Sex and the City – Der Film [2008]

Sex and the City - Der Film PlakatNachdem ich mir in den vergangenen Wochen die Abende meist mit der Serie vertrieben habe, war meine Vorfreude auf den Film groß. Aber leider nicht gerechtfertigt…

Die Serie hatte ihr Happy End, einen würdigen Abschluss für jede der vier Frauen: Miranda beginnt das Familienleben mit Steve und Brady wirklich zu genießen, wird weicher, lässt mehr Emotionalität zu. Sam ist tatsächlich glücklich in ihrer monogamen Beziehung zu Smith. Charlotte und Harry bekommen die Nachricht, dass sie ein chinesisches Baby adoptieren dürfen und sind von da an frei vom Zwang, selbst schwanger zu werden. Und Carrie und Big haben zu guter Letzt doch noch einmal zusammen gefunden. *schnüff* Das war ein schönes Ende, das eigentlich keinerlei Nachschlag verlangte.
Aber nun gut, der Nachschlag kam und… war einfach nur langweilig.
Der Film spielt vier Jahre nach der Serie. Ist im ersten Moment noch alles wie gehabt, werden dann jedoch die „Alles wandte sich zum Guten“ Situationen noch einmal aufgemischt und durcheinander gewürfelt, leider ohne den geringsten Einfallsreichtum, die Charaktere fallen schlicht zurück in alte, längst abgelegte Verhaltensmuster: In Mirandas Beziehung taucht ein Problem auf und sie verschließt sich. Samantha langweilt die Monogamie, sie sieht sich und ihre Bedürfnisse in der Beziehung zu Smith untergehen. Carrie und Big beschließen zu heiraten jedoch bekommt Big kalte Füße… Alles schon mehrfach dagewesen, nicht nur in anderen Filmen, nein, sogar in de Serie selbst.
Lediglich für Charlotte bietet der Film ein Sahnehäubchen und es gibt einen kleinen Moment mit Stanford, auf den ich in der Serie eigentlich gewartet hatte…
Ansonsten bringt lediglich Carries persönliche Assistentin Louise etwas frischen Wind in das Ganze.
Der größte Verlierer des Films ist in meinen Augen Big. Ich persönlich gehöre mehr zur „Carrie & Aiden“ Fraktion, konnte Big nie etwas abgewinnen wegen seiner Arroganz und Distanz, mochte jedoch das Spitzbübische an ihm. Genau das hat er leider verloren, der coole, sexy Big präsentiert sich hier als Beinahe-Weichei, vom alten „Big“ ist abgesehen von seinen kalten Füßen kaum mehr etwas übrig. Sehr schade!

Mein Fazit:
Nettes Filmchen, aber nichtmal für Serienfans ein Muss. Ein lauwarmer Aufguss des Altbekannten ohne den üblichen Witz und Charme, dadurch leider völlig belanglos und überflüssig. 2/5 Mogrys.

5 Responses to Sex and the City – Der Film [2008]

  1. Benny sagt:

    Ich bin gerade etwas erschrocken, das du überhaupt die serie dir angeguckt hast oO

    Sowie ich das von „entfernten freunden“ gehört habe, muss man schon selbst zu solch einem mädel gehören, damit der film und serie entsprechend anreitz bietet, sozusagen als lebens-lektüre … zwar arm aber nunja … ^^

  2. Mi sagt:

    xD
    anfangs mochte ich die Serie nicht, aber als sich in der zweiten Staffel dann langsam die Entwicklung abzeichnete, hats mich auch erwischt ;)
    Aber was heißt „zu solchen Mädels gehören“? Die vier sind soo unterschiedliche Typen und wenn man sich das überzeichnete wegdenkt, eigentlich ganz normal. Die eine extrem offen, eine andere extrem verhalten, eine ser emotional, die letzte kühl. Der Schatz meinte, es sei ein bisschen wie Scrubs für Mädchen ;) Aber statt JDs Gedanken hast Du Carries Schreibe und es dreht sich halt meistens einfach nur um Liebe… Der Sex steht nach der ersten Staffel gar nicht mehr so im Vordergrund und die Klamotten gehören halt irgendwie dazu… ^^
    Es ist alles gar nicht so wild[also, die Serie]. Ein langer Liebesroman, quasi :p

  3. Benny sagt:

    ah, eierstockvibration … xD

    naja, meine „info“ stammt halt auch nur über drei ecken, daher darf man sie nicht so ernst nehmen … ich, kann mir für meinen teil nicht vorstellen, sowas anzugucken … ich weiß nicht warum, aber warscheinlich der ruf der ersten staffel hat es mir dann verbockt.

    kann aber auch sein das ich ziemlich festgefahren bin, auf house … und alles andere muss daran kommen – und das schaffen nunmal die wenigsten – nach meiner meinung ^^

  4. Mi sagt:

    Na mit House isses nichtmal ansatzweise zu vergleichen :D
    [Wobei der stark nachgelassen hat, kann das sein? Aber ich habs auch lang nicht mehr „wirklich“ gesehen, zuletzt als sein neues Team fertig war]

  5. Benny sagt:

    dann hast du einiges verpasst ^^
    der anfang von staffel 4 war dürftig, die zusammenstellung war teilweise langweilig. aber danach gehts gut ab. und staffel 5 rockt wieder ^^

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