persönlich das nicht für soo relevant, ob er weiß, ob er ein Beagle oder etwas anderes ist.
    Die veränderte Übersetzung finde ich hingegen wichtiger. Während ich die erste Aussage „Oh, does he know?“ für einen Spaß hielt, legt „Oh, does he NOW?“ den Fokus wieder auf die Zeit.

    Dass FF7 schon länger als 5-Teiler geplant war, habe ich auch gehört. Ich bin wirklich gespannt, wo die Reise hingeht. Auch wenn sie sagen, dass sie das Spiel nicht grundlegend ändern werden … Hach, Square ist gut darin, etwas zu sagen, was logisch klingt und es aber anders zu meinen. Warten wirs ab. Ich glaube auch aber nicht, dass sie es grundlegend ändern werden. Das Remake legt jedoch zumindest nahe, dass die Geschichte dann (anders?) fortführen werden könnte. Andernfalls wäre es wirklich „nur“ ein sich immer wiederholender Kreis (siehe Sleepezi), in dem der Planet Jenova und Sephiroth gefangen hält. Und so richtig prickelnd finde ich den Gedanken nicht. Das hat soetwas vergebliches. Egal was wir tun, wir können nichts ändern. Aber vielleicht ist das auch bloß die Frage des Standpunktes. Wenn wir verhindern, dass Jenova oder Sephiroth in den Cosmos eindringen können – selbst auf Kosten unseres eigenen Fortbestandes oder Fortschrittes – ist es dann vergeblich?

    Sehr philosophisch… ^^‘ Und eigentlich habe ich heute zu starke Kopfschmerzen für verknotete Theorien :D
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und danke Dir für Deine Gedanken! :)

    Liebe Grüße
    Mi

  7. Dieter sagt:

    Hello :)

    Ich bin es von der Arbeit gewohnt :) Als IT-Mensch hat mans nicht so mit dem Siezen :).

    Die Novelle Maiden who Travels the Planet wurde auf Deutsch übersetzt, während on the way to a Smile rein auf Englisch übersetzt wurde. Das Video mit Sleepezi habe ich gesehen und ich bin mit wirklich vielen Punkten seiner Meinung. Das war im Kapitel 3 wo manche die sogar als Agenten beschreiben. Wie auch du bin ich der Meinung, dass die 3 Arbiters die Zukunftsvisionen von Kadaj, Loz und Yazoo sind, die versuchen die originale Storyline beizubehalten. Und den Gedanken hatte ich auch, weil Stamp nur ein Maskottchen ist. Aber wenn man sich die Szene mit Zack ansieht und wenn’s auch nur ein minimaler Gedanke ist, dass die Illusion von Zack widerspiegelt, wäre Stamp eine Projektion von Zack. Soweit ich mich erinnern kann, hat Zack die Propaganda Plakate nie gesehen.

    Ich habe das im Video gesehen, als KItase bei der Final Fantasy 30th Anniversary Exhibition in Tokyo war und dort hat er bestätigt, dass es 2 verschiedene Planeten sind. Von daher würde das mit Jenova wirklich passen.

    Ich persönlich glaub nämlich, dass die einzige Bedrohung Jehova ist, Sephiroth eine reine Illusion von Jenova ist, die den Planeten unterjochen will und dass der Sephiroth aus Edge of Creation ebenfalls eine Illusion des Planeten selbst ist. Deswegen wollte er die Stärke von Cloud, damit die beiden zusammen Jenova besiegen können.

    Deswegen sagte der auch am Anfang des 18 Kapitel:

    Those who look with cloudes eyes see nothing but shadow und all born are bound to her und später noch our world will become a part of it .. one day. But I … will not end und Nor will I have you end.

    Das was mich einfach and der alternativen Zeitlinie sowie Multiversum stört ist einfach, dass dieses einfach nicht zu FFVII passt. Aber das schöne ist es dass es keiner weiß und es Spaß macht darüber nachzudenken was passieren wird.

    Da hat Square-Enix alles richtig gemacht :)

    Ich wünsche dir ebenfalls ein schönes Wochenende :)

    lg Dieter

  8. Dieter sagt:

    edit .) Da hast du recht. Panini hat on the way to a smile auf deutsch übersetzt. Das hab ich komplett übersehen. Während die Übersetzung von Maiden rein inoffiziell ist, was ich spannend finde da es zumindest eine spanische Version gibt.

    lg
    Dieter

  9. Mi sagt:

    Leider ist – wie bei allen Final Fantasy Büchern – die deutsche Übersetzung rein vom erzählerischen her wirklich nicht gut :( Das macht einfach keinen Spaß zu lesen, finde ich :/ Da sind mir die englischen Ausgaben doch lieber .. Ich wollte immer mal selbst Dinge übersetzen … aber wie das so ist. Man hat eh genug anderen Kram zu erledigen .. und aus dem japanischen bin ich mittlerweile so sehr raus, dass es ohnehin keinen Zweck hätte, damit anzufangen.. aber vllt aus dem Englischen ins Deutsche …?

    Ich hatte immer das Gefühl, dass Sephiroth sich mittlerweile von Jenova losgelöst hat, dass er derjenige ist, der sie bzw. die Zellen kontrolliert, oder er sich zumindest ihrer Kontrolle entzogen hat. Aber im Grunde hast Du Recht, Jenova ist eindeutig (wie Aerith auch sagte) der Ursprung von allem.

    Der Gedanke von alternativen Zeitlinien gefällt mir auch nicht, und wie gesagt, ich glaube ihn auch nicht. FFVII hat das einfach nicht nötig. Sie haben mit dem Lebensstrom und dem darin enthaltenen, Zeit und Raum übergreifenden Wissen alle Werkzeuge, die es braucht, ohne alternative Zeitlinien auszukommen. :)

    Ich hoffe so sehr, dass wir nicht 5 Jahre oder länger auf den nächsten Teil warten müssen :D

  10. Julia sagt:

    Ich finde die Analyse an sich sehr gut und schlüssig, jedoch ist die von dir Tifa-Theorie falsch, da dort einige Fakten nicht stimmen bzw. dir scheinbar die Beziehung zwischen Cloud und Tifa gar nicht so bekannt ist.

    – „In Advent Children sagt Sephiroth zu Cloud etwas wie: »Ich werde Dir Deinen wertvollsten Schatz/Dein Liebstes nehmen«.“
    -> Falsch. Hat Sephiroth nie gesagt. Die einzige Aussage, die Sephiroth in diese Richtung tätigt, ist im Kampf gegen Cloud: „Was ist für dich das Teuerste auf dieser Welt? Schenk mir die Genugtuung es dir zu entreißen.“ Woraufhin Cloud antwortet: „Ich bemitleide dich. Du hast überhaupt nichts verstanden. Es gibt nichts, was mir nicht teuer wäre.“

    – „Egal wie sehr Clerith geshipped wird – Clouds Liebstes ist Tifa.“
    Ist mit der obigen Aussage dementsprechend auch schon falsch.

    – „Sie war es in seiner Kindheit, in seiner Jugend und sie ist es noch immer, auch wenn der psychisch so kaputte Cloud es zu Beginn der Handlung nicht mehr weiß.“
    -> Tifa und Cloud waren in ihrer Kindheit eher mäßig befreundet (wenn man das überhaupt Freundschaft nennen mag). Ja, Cloud hatte in der Kindheit Gefühle für Tifa bzw. wollte von ihr anerkannt werden, da sie das beliebteste Mädchen im Dorf war, aber sie hat ihn ignoriert und aus dem Freundeskreis ausgeschlossen, weil Cloud immer schon etwas „anders“ und oft in Schlägereien verwickelt war. Erst als er ihr sagte, dass er zu SOLDAT/SOLDIER gehen und ein Held werden will, wurde sie auf ihn aufmerksam, entwickelte Gefühle für ihn und leierte ihm das Versprechen aus den Rippen.

    -„Wenn Sephiroth Clouds Geist endgültig und total brechen möchte, dann ist nicht Aeriths Tod der Schlüssel dazu, sondern Tifas.“
    ->Stimme teilweise, da Tifa die einzig LEBENDE Person ist, die Cloud mehr oder weniger aus Kindheitstagen „kennt“. Eine tiefe Verbindung zwischen den beiden gab es jedoch nicht. Es gibt satte zwei Ereignisse, aus der Kindheit, die die beiden verbindet: 1) als Cloud Tifa auf den Berg Nibel folgt und 2) als er ihr erzählt, dass er SOLDAT/SOLDIER werden will. Ansonsten hatten die beiden kaum etwas miteinander zu tun gehabt (siehe oben, wie Tifa mit Cloud umgegangen ist).
    Eine Verbindung zwischen den beiden entwickelt sich erst im Laufe der Reise, jedoch nicht auf Liebe bezogen.
    Sollte Aerith wirklich mit dem Lebensstrom im Remake bereits kommunizieren und agieren können, bleibt für das Problem mit Cloud´s Erinnerungen eine ganz einfache Antwort (zumindest wenn mal darüber nachdenkt): seine Mutter. Diese hat z. B. Cloud ja auch unter der Gardisten-Uniform in Nibelheim erkannt. Und da Sephiroth sie getötet hat, befindet sie sich mitsamt all ihrer Erinnerungen im Lebensstrom.

    -„Hier bin ich mir unsicher, wie Sephiroth Cloud dann dazu zu bringen könnte, ihm Meteor auszuhändigen, doch das ist vermutlich nur ein geringes Problem.“
    ->Ganz einfach: wie damals im Original. Cloud ist ja trotzdem noch ein Sephiroth-Klon/eine Sephiroth-Kopie (je nachdem, welcher Begriff einem lieber ist) und somit kann Sephiroth Cloud weiterhin steuern bzw. ihm seinen Willen aufdrücken.
    Um es nochmal verständlich zu machen für die, die es nicht wissen: Sephiroth-Klone bzw. Sephiroth-Kopien sind Menschen, die einer Mako- und Jenova-Behandlung unterzogen wurden. Also quasi jeder SOLDAT/SOLDIER und die Überlebenden des Nibelheim-Vorfalls.

    -„Cloud müsste in diesem Lose-Lose-Szenario also entscheiden: Tötet er eigenhändig Aerith und rettet damit den Planeten?“
    -> Im Original hatte er das Wissen zu dem Zeitpunkt nicht, dass sie maßgeblich zur Rettung des Planeten beitragen wird, zumindest nicht in dem Ausmaß, in dem sie es letztendlich tat. Das wusste zu dem Zeitpunkt niemand. Und ich glaube auch nicht, dass Cloud dieses Wissen im 2. Teil des Remakes haben wird, außer Aerith klärt ihn auf. Da stellt sich aber die Frage, wann sie es tun soll. Kurz davor? Die Komplexität dieses Thema würde keiner in so kurzer Zeit erfassen können. Und mal ehrlich: auch wenn die gesamte Menschheit auf dem Spiel steht: wer könnte eigenhändig die Person, die man am meisten liebt, töten?

    -„Oder rettet er seine Tifa? Er hat es ihr versprochen. Er wird ihr immer helfen, wenn sie in Schwierigkeiten steckt.“
    -> Du meinst das Versprechen, an das er sich erst nicht mehr erinnert bzw. das ihm auch ziemlich gleichgültig ist? Dann hätte er ihr schon ohne Probleme helfen müssen, als sie ihn um Hilfe wegen Reaktor 5 und AVALANCHE gebeten hat.

    -„[…]und auf der anderen Seite müsste er seinen besten Freund davon abhalten, seine große Liebe zu vernichten? Autsch.“
    -> Jap, richtig „Autsch“. Aber nur richtig „Autsch“, weil die Aussage, dass Tifa Cloud´s große Liebe ist, faktisch falsch ist.

    Übrigens noch eine kleine Anmerkung:
    -„[…] denn wenn FF7 das (für uns) schlechte Ende gewesen wäre, wieso sollte Sephiroth sich dann die Mühe machen, es zu ändern? Ein schlechtes Ende für uns sollte doch ein gutes für ihn bedeuten, oder nicht?“
    -> Unabhängig davon, ob das Ende an sich gut oder schlecht ist, ändert das nichts an der Tatsache, dass Sephiroth zweimal (im Original und in AC) besiegt wurde und er sein Ziel (angestrebte Göttlichkeit) nicht erreicht hat. Im Original wird er getötet und landet samt den Jenova-Zellen im Lebensstrom, was zu dem Geostigma in AC führte. Das Geostigma benötigte er für seine Rückkehr, wird aber am Ende wieder von Cloud besiegt und zusätzlich wird das Geostigma durch Aerith´ Regen geheilt. Ohne die Jenova-Zellen kann er aber nicht außerhalb des Lebensstromes agieren, da er diese zur Täuschung, Manipulation und zu seiner Rückkehr benötigt.
    Dementsprechend ist das Ende, egal wie man es dreht, für IHN nicht gut :)

    Verstehe mich bitte nicht falsch, ich mag deine Analyse wirklich, aber diese Tifa-Theorie passt leider gar nicht. Es würde passen, wenn SE die Charaktere und deren Beziehung untereinander sehr stark verändern würde, was ich aber sehr bezweifel.

    Liebe Grüße :)

  11. Mi sagt:

    *seufz*

    Erstmal Danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich bin gerade auf dem Sprung, daher kann ich jetzt binnen 5 Minuten gar nicht auf alles eingehen und – ganz ehrlich, ich habe auch nicht mehr die Muße, mich mit einem Clerith-Fan auseinanderzusetzen, weil es meiner laaaaangjährigen Erfahrung nach zu nichts führt ^^‘ Ich habe langsam(?) das Gefühl, es existieren (mindestens) zwei Persönlichkeitstypen, die Menschen jeweils komplett anders lesen. Und mir liegt es fern, jemanden unbedingt von meiner Sicht der Dinge überzeugen zu müssen. Für mich gab es nie einen Zweifel daran, dass Cloud Tifa liebt. Es steht recht klar im Text, wurde in den Ultimanias bestätigt und schwingt zwischen allen Zeilen. Und das Remake zeigt es imho deutlicher denn je. Wenn man das nicht sehen möchte, weil man ein anderes Pairing niedlicher findet, ist das völlig ok.

    Dass die Tifa-Theorie als solche nicht richtig ist, steht bereits im Text. Das weiß ich. Sie ist einfach ein sehr düsteres Szenario, das mir wegen seiner Dramatik gefallen hat, auch wenn es allein aus erzähltechnischen Gründen nicht dazu kommen wird.

    Was das angeht ->
    „Dementsprechend ist das Ende, egal wie man es dreht, für IHN nicht gut :)“
    Das glaube ich wie gesagt nicht. Selbst wenn er seine Göttlichkeit nicht in er Form erreicht hat, die ihm vielleicht vorschwebt, verbleibt er dennoch im Lebensstrom und kann mit ihm in den Kosmos reisen und sich so weiter in ihm ausbreiten und es wieder und wieder versuchen. Jenovas ursprüngliches Ziel und das Ziel, das Sephi in AC betitelt hat, ist es, mit dem Planeten als Schiff in den Kosmos einzugehen. Und das haben wir nicht verhindert. Wenn man Sleepezis folgt, und da er mir die schlüssige Erklärung auf mein Fragezeichen liefert, tue ich das, ist es allein der Planet, der ihn daran hindert. Die einzige Möglichkeit, das unmöglich zum machen, wäre, den Lebensstrom selbst zu reinigen.

    Wenn Du Interesse hast, kann ich Dir später mal einen Link raussuchen mit originalen japanischen Texten des Originals und ihrer Übersetzung heraussuchen. Die alte us-Lokalisierung war wirklich sehr schlecht, und die deutsche Übersetzung beruhte damals auf der amerikanischen. Sie hat ihr Übriges zu einigen Falschannahmen beigetragen. Z.B. ist Deine Aussage, dass Tifa Cloud ausgeschlossen hätte, nicht richtig. Das ist zB einer dieser Übersetzungsfehler …

    Aber ich muss jetzt los und wünsche Dir daher einfach nur einen schönen Tag :)
    Liebe Grüße

  12. Mi sagt:

    Soho, jetzt hatte ich endlich etwas mehr Zeit. ^^‘

    Hallo Julia,
    tut mir leid, wenn das heute Früh etwas unfreundlich klang, ich sollte nicht „mal eben“ und ohne Frühstück auf Kommentare antworten ^^‘ Ich hatte erst gestern Abend nach langer Zeit wieder ein Clerith/Cloti Erlebnis, und weil mich das noch beschäftigt hat, habe ich Deine Antwort vermutlich mehr darauf bezogen, als nötig. Das war nicht bös gemeint. :)

    Zu Deinen Aussagen:
    -> „Falsch. Hat Sephiroth nie gesagt. Die einzige Aussage, die Sephiroth in diese Richtung tätigt, ist im Kampf gegen Cloud: „Was ist für dich das Teuerste auf dieser Welt? Schenk mir die Genugtuung es dir zu entreißen.“ Woraufhin Cloud antwortet: „Ich bemitleide dich. Du hast überhaupt nichts verstanden. Es gibt nichts, was mir nicht teuer wäre.““
    Danke für den korrekten Wortlaut. Stammt das aus der deutschen Version? Ich glaube, die habe ich nie gesehen ^^‘ Ich habe mir seit dem Remake vorgenommen, den Film nochmal anzusehen, bisher ergab sich aber keine Gelegenheit. Im Text steht ja, dass mein Satz nicht der korrekte Wortlaut ist, aber ja, aber diese Aussage meinte ich. Clouds Antwort hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, sie ist ganz wunderbar – und negiert in keinster Weise, dass Tifa Clouds Liebste sein kann?
    Daher kann ich auch das Nächste

    -> „Ist mit der obigen Aussage dementsprechend auch schon falsch.“
    nicht als schlüssige Folgerung ansehen.

    Dass Tifa und Cloud als Kinder nicht so eng befreundet waren, ist richtig. Doch der Rest Deiner Aussage fußt auf einer falschen Übersetzung. Tifa hat Cloud nie ausgeschlossen. Cloud hat sich niemals getraut zu fragen, ob er mit in die Gruppe darf. Vor allem, weil er Tifas Freunde doof fand – aber später erkannt hat, dass er eigentlich der Dumme war. Er war einfach ein sehr schüchterner Kerl. Und klar, Tifa hätte auch auf ihn zugehen und ihn mit in die Gruppe integrieren können. Aber das ist die Sicht eines Erwachsenen, nicht die eines Kindes.
    Dass Cloud in Schlägereien verwickelt war, stimmt erst nach dem Unfall auf Mount Nibel. Das war im Grunde der Auslöser von allem. Die Erwachsenen gaben Cloud die Schuld an Tifas Unfall, obwohl er nichts dafür konnte. Daraufhin entwickelte er diese enormen Schuldgefühle, dieses Gefühl von Schwäche, das ihn letztendlich dazu brachte, zu SOLDAT zu gehen.
    Auch dass Tifa erst nach dem Unfall begann, über Cloud nachzudenken und im Prinzip erst nach Clouds Weggang begann, so etwas wie Gefühle für ihn zu entwickeln, ist richtig. Aber was ist schlimm daran?

    Deinen Gedanken bezüglich Clouds Mutter finde ich gut. Dennoch ist es glaube ich wichtig, dass es eine lebende Person ist, die Clouds Erinnerungen zusammensetzt, jemand, der ihn auch mit dem Leben verbindet. Außerdem weiß Claudia nichts von Zack bzw. diesen vermischten Erinnerungen, und kann daher auch nicht wie Tifa zwischen Zacks und Clouds Realität unterscheiden. Es ist Tifa, die gesehen hat, dass es nicht Cloud war, der als Soldat neben Sephiroth nach Nibelheim gekommen ist. Niemand sonst.

    ->“Ganz einfach: wie damals im Original. Cloud ist ja trotzdem noch ein Sephiroth-Klon/eine Sephiroth-Kopie (je nachdem, welcher Begriff einem lieber ist) und somit kann Sephiroth Cloud weiterhin steuern bzw. ihm seinen Willen aufdrücken.“
    Hier hast Du Recht. Er hat Sephiroth die Materia gegeben, bevor Aerith gestorben ist, oder? Oh man, das ist alles so lange her ^^‘ Ich hatte es umgekehrt im Kopf, und dachte, es wäre erst Aeriths Tod gewesen, der seinen Geist soweit geschwächt hat, dass er die Materia abgegeben hat, während er vorher noch stark genug war, sich dagegen zu wehren, Aerith eigenhändig zu töten. Aber dann wäre es ja im Prinzip gar kein Problem. :)

    -> „Im Original hatte er das Wissen zu dem Zeitpunkt nicht, dass sie maßgeblich zur Rettung des Planeten beitragen wird, zumindest nicht in dem Ausmaß, in dem sie es letztendlich tat. Das wusste zu dem Zeitpunkt niemand. Und ich glaube auch nicht, dass Cloud dieses Wissen im 2. Teil des Remakes haben wird, außer Aerith klärt ihn auf. Da stellt sich aber die Frage, wann sie es tun soll. Kurz davor? Die Komplexität dieses Thema würde keiner in so kurzer Zeit erfassen können. Und mal ehrlich: auch wenn die gesamte Menschheit auf dem Spiel steht: wer könnte eigenhändig die Person, die man am meisten liebt, töten?“
    Wen meinst Du jetzt? Sephiroth hatte das Wissen nicht, oder Cloud?
    Wie dem auch sei, es ist ein spannender Punkt. Es ist sowohl möglich, dass bereits im Original alle über das Wissen verfügt haben, über dass sie auch in Remake verfügen. Gleichzeitig ist es möglich, das nach Remake Pt I ohnehin alles Wissen in Aerith (und Cloud) verschwunden ist, was sie bis dato hatten. Aerith konnte am Ende des Remakes Tifas Frage nach dem „wie geht es weiter“ nicht beantworten. Es ist gut möglich, dass mit der Vernichtung der Whisper auch das Wissen um die Zukunft verschwunden ist. Als die Nornen den Strang des Schicksals zerstörten, änderte es nicht das Schicksal selbst, es löschte nur ihre Sicht darauf. Hier lässt sich definitiv keine Aussage treffen. Das werden wir abwarten müssen.
    Und wer die Person, die man am meisten liebt, töten könnte, wenn die gesamte Existenz auf dem Spiel steht? Z.B. Buffy? :D Es ist nun kein Motiv, das nicht bereits in diversen Heldengeschichten verarbeitet worden wäre.
    Und hier müsste ich jetzt eigentlich wieder darauf eingehen, wieso Aerith nicht der Mensch ist, den Cloud am meisten liebt. Aber ich habe einfach keine Lust mehr darauf. Darum überspringen wir das und gehen zum letzten Punkt:

    -> „Du meinst das Versprechen, an das er sich erst nicht mehr erinnert bzw. das ihm auch ziemlich gleichgültig ist? Dann hätte er ihr schon ohne Probleme helfen müssen, als sie ihn um Hilfe wegen Reaktor 5 und AVALANCHE gebeten hat.“
    Öhm. In Remake hat er sich (zumindest Stand jetzt) eigenständig daran erinnert und auch bei der Unterhaltung der beiden gezeigt, dass ihm das Versprechen alles andere als gleichgültig ist? Und er hat auch bei Reaktor 5 geholfen? Wo ist der Punkt? Oder meinst Du, weil er dafür Geld möchte? Etwas, das sich im Spielverlauf zum Running Gag entwickelt? Abgesehen davon, dass ich das für legitim halte, denke ich auch, dass Tifa ihn schon bei der ersten Bitte um Hilfe versprochen haben wird, ihn auch dafür zu entlohnen. ^^‘ Aber wie das gewesen sein wird (höhö), werden wir ja dann … im vermutlich nächsten Teil sehen :)
    Ganz angesehen davon, empfinde ich persönlich ein Versprechen, dass man im Alter von 8 Jahren (bzw, Cloud war 9, oder?) auch nicht wirklich als eins, an das man sein Leben lang gebunden ist. Ich hätte es an vermutlich total vergessen. ^^‘ Dass Cloud sich aber sehr gut daran erinnert (es ist ein zentraler Punkt für ihn während der Lebensstrom Szene), zeigt finde ich im Gegenteil eher, WIE wichtig es ihm ist. Dass er sich erst nicht daran erinnert – ich meine, als Tifa Cloud aufliest, was ist von „Cloud“ da übrig? Fast gar nichts … Aber sein Unterbewusstsein wusste all das trotzdem noch ganz genau…

    Nochmal – danke für Deine Gedanken :)
    Viele Grüße, Mi

  13. Julia sagt:

    Naja, zuallererst bin ich kein Clerith-Fanatiker, sondern ein tatsächlich normaler FF7-Fan mit sehr viel Hintergrundwissen und der alles eher objektiv statt subjektiv betrachtet (was man auch tun sollte). Und objektiv betrachtet ist das offizielle Paar in FF7 Cloud und Aerith, auch wenn SE sich bis dato (leider) nie dazu geäußert hat.

    Hier mal ein Link zu einer Essay (die zwar schon älter ist), aber 12 Kapitel lang genau dieses Thema behandelt: Tifa oder Aerith.
    Und da wird nicht nur auf das Original, sondern auch auf die Ultimania, AC und vieles weitere eingegangen. Dauert auch diese zu lesen, da sie sehr umfangreich ist.
    https://www.fanfiktion.de/s/4c9ba9e90001707c06a003ec/1/Aerith-oder-Tifa-

    Es wäre mir neu, wenn in der Ultimania je gestanden hätte, dass Cloud und Tifa sich lieben würden oder derartiges, tatsächlich ist es sogar so, dass die Ultimania AerithxCloud bestätigt. Es spricht auch überhaupt nichts für TifaxCloud. Gegenteilige Beweise nehme ich gerne entgegen, aber in der Essay wird eigentlich alles erklärt und auf alles eingegangen, was es bis dato gab, so das es eigentlich gar keine Argumente mehr für eine Liebe zwischen Tifa und Cloud gibt.

    Selbst das Remake zeigt, dass Cloud Aerith liebt.
    Nur ein paar Beispiele:
    – Als Aerith Cloud fragt, wem er die die Blume geschenkt hat, antwortet er: „Hab ich vergessen.“
    – Als Cloud eine Vision von Tifa in Nibelheim hatte und ihren Namen ausspricht, fragt Aerith, ob Tifa seine Freundin ist (im englischen wird das Wort „girlfriend“ benutzt, im japanischen mit „koibito“, was Geliebe(r) heißt, benutzt). Hier sagt Cloud sofort „Nein.“
    -> Würde er Tifa wirklich lieben, würde er sie a) nicht verheimlichen und b) Aerith in irgendeiner Weise klar machen, dass er Gefühle für Tifa hätte. Das sollte doch jedem auffallen.
    – Und dann natürlich noch die optionale Szene, in der Aerith zu Cloud sagt, dass er sich nicht in sie verlieben soll. Seine Reaktion: erschrockenes und unsicheres Wegsehen sowie die Aussage: „Hab ich auch was dazu zu sagen?“
    -> Wenn er Gefühle für Tifa hätte, warum sollte er so reagieren? Er hätte da ebenfalls sagen können, dass er jemand anderes liebt. Also warum reagiert er so? Weil es zu diesem Zeitpunkt schon zu spät ist und er schon längst Gefühle für Aerith entwickelt hat. Und wieso sollte Aerith überhaupt sowas sagen, wenn Cloud Tifa so offensichtlich lieben würde?
    Und das sind jetzt nur drei Punkte im Remake, die auf CloudxAerith schließen. Gibt noch einige andere. Bei Tifa gibt es keine solche Szenen, die darauf schließen lassen. Außer vielleicht die optionale Szene mit Tifa statt mit Aerith, was aber daran genau Liebe sein soll, kann ich nicht erkennen. Die Umarmung? Also mal ehrlich, welcher Freund würde seine Freundin (auf Freundschaft bezogen) nicht in dieser Situation umarmen? Viel mehr noch: Cloud zögert sogar noch ehe er sie umarmt, während er in der Szene mit Aerith sofort versucht ihre Hand zu greifen als sie diese aus seinem Gesicht nimmt.

    Ich habe ja nichts dagegen, wenn man Tifa persönlich lieber mag als Aerith, aber man kann doch das so Offensichtliche nicht ignorieren, den logischen Menschenverstand ausschalten oder Dinge falsch interpretieren und sich am Ende alles so hinbiegen, damit es in die eigene Meinung passt. Mit wie vielen Zaunpfählen soll SE denn noch winken? Das ist alles so (ja, ich übertreibe jetzt mal), wenn jemand darauf pocht, dass der Himmel gelb ist, weil das die Lieblingsfarbe ist, obwohl der Himmel blau ist.
    Ich mag weder extreme Cloti´s noch extreme Clerith´s, müsste ich mich aber für eine Seite entscheiden, dann eher für Clerith´s, da für Cloti nichts spricht. Aber wie gesagt, lies am besten mal die Essay, da wird alles, wirklich ALLES, aufgeführt. Und jeder, der danach noch behauptet, dass Cloud Tifa liebt, sollte mal in sich gehen und darüber nachdenken, ob man wirklich weiß, was Liebe ist und wie sich diese äußert.
    Der Witz ist auch einfach (und das ist auch kein persönlicher Angriff gegen dich), dass man beleghafte Argumente für Clerith bringt, aber von Cloti´s kommen nie beleghafte Argumente. Merke ich in solchen Diskussionen immer wieder. Und selbst wenn da was kommt, sind diese Argumente so schwach, dass man die recht einfach widerlegen kann. Argumente gegen Clerith gibt es so ziemlich keine. Es ist halt ein Unterschied, ob man sagt, dass man der Meinung ist, dass Cloud und Tifa besser zusammen passen oder ob man bewusst sagt, dass Cloud Tifa liebt. Das eine ist halt eine Meinung, die ich völlig akzeptiere, das andere ist aber eine haltlose Behauptung, die mit Fakten widerlegt werden kann, und nicht der Wahrheit entspricht. Aber dazu sind viele Clotis leider nicht in Lage, dass zu erkennen, da alles sofort „Schei*e“ ist, was nicht ins eigene Weltbild passt.

    – „Jenovas ursprüngliches Ziel und das Ziel, das Sephi in AC betitelt hat, ist es, mit dem Planeten als Schiff in den Kosmos einzugehen.“
    Jaein, dazu muss man erstmal die Ziele der beiden kennen bzw. genauer darauf eingehen, da die Ziele zwar ähnlich, aber nicht gleich sind. Jenova ist eine Art Virus, der es nur darum geht, ihren Virus zu verteilen, damit sie sich reproduzieren und sich daran bereichern kann. Dafür muss sie auf zwangsläufig auf verschiedene Planeten reisen, da die Verbreitung des Virus normalerweise die Zerstörung eines Planeten mit sich bringt (Gaia bildet hier die Ausnahme).
    Sephiroth hingegen will weiterhin ein Gott werden und will dafür Planeten (wie Jenova) bereisen und diese zerstören, damit er die Lebensströme und deren Wissen in sich aufnehmen kann. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.

    -[…] ist es allein der Planet, der ihn daran hindert. Die einzige Möglichkeit, das unmöglich zum machen, wäre, den Lebensstrom selbst zu reinigen.“
    Es ist nicht der Planet, der ihn daran hindert, sondern Aerith. In AC und in der Novelle „Maiden who Travels the Planet“ wird auch dargestellt, dass sie nach ihrem Tod die Kontrolle über den Planeten übernimmt. Eigentlich ein Grund mehr für den Remake-Sephiroth Aerith nicht zu töten, wenn er wirklich die Zukunft kennt, aber das ist ja wieder ein anderes Thema.
    Auf jeden Fall denke ich, dass durch den Regen von Aerith der Lebensstrom ebenfalls gereinigt wurde. Dies ist aber nur eine Theorie, offiziell gibt es dazu leider nichts, zumindest fällt mir spontan nichts ein, wo das Thema nach AC nochmal eine Rolle spielt bzw. angesprochen wird.

    Ja, die Übersetzung damals war nicht so der Burner, gerne kannst du mir auch den Link schicken.
    -„Z.B. ist Deine Aussage, dass Tifa Cloud ausgeschlossen hätte, nicht richtig. Das ist zB einer dieser Übersetzungsfehler …“
    Ich will nicht ausschließen, dass dies ein Übersetzungsfehler war, aber selbst Tifa sagt im Original (ob das auch ein Übersetzungsfehler ist, weiß ich nicht), dass die beiden sich kaum kannten, nicht mal im Zimmer des jeweils anderen waren, obwohl sie Nachbarn waren. Ich meine sogar, dass es offiziell ist, dass Cloud und Tifa nie wirklich Freunde in ihren Kindheitstagen waren, müsste aber nachschauen, wo es stand. Kann sein, dass es in einer Ultimania mal in Cloud´s Profil stand.

    In dem Sinne: einen schönen Abend/eine gute Nacht und liebe Grüße :)

  14. Julia sagt:

    Mensch, jetzt habe ich gerade meinen Kommentar abgegeben und lese deinen neuen Kommentar… ich hasse Internet xD

    -„[…]Das war nicht bös gemeint. :)“
    Alles gut, habe nichts böse aufgefasst :) Meins ist übrigens auch nicht böse gemeint, ich habe nur die doofe Angewohnheit so zu schreiben wie ich gerade denke und das kommt manchmal böse rüber, obwohl es nicht böse gemeint ist. Also wenn irgendwas blöd von mir rüberkommen sollte, dann bitte nicht falsch auffassen.

    -„Stammt das aus der deutschen Version?“
    Ja, stammt aus der deutschen Version. In der englischen sagt Sephiroth ähnliches, habe aber da gerade nicht den genauen Wortlaut.

    -„[…]sie ist ganz wunderbar – und negiert in keinster Weise, dass Tifa Clouds Liebste sein kann?“
    Wie man es betrachtet. Ich betrachte gerne Dinge im Ganzen, da sich dadurch erst ein Bild ergibt. Und Cloud´s Aussage ist halt recht allgemein gehalten. Er schließt damit ja auch Marlene, Denzel, Barrett, Nanaki etc. ein. Auch wenn die Aussage nicht unbedingt negiert, dass Tifa seine Liebste ist… dafür sprechen tut sie halt auch nicht. Ist halt eine recht neutrale Aussage.
    Ich glaube, ich weiß auch, woher das Zitat mit Liebste kommt: aus den Reunion Files. Da wurde Tifa im englischen als „Sweetheart“ bezeichnet, woraufhin viele es so interpretiert haben, dass Nomura sagte, dass Tifa Cloud´s Liebste ist, obwohl er es nie so gesagt hat.

    -“ Tifa hat Cloud nie ausgeschlossen.“
    Stimmt, danke. Hatte da vorhin nochmal nachgeschaut.

    -„Aber was ist schlimm daran?“
    Schlimm ist daran erstmal nichts, aber Gefühle für jemanden zu entwickeln, nur weil er ein Held werden will ist, hat mMn einen ziemlich bitteren Beigeschmack. Man wird quasi für das geliebt, was man werden will, nicht für das, was man ist.

    -„Es ist Tifa, die gesehen hat, dass es nicht Cloud war, der als Soldat neben Sephiroth nach Nibelheim gekommen ist. Niemand sonst.“
    Nicht ganz. Genau genommen haben beide (Cloud´s Mutter und Tifa) gesehen, dass Cloud nicht als Soldat kam. Er hatte seine Gardisten-Uniform an und er hat sogar noch versucht, sich unter seinem Helm zu verstecken. Seine Mutter hat ihn dennoch erkannt, Tifa hingegen nicht (sagt sie auch selbst als sie im Lebensstrom mit Cloud war, dass sie ihn nicht gesehen hat). Also kurz: Cloud´s Mutter hat gesehen, dass Cloud nicht als Soldat kam, weil sie ihn unter der Gardisten-Uniform erkannt hat. Tifa hat ebenfalls gesehen, dass Cloud nicht als Soldat kam, weil sie ihn unter der Gardisten-Uniform nicht erkannt hat. Die gleiche Situation, nur zwei unterschiedliche Blickwinkel. Ich hoffe, ich erkläre es so verständlich xD
    Daher denke ich, dass den Part eben auch (zumindest teilweise) seine Mutter übernehmen könnte. Aber stimme da zu, dass wahrscheinlich eher ein lebender Charakter dazu benötigt wird.

    -„Wen meinst Du jetzt? Sephiroth hatte das Wissen nicht, oder Cloud?“
    Ich meinte damit Cloud. Also Cloud wusste zu diesem Zeitpunkt (damals) nicht, dass Aerith so maßgeblich zu Rettung des Planeten beitragen wird (also den Lebensstrom zur Unterstützung von Heilig rufen).

    -„Und wer die Person, die man am meisten liebt, töten könnte, wenn die gesamte Existenz auf dem Spiel steht? Z.B. Buffy? :D“
    Buffy habe ich nie geschaut xD mein Wissen über Buffy beschränkt sich darauf, dass sie eine Dämonenjägerin ist xD
    Aber wieso Cloud Aerith liebt, ist ja bereits in der verlinkten Essay beschrieben :D

    -„In Remake hat er sich (zumindest Stand jetzt) eigenständig daran erinnert […]“
    Aber auch erst in Kapitel 4, wenn er mit Biggs, Wedge und Jessie unterwegs ist und auch erst, als er in den Himmel schaut, der ihn an diesen Abend erinnert (daher finde ich, dass das Versprechen nicht so wichtig für ihn ist, wenn er sich erst dort daran erinnert). Vorher wurde das Versprechen nicht thematisiert, erst später haben sie kurz mal darüber gesprochen bzw. wurde beiläufig erwähnt (da kann ich mich aber auch irren, ggf. wurde es schon vor Kapitel 4 mal kurz angesprochen). Alle Szenen kenne ich leider nicht auswendig *g*

    -„Und er hat auch bei Reaktor 5 geholfen? Wo ist der Punkt? “
    Der Punkt ist, dass er nicht freiwillig geholfen hat, wenn ihm das Versprechen so wichtig wäre: Im Original wollte er nicht mit. Erst als Tifa bettelte, ihn an das Versprechen erinnerte und er das Geld (Marlene´s Geld für die Ausbildung *g*) bekam, ging er mit.
    Ja, er hat im Remake zwar auch geholfen, aber nur, weil die Moiren eingegriffen und Jessie verletzt haben. Ansonsten wäre er dort auch nicht mitgekommen (und hatte es auch nicht vor). Und auch im Remake will er dafür Geld. Wenn ihm das Versprechen wirklich so wichtig wäre und er ihr wirklich helfen wollen würde, würde er halt nicht noch Geld dafür haben wollen oder zumindest nicht so viel, nachdem er mitbekommen hat, wie es finanziell um Avalanche steht. Ebenfalls wäre das Alter, in dem das Versprechen getätigt wurde, auch total irrelevant, wenn es, wie gesagt, ihm so wichtig wäre. Ich hoffe du verstehst, was ich meine.
    Was ich sagen will: Das Versprechen ist für Cloud als Ereignis wichtig, vor allem wenn er in den Lebensstrom fällt und seine Erinnerungen zusammengeflickt werden müssen.
    Aber das Versprechen ist für Cloud als Person eher irrelevant, da er trotz Versprechen nur aushilft, weil etwas für ihn (also das Geld) rausspringt.
    Aber wie du sagst, wie das erste Treffen von Cloud und Tifa vor Reaktor 1 war, werden wir vielleicht erst später erfahren.

    Jetzt aber wirklich gute Nacht :)

  15. Mi sagt:

    Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie unfassbar überdrüssig ich dieser Diskussion bin. Ich finde auch nicht, dass es noch irgendetwas mit dem Thema des Beitrages zu tun hat. Und ich bin es so leid, dass die gesamte wunderbare und komplexe FF7 Story immer auf dieses eine leidige Thema reduziert wird.
    Ich kann nur hoffen, dass das Remake klarer in seiner Sprache sein wird – und es deutet imho einiges darauf hin. Allerdings könnte sich das im nächsten Teil durch die Zerstörung der Moiren und einem eventuellen damit einhergehenden Wissensverlust wieder ändern … aber wir werden sehen. Ich habe definitiv Hoffnung :D
    Ich versuche jetzt ein einziges Mal, was dazu zu sagen. Und dann ist es mir egal.

    ->“ Und objektiv betrachtet ist das offizielle Paar in FF7 Cloud und Aerith, auch wenn SE sich bis dato (leider) nie dazu geäußert hat“

    Ganz objektiv und offiziell, obwohl nie geäußert? Wie soll es denn offiziell sein, wenn es nie verkündet wurde?
    Und abgesehen davon wurde in diversen Ultimanias bestätigt, dass CloTi Canon ist. „Im Lebensstrom bestätigten beide einander ihre gegenseitigen Gefühle.“ Nicht Clouds Gefühl von damals, sondern die, die bis heute vorgehalten haben. Gleichzeitig wurde die Szene unter der Highwind in den Canon eingereiht, in der die beiden die Nacht miteinander verbringen.
    Und auch wenn es nicht als Canon gilt: In „The Maiden who travels the Planet“ sieht auch Aerith die Gefühle der beiden füreinander.
    Es gibt so viele offizielle Bestätigungen dafür, dass ich nicht fassen kann, wie man noch behaupten kann, Square habe sich dazu nie geäußert? Ja, es gibt auch die schwammigen Aussagen von Nomura, der sich nie über sowas Gedanken gemacht hat, und dem es egal ist, wer wen liebt, und der es schön findet, dass Dinge frei Interpretierbar sind. Aber daneben gibt eben auch die anderen, allen voran von Nojima, der sich für Square-Verhältnisse recht lang und breit über die Probleme in Beziehungen und über Clouds Depression und deren Auswirkungen auf eine Beziehung ausgelassen hat.

    Den von Dir verlinken Essay kenne ich – zum Teil jedenfalls, ich erinnere mich, das Lesen damals abgebrochen zu haben, da ich den gesamten Ton sehr aggressiv fand und der Text voll negativer Konnotation steckt, die im Spiel nicht zu finden ist, sondern von der Autorin impliziert wird. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Der Text liefert auch keinerlei „Beweise“, sondern lediglich Interpretationen, die z.T sogar durch Falschaussagen belegt werden sollen. Das ist das Gegenteil von objektiv oder sachlich.
    Besser und mit nachprüfbaren offiziellen Aussagen und Quellen belegt, macht es die uralte FF VII Story Interpretation von Glenn Morrow. https://www.ign.com/faqs/2014/final-fantasy-vii-plot-analysis-faq
    Während ich bei dem Essay an ganz vielen Stellen immer nur „ja, aber…!“ sagen will, weil er sich auf wahre Dinge stürzt, die aber dann falsch interpretiert oder Aspekte außer Acht lässt, hat Glenn in seinem Text alle Punkte aus beiden Perspektiven beleuchtet, alle Argumente abgewogen und die gegensätzliche Verträglichkeit geprüft. Er unterstellt auch keinem Charakter irgendwelche Bösartigkeit oder niederträchtigen Charakterzüge, wie es der Essay tut.

    Deine Remake Beispiele:

    ->“Als Aerith Cloud fragt, wem er die die Blume geschenkt hat, antwortet er: „Hab ich vergessen.““

    Jo. Und wir haben dabei im Kopf, dass Cloud im Prinzip erst 16 ist? Dass er mit 16 in einen Behälter gestopft wurde und seitdem keine Chance hatte, sich weiterzuentwickeln? Mir wäre es auch unangenehm, jemandem, den ich vllt eine Stunde lang kenne, davon zu erzählen, dass ich das Geschenk, was man mir gemacht hat (würde ich den Ton des Essay imitieren, würde ich hier sagen, die Blume, die man mir AUFGEZWUNGEN hat), weiterverschenkt habe. An jemanden, der meinem Unterbewusstsein am Herzen liegt, von dem ich aber denke, das meine Gefühle nicht erwidert werden und an den ich mich eigentlich kaum erinnern kann, weil … warum zum Henker erzähle ich das nochmal jemand Fremden? Abgesehen davon ist Cloud generell verschlossen und wenig gesprächig. Aerith ist im Remake zwar nicht so übergriffig wie im Original, aber sie ist noch immer ziemlich direkt. Etwas, was Cloud absolut nicht ist und womit er auch schlecht umgehen kann.

    ->“Als Cloud eine Vision von Tifa in Nibelheim hatte und ihren Namen ausspricht, fragt Aerith, ob Tifa seine Freundin ist (im englischen wird das Wort „girlfriend“ benutzt, im japanischen mit „koibito“, was Geliebe(r) heißt, benutzt). Hier sagt Cloud sofort „Nein.“
    -> Würde er Tifa wirklich lieben, würde er sie a) nicht verheimlichen und b) Aerith in irgendeiner Weise klar machen, dass er Gefühle für Tifa hätte. Das sollte doch jedem auffallen.“

    Hast Du nur gelesen, oder auch gehört? Wie sagt Cloud denn „NEIN!“? :D Ich find Stelle ist so lustig! Er reagiert tatsächlich wie ein ertappter Teenager. Er ist total entrüstet, die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen. Auf Aeriths Nachfrage sagt er dann noch „Nein, so ist das nicht. Es ist … ich weiß nicht, wie ich es erklären soll …“ mit etwas hilfloserer, schwächerer Stimme. Was bitte ist es denn, was er nicht erklären kann? „Ach, wir sind zusammen aufgewachsen.“ „Ach, sie ist meine aktuelle Auftraggeberin.“ Ja, das ist wirklich beides schwer in Worte zu fassen.
    Wie reagieren denn verliebte Jungs, wenn Fremde oder Eltern oder so sie auf etwas ansprechen, was sie selbst nicht recht wissen oder nicht erklären wollen. Es ist ihnen peinlich. Abgesehen davon: wir haben aus der aktuellen Ultimania gelernt, dass Cloud Aerith gegenüber möglichst cool tut (ob aus Unsicherheit oder wegen seiner Zack-Imitation sei dahingestellt). Wie passt das damit zusammen, plötzlich über seine geheimsten Gefühle zu spreche, über die er noch nie mit jemandem gesprochen hat? Abgesehen davon müssen wir uns erinnern, dass er zu diesem Zeitpunkt eben auch nicht alles über sich selbst weiß.

    – Und dann natürlich noch die optionale Szene, in der Aerith zu Cloud sagt, dass er sich nicht in sie verlieben soll. Seine Reaktion: erschrockenes und unsicheres Wegsehen sowie die Aussage: „Hab ich auch was dazu zu sagen?“
    -> Wenn er Gefühle für Tifa hätte, warum sollte er so reagieren? Er hätte da ebenfalls sagen können, dass er jemand anderes liebt. Also warum reagiert er so? Weil es zu diesem Zeitpunkt schon zu spät ist und er schon längst Gefühle für Aerith entwickelt hat. Und wieso sollte Aerith überhaupt sowas sagen, wenn Cloud Tifa so offensichtlich lieben würde?
    Und das sind jetzt nur drei Punkte im Remake, die auf CloudxAerith schließen. Gibt noch einige andere. Bei Tifa gibt es keine solche Szenen, die darauf schließen lassen. Außer vielleicht die optionale Szene mit Tifa statt mit Aerith, was aber daran genau Liebe sein soll, kann ich nicht erkennen. Die Umarmung? Also mal ehrlich, welcher Freund würde seine Freundin (auf Freundschaft bezogen) nicht in dieser Situation umarmen? Viel mehr noch: Cloud zögert sogar noch ehe er sie umarmt, während er in der Szene mit Aerith sofort versucht ihre Hand zu greifen als sie diese aus seinem Gesicht nimmt.“

    Achso, er hat binnen eines Tages tiefe Gefühle entwickelt, während er nicht mal weiß, wer er selbst ist? Ich glaube ja, das sowas länger dauert und man dafür zumindest ein Bild von sich selbst haben muss, aber gut.
    1. Spricht Aerith hier nicht von „jetzt“ sondern von dem, was noch kommt. Sie sagt auch ganz deutlich „Weil Deine Gefühle Einbildung wären“. Sie WEIß, dass Cloud nicht er selbst ist. Der Satz legt nahe, dass sie von Zacks Persönlichkeit in ihm weiß, auch wenn das nicht eindeutig ist. Doch wenn wir „The Maiden who Travels the Planet“ folgen, dann weiß sie zumindest von Cloud und Tifas Gefühlen füreinander. Auch spricht Aerith im Konjunktiv. „Was immer geschieht: Verlieb Dich nicht in mich, denn all Deine Gefühle wären Einbildung.“ Also WENN Du Dich verlieben SOLLTEST, dann wären diese Gefühle nicht echt. Da steht nicht, dass Cloud es tun wird. Ich glaube ja, dass Square hier vor allem zu den Spielern spricht und gleich klarmachen will, dass dies nicht der Way to go, oder die Art der Interpretation ist, aber das ist nun wirklich nur meine Interpretation.
    2. Erschrocken sehe ich Cloud in der Szene nicht. Wegsehen ja, unsicher, möglich, unangenehm berührt wäre jetzt meine Interpretation, einfach weil der Kerl eben nicht gern über Gefühle redet. Auch lässt sich „Hab ich auch was dazu zu sagen“ nicht nur in die Richtung „Also wenns nach mir geht, ist es längst zu spät“ interpretieren. Es kann genauso bedeuten „Mach mal halblang“ – was nach einem Tag mit jemandem, den ich gerade kennengelernt habe, wohl meine Reaktion wäre. Der Versuch der Berührung spricht für eine zugewandtere, positivere Interpretation, doch auch hier nochmal: Cloud verhält sich Aerith gegenüber betont cool, sagt die Ultimania. Ich interpretiere das als das „Zack-Verhalten“.
    3. Die Tifa Szene. Ja, Cloud zögert, ehe er Tifa umarmt. Die Ultimania erklärt, dass Cloud nicht weiß, was er tun soll. Und dass er sich das Verhalten von Barret abgeschaut hat, der Tifa zuvor umarmt hatte. Die Szene zeigt auch, dass Cloud nicht weiß, wie eine Umarmung geht, immerhin drückt er Tifa zu fest. Denn nochmal: Cloud ist zu diesem Zeitpunkt kein normal entwickelter Mensch. Er weiß nicht, wie man mit zwischenmenschlichen Dingen umgeht. Man sieht es im Remake so häufig, wenn Tifa zornig oder traurig oder hilflos ist. Er sagt immer bloß „Tifa …“ und schaut wie ein Lämmchen. Pure Hilflosigkeit.
    Und insbesondere:

    -„>Cloud zögert sogar noch ehe er sie umarmt, während er in der Szene mit Aerith sofort versucht ihre Hand zu greifen“

    Müssen wir jetzt zählen, wie oft er einfach so Tifas Hand nimmt, oder Tifa anfasst? Sogar während der Szene in der Kanalisation, als Aerith stürzt und Tifa sie auffängt – Cloud, der gleich daneben steht, greift nicht nach der stürzenden Aerith, nein, er berührt Tifas Oberarm und Schulter? Wtf?

    Wir könnten an dieser Stelle auch Barrets Szene hinzunehmen. Die Stelle, als Barret sagt, dass einer der Avalanche Jungs versucht hat, bei Tifa zu landen? Wie Clouds Kopf herumfährt und erst dann erleichtert und schmunzelnd wieder wegblickt, nachdem Barret sagt, dass er abgeblitzt ist?
    Wie unwirsch Cloud reagiert, als Aerith auf dem Wallmarkt feststellt, dass Johnny in Tifa verknallt ist? Clouds Blick, als Tifa Leslies Hand nimmt? Und generell sein Verhalten, wenn die Leute aus Sektor 7 etwas flirty mit Tifa umgehen?

    Deinen nächsten Absatz könnte man jetzt gespiegelt genauso zurückgeben. Ich würde mich allerdings niemals so ausdrücken. Ich finde das nämlich ziemlich unverschämt. Wer nicht Deiner Meinung ist, der hat ein kaputtes Weltbild und weiß nicht, was Liebe ist? Hossa. Dazu fällt mir nicht mehr viel ein.

    Und das mit den belegbaren Beweisen – ähm. Ich habe jetzt noch nicht EINEN belegbaren Beweis von Dir gelesen oder gesehen? Es sind alles reine Interpretationen. Der Essay, auf den Du Dich berufst, ist voll von falschen Behauptungen ohne Quellen. Wie gesagt, die belegbaren Quellen mit offener Perspektive in beide Richtungen gibt es auf lifestream.net.
    Es ist genau das, was ich auch schon sagte:
    Es scheint zwei Typen von Menschen zu geben, die ihre Umwelt komplett anders wahrnehmen. Du sagst, den CloTis gehe der gesunde Menschenverstand ab und sie wissen nicht, was Liebe ist. Sowas würde ich niemals jemandem unterstellen, aber ich habe auch schon gemutmaßt, den Hardcore-Clerith-Leuten mangle es irgendwo an Empathie bzw. der Fähigkeit, sich richtig in andere Menschen hineinzudenken. Oder schlicht dem Willen, offiziell getätigte Aussagen zu lesen und als solche zu akzeptieren.
    Ich für meinen Teil bin es müde, darüber zu diskutieren. Square bestätigt seit Jahren, dass CloTi Canon ist. Aber es genügt nicht. Es genügt nicht, dass Square bestätigt, dass die Highwind Szene, wo beide Ihre Gefühle füreinander eingestehen Canon ist. Es genügt nicht, dass beide in AC wie ein Ehepaar mit zwei Kindern zusammenleben, es genügt nicht, dass Tifa Clouds Ring wie einen Ehering trägt. Aber die getrennten Betten …! Dass dies in vielen Kulturen, ua. in der japanischen, üblich ist – egal.
    Ein Punkt ist, dass viele der Argumente darauf basieren, anderen erstmal Schlechtes zu unterstellen. Das mag ich nicht. „Tifa mag Cloud nur, weil er ein Held werden will“ – Wie kann man auf soetwas kommen?! Das ist so widersinnig und widerspricht Tifas sonstigem Charakter in allem?! Ja, Tifa hat erst dann angefangen, über Cloud nachzudenken. Aber doch nicht WEIL er ein Held werden will. Er ist ihr vorher halt nie besonders aufgefallen, weil er sich immer zurück gehalten hat und nie richtig präsent war. Aber der Moment, als er der Einzige war, der ihr auf Mt. Nibel beigestanden hat, während ihre angeblichen Freunde gegangen sind, der wir sein Übriges dazu beigetragen haben. Es gibt immer einen Auslöser dafür, dass man jemanden anders oder plötzlich bewusster wahrnimmt. Aber hier zu unterstellen, es wäre NUR weil Cloud sagt, er will ein Held werden?! Das finde ich sehr kurzsichtig und einseitig …

    Ich glaube, ein weiteres großes Problem ist, dass viele Cloud einfach nicht verstehen. Aerith hat den wahren Cloud außerhalb des Lebensstroms nie kennengelernt. Und das weiß sie. Sie spricht es schon im Original in der Gondel offen an. Sie möchte den wahren Cloud kennenlernen. Dass Cloud anfangs unfreundlich ist und sich an vieles nicht erinnert, ist auch erklärt. Hojo hat ihn wie Abfall dort ablegt, wo Tifa ihn gefunden hat. Cloud hatte zu diesem Zeitpunkt im Prinzip keinerlei Persönlichkeit. Er erinnert sich nicht daran, wer er selbst ist. Er baut sich nach und nach eine neue zusammen, die aus den Dingen besteht, an die er sich erinnert, Dingen, die Tifa ihm erzählt und daraus, was er über Zack weiß. Doch der wahre Cloud, den wir nur aus den weißen Szenen aus seinem Unterbewusstsein kennen, der zu dieser Zeit ganz tief in ihm versiegelt ist und in Gänze erst nach der Sache im Lifestream wieder an die Oberfläche tritt, der ist anfangs für ihn kaum erreichbar und auch nicht verständlich. Doch dieser Cloud hat Gefühle für Tifa. Dies wird in den Ultimanias bestätigt. Im Lebensstrom offenbaren beide einander ihre gegenseitigen Gefühle. Als Cloud erfährt, dass Tifa in den Zeitungen nach ihm Ausschau gehalten hat, sagt er: „ Erzähl es ihm (dem wahren, wachen Cloud) später, das wird ihn sehr glücklich machen.“

    -> „Auf jeden Fall denke ich, dass durch den Regen von Aerith der Lebensstrom ebenfalls gereinigt wurde. Dies ist aber nur eine Theorie, offiziell gibt es dazu leider nichts, zumindest fällt mir spontan nichts ein, wo das Thema nach AC nochmal eine Rolle spielt bzw. angesprochen wird.“

    DoC. Wir wissen, dass nur die, die akut mit Geostigma infiziert waren, geheilt wurden. Jenova und Sephiroth sind noch immer dort. Ansonsten wäre ja sonst an dieser Stelle alles happy geendet.

    ->“ Ich meine sogar, dass es offiziell ist, dass Cloud und Tifa nie wirklich Freunde in ihren Kindheitstagen waren, müsste aber nachschauen, wo es stand“

    Dass sie nie „so close“ waren ist klar. Aber Freunde waren sie dennoch. Die Ultimanias sprechen immer von „Kinderheitsfreunden“. Übrigens ein sehr beliebter Erzähltyp in Japan „Von Kinderheitsfreunden zu Geliebten“ …
    Gespannt bin ich, was das Remake daraus macht. Die kurzen Flashbacks, die Cloud von Tifa hat, wirken so, als würde sie ihn sehr wohl in die Gruppe einladen. Aber das können auch falsche Erinnerungen sein. Ich bin gespannt.

    ->“ Wie man es betrachtet. Ich betrachte gerne Dinge im Ganzen, da sich dadurch erst ein Bild ergibt. Und Cloud´s Aussage ist halt recht allgemein gehalten. Er schließt damit ja auch Marlene, Denzel, Barrett, Nanaki etc. ein. Auch wenn die Aussage nicht unbedingt negiert, dass Tifa seine Liebste ist… dafür sprechen tut sie halt auch nicht. Ist halt eine recht neutrale Aussage.“

    Du betrachtest gern das Ganze? Wieso siehst Du dann nur alles Pro Aerith, aber lässt die Tifa Aspekte völlig ausser Acht?
    Ja, die Antwort ist allgemein gehalten. Aber sie schließt nicht aus, dass es auch einen besonders wichtigen Menschen in seinem Leben gibt. Klar, würde man Sephi nun nicht erzählen …

    ->“Schlimm ist daran erstmal nichts, aber Gefühle für jemanden zu entwickeln, nur weil er ein Held werden will ist, hat mMn einen ziemlich bitteren Beigeschmack. Man wird quasi für das geliebt, was man werden will, nicht für das, was man ist.“

    S.o. Reine Interpretation.

    -> Also kurz: Cloud´s Mutter hat gesehen, dass Cloud nicht als Soldat kam, weil sie ihn unter der Gardisten-Uniform erkannt hat“

    Ja, aber Clouds Mutter weiß nicht, dass Cloud sich später für den schwarzhaarigen Soldaten hält, und eben nicht für den Gardisten, das meine ich. Die Differenz in der Erinnerung, die kennt Claudia nicht.

    Zum letzten Punkt mit dem Versprechen … hier müsste ich mir die OG Szene nochmal ansehen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Tifa darum „betteln musste“ dass Cloud ihr bzw. Avalanche hilft. Sie wollte, dass er mit ihr kommt und nicht dort liegen bleibt, daran erinnere ich mich. Wer würde denn einen Freund oder Bekannten in der Gosse liegen lassen?

    Ich sagte ja schon, ich bin des ganzen einfach überdrüssig. Ich könnte jetzt diverse Szenen heraussuchen und benennen, aber es wäre ja dennoch egal. Wenn es Dich interessiert schau Dir den Link oben an. Da sind immer Scans der jeweiligen Ultimania dabei bzw alle Seiten und Quellen angegeben, die Zitatete abgedruckt und jeder Wortlaut wird in verschiedenen Übersetzungesmöglichkeiten genau analysiert.

    Ich kann durchaus verstehen, dass es Clerith Fans gibt. Und das ist ja auch schön und gut und tut mir und auch sonst keinem weh. Ich habe auch nichts gegen ZackxCloud oder YuffiexCloud oder AerithxTifa. Das stört mich überhaupt nicht. Was ich nicht verstehe, ist das offensichtliche Ignorieren von Tatsachen, das Beleuchten einer Situation nur aus einer einzigen Perspektive, während alles andere ausgeblendet wird. Im Prinzip das, was Du den CLoTis vorwirfst.
    Ich würde aber niemals sagen „Cloud empfindet nichts für Aerith“. Er mag sie ganz bestimmt. Sicherlich auch sehr. Liebe – puh, sehe ich wie gesagt nicht, da die beiden sich nie wirklich begegnet sind, aber ja: zumindest unter dem Aspekt des Zack in Cloud. Logisch!

    Und ich weiß auch, dass bei der Planung der Story Tifa als Charakter erst nicht vorgesehen war, dass Aerith und Cloud als Liebespaar vorgesehen waren. Aber je nach Stand der Planung waren auch schon SephirothxAerith ein Paar, dann waren beide Geschwister. So ist das eben. Eine Geschichte in Planung muss nicht identisch mit dem Ergebnis sein. Es ist durchaus üblich im Entwicklungsprozess einer Geschichte, eines Films oder eben auch eines Spiels, dass sich Dinge ändern. Eine Story wächst oder verändert sich. Neues wird hinzugefügt und Altes eventuell ersetzt. Daher schwingt vielleicht auch immer noch ein Hauch des Ursprünglichen mit in einem Gesamtbild, auch wenn es insgesamt ein anderes Motiv zeigt.

    Was soll ich noch sagen, außer, dass ich mal wieder das Gefühl habe, jede Menge Zeit verschwendet zu haben, die ich mit Sinnvollerem hätte verbringen können.
    Manche Dinge sind einfach nicht kompatibel. Ich kann damit leben. Dich wird vermutlich niemand überzeugen, selbst, wenn das Remake irgendwann eine CloTi Hochzeit zeigen würde. Mich wirst Du jedenfalls so, wie Du Dich und Dein Thema hier präsentiert hast, auch nicht überzeugen. Bei mir darf jeder seine eigene Sichtweise haben, egal, ob ich sie nachvollziehen kann, oder nicht, ohne, dass ich ihm dafür seine Fähigkeit zu lieben aberkennen würde …
    Sei´s drum.

    Ich wünsche Dir dennoch viel Spaß mit allen weiteren FF7 Dingen und hoffe, dass die Geschichte Dir erzählen kann, was Du in ihr siehst.

    Viele Grüße, Mi

  16. […] you prefer the German version of this text: go here. I am still in the process of finding and eliminating possible errors in the language. Please be […]

  17. […] (auf meinem Blog) habe ich mittlerweile auch meinen Artikel zu meinen Gedanken bezüglich des Endes von FF7R online gestellt. Ich freue mich, wenn Ihr mal reinschaut und mir EURE Gedanken dazu mitteilt […]

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