Getestet: Das CEWE Fotobuch

Im Rahmen einer Trnd-Aktion durfte ich das Fotobuch von CEWE ausprobieren und bin positiv überrascht worden!
Wenn ich bisher fertige CEWE Bücher von Bekannten ansah, so konnten sie mich qualitativ nie gleichermaßen überzeugen, wie die meines favorisierten Anbieters albelli. Auch an die Qualität von Photobox– und Snapfish-Produkten reichte keins der gesehen Bücher je heran, vorallem die Bildqualität war meist nicht mehr als Mittelmaß. Allerdings wusste ich natürlich nie, ob es an der gewählten Buch-Art des Herstellenden, der Qualität der ursprünglichen Fotos oder tatsächlich an CEWE lag. Nun konnte ich mir selbst ein Bild machen.

Leider lag die Testphase mitten in unserem Umzug, weshalb ich mir zugegeben nicht so große Mühe bei der Erstellung gegeben habe, wie ich es sonst zu tun pflege. Da ich einen Testgutschein über ein spezielles Format hatte, welches von unseren fortlaufenden Bildbänden abweicht, wollte ich ein Buch „außer der Reihe“ gestalten. Eigentlich hätte sich da mein „Scrap-Buch“ angeboten, aber Scraps habe ich auch seit Monaten keine mehr fertig bekommen, und meine bisherige Sammlung hätte nichtmal ein halbes Buch gefüllt… Also habe ich mich entschieden unsere schönsten Großaufnahmen von Simon zu thematisieren, was natürlich viel weniger Aufwand bedeutete, als einzelne individuelle Seiten zu kreieren.
Trotzdem habe ich mir die Gestaltungsmöglichkeiten der Software genauer angesehen.

Die Software:

Zur Erstellung des Buches genutzt habe ich die normale, nicht die Pro-Software. An dieser Stelle kann ich erwähnen, dass, wenn jemand wie ich CEWE bisher wegen des Software-Wirr-Warrs nicht ausprobiert hat, es nun getrost nocheinmal versuchen kann.

Als ich mich das erste Mal an CEWE wagen wollte, habe ich unverrichteter Dinge und etwas wütend davon abgelassen, da ich von verschiedenen Anbietern [saturn, schlecker, dm] jeweils nur eigene Softwareversionen herunterladen konnte, die keine Einheit und auch keine Unterschiede erkennen ließen. Bei schlecker landete ich gar ohne Vorwarnung in der Pro-Software, die das gewünschte Buch gleich um einiges teurer werden ließ! Kurzum, CEWE erschien mir undurchschaubar und wirkte auch etwas unseriös.

Heute ist das anders. Zwar werden die direkten Unterschiede zwischen der normalen und der Pro-Version noch immer nirgendwo genau erläutert, doch läuft man nicht mehr Gefahr, versehentlich in der Profi-Ausgabe zu landen, wo man nach wie vor fürs Buch draufzahlt.
Leider fehlt der normalen Software einiges an Einstellungsmöglichkeiten [ich vermisse vorallem die Bildtransparenz!], so dass mir diese eigentlich nicht ausreicht und ich – da ich auf die teurere Software gern verzichte – nach wie vor gezwungen wäre, mein Buch im Photoshop vorzugestalten.

Das Handling:

Die Handhabung der Software war für mich absolut intuitiv. Allerdings habe ich ja auch schon etwas Übung. ;)
Die Installation verlief völlig unspekatakulär, genau so, wie mans erwartet.
Nach dem Start der Software entscheidet man sich zu allererst für ein Produkt. Große oder kleines Fotobuch? Panorama? Fotopapier?
Anschließend wählt man seine Fotos aus, die man hoffentlich vorher schon sortiert, richtig gedreht und in einen fürs Buch gedachten Ordner abgelegt hat, ansonsten sucht man sich in den kleinen Vorschauen natürlich etwas dusselig.

Bildauswahl

Nun kann man entweder auf einen Assistenten zurückgreifen und nach Vorauswahl eines „Stils“ [sprich Hintergrunds] das Programm die zuvor ausgewählten Bilder selbst verteilen lassen. Nett und abwechslungsreich sind die dadurch erzeugten Seiten, doch fehlt es dem Assistenten an Intelligenz. So ist in einem Bildausschnitt mal hier kein Gesicht zu erkennen, oder ein Gruppenfoto wird zu einem Miniaturbildchen auf dem ohne Lupe nichts zu erkennen ist, während die Nahaufnahme daneben jedes Fältchen aufdeckt.
Das Ergebnis hat mich nicht recht überzeugt, kann aber zumindest als allererster Rohentwurf oder als Grundlage, auf der sich aufbauen lässt, durchgehen… Insgesamt würde ich den Assistenten jedoch daher nicht empfehlen.

Assistent: Pro und Contra

Die eigentliche Benutzeroberfläche ist übersichtlich gestaltet. Hinter drei Reitern verbergen sich die verschiedenen Bearbeitungspunkte.

Foto – zur Auswahl und Bearbeitung der Bilder
Design – zur Auswahl von Hintergründen und ClipArts
Layout – zur Wahl eines der vorgefertigten zahllosen Seitenlayouts

Fotos, Hintergründe, Cliparts und Layouts

Der Großteil des Monitors nimmt die Seitenvorschau ein, darunter gibt es noch eine Seitenübersicht, mit der es sich leicht durchs gesamte Buch scrollen lässt.

Die ausgewählten Bilder lassen sich leicht via Drag & Drop in die vom Layout vorgegebenen Felder ziehen. Die nachträgliche, komplett freie Positionierung der Bilder erfordert ein bisschen Feingefühl, doch im Prinzpip ist alles kein Problem. Mit einem Doppelklick auf ein Bild landet man in der Bildbearbeitung, wo man z.B. rote Augen entfernen, den Bildauszug ändern oder an der Farbgebung spielen kann.
Leider erfordert der Bildzuschnitt einen für mein Empfinden sehr lästigen Doppelschritt, der mich während der Bucherstellung sehr genervt hat. Wenn man sich für einen freien Zuschnitt entscheidet muss man nach Setzen der Markierung und dem optisch bereits geändertem Bild nicht nur bestätigen [macht die im Bild sichtbare Änderung fürs das Fotobuch ungültig] sondern erst in einem seitlichen Menü „Zuschneiden“ wählen, ehe man mit der Bestätigung tatsächlich etwas ändert. Mich hat das etwas… nun, sagen wir „angestrengt“ :mrgreen:
*schatzwürdewasvonzeterndermierzählen*

Bildbearbeitung Sepia

Die Grundeinstellung der Software sieht eine „automatische Nachbearbeitung“ eines Bildes durch das Labor bei Fertigung vor. Was für den Otto-Noraml-Anwender durchaus praktisch ist, kann für den Profi, der ein Bild vielleicht absichtlich unscharft oder unterbelichtet eingefügt hat, etwas ärgerlich werden, da diese Einstellung nicht sofort ins Auge springt.

Die mitgelieferten Hintergründe und Cliparts sind allesamt nett, aber keinesfalls qualitativ hochwertig. Allerdings gibt es die Möglichkeit den Softwareinhalt online zu ergänzen, was ich mir jedoch nicht nicht angesehen habe. Wer jedoch seine Hintergründe nicht selbst getalten möchte oder wem Ideen zur Gesamtgestaltung fehlen, für den wird sich sicher trotzdem etwas dabei sein.

Benutzeroberfläche

Alles in allem lässt sich die Software gut bedienen und ist verständlich. Wie bereits erwähnt fehlen mir einige Dinge zum Glücklichsein, wie die Bildtransparenz oder auch ein Lasso/Zauberstab-Ausschnitt. Für unser Großaufnahmenbuch war dies aber alles nicht erforderlich.

Positiv hervorheben möchte ich, dass mir die Software zu keiner Zeit eingefroren oder abgestürzt ist, was für mich ein Novum während jelicher Form der Bildbearbeitung darstellt. *jippieh*

Übertragung, Bestellung und Lieferung:

Die Übertragung der Bilder verlief flott und fehlerfrei. Keine Probleme.
Ich habe via Amazon bestellt, bekam gleich am nächsten Tag eine Versandbestätigung und hielt das fertige Fotobuch bereits einen weiteren Tag später in Händen. Superschnell, was das CEWE-Buch also auch zu einem passenden Last-Minute-Geschenk machen kann! So schnell kam noch kein Fotobuch bei uns an!
Aaaalllerdings… steckte das Buch in seinem Pappschächtelchen bei strömendem Regen in unserem Briefkasten und ragte halb heraus. Da das Fotobuch noch in Folie eingeschweißt war, wurde es zwar geschützt, so dass es nicht beschädigt wurde, aber bei einer Versandgebühr von 4 bis 5 € erwarte ich eigentlich eine Übergabe an der Haustür, um derartiges zu verhindern…

Wer will kann sich sein Buch übrigens auch einfach an einen nahgelegenen CEWE-Partner liefern lassen und es z.B. in seinem Lieblings-dm-Markt oder so abholen.

Das Ergebnis:

unser CEWE Fotobuch

unser CEWE Fotobuchvon innen

Ich bin zufrieden. Der Zuschnitt des Buches ist gut, es gibt keine weißen Ränder oder schiefe Bilder. Die Bildqualität hat mich überrascht, ich kannte die CEWE Bücher bisher etwas grobpixelig, was ich in unserem Exemplar nicht zu beanstanden habe. Alles in allem ein rundum gelungenes Buch, leider mit einer etwas angedötschten Ecke des Hardcovers [vermutlich vom „in den Briefkasten stopfen“ -.-], was der Sache aber keinen Abbruch tut.
Das einzige was mir GAR nicht gefällt, ist das auf den Buchrücken aufgedruckte CEWE-Logo. Bei uns – auf weiß – zwar kaum zu erkennen, aber für mich dennoch störend und wie ich finde auch überflüssig. Kann sowas nicht einfach mit auf die letzte leere Seite im Buch, zusammen mit den anderen Aufdrucken und Kenzeichnungen? Ich habe noch bei keinem anderen Fotoprodukt, sei es Fotobuch oder Kalender, egal von welchem Hersteller von aussen erkennbare Werbung gesehen. Und so sollte es auch sein. Geht – für mich – gar nicht!

Die Trnd-Aktion:

Natürlich habe ich mich sehr gefreut dabei sein zu dürfen. Der für die Erstellung gewählte Zeitrahmen war mit einem Monat eigentlich ausreichend groß gewählt, dass es bei uns nun ausgerechnet in den Umzug mit seinen Vor- und Nachbereitungen fiel, nun, da kann Trnds nichts für.
Die Betreuung durch das Trnd und CEWE-Team war wie gewohnt freundlich.
Negativ aufgestoßen – abgsehen von der üblichen inhaltsleeren und unkonstuktiven Lobhuddelei vieler Teilnehmer – ist mir diesmal jedoch der Fotobuch-Wettbewerb, den ich nicht unkommentiert lassen möchte.

Es wurde dazu aufgerufen, die im Projekt erstellten Bücher in einen Wettstreit zu schicken, bei dem online und öffentlich über alle Bücher abgestimmt werden sollte.
Dass hierbei eventuell die Rechte Dritter verletzt werden wurde ebensowenig erwähnt, wie die Tatsache, dass man bei Teilnahme die Rechte an seinen Bildern abgibt. Zwar gab es nach Bekanntwerden dieser Bedingungen die Möglichkeit, bereits getätigte Zusagen wieder zurückzuziehen, doch bleibt der Art und Weise dieser Werbung ein schaler Beigeschmack. Ich erwarte von einem Testpartner – gerade von trnds – dass sie eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Testern wahrnehmen und nicht nur an das Glück ihrer Kunden, sondern sondern auch an ihre Tester denken. Im Rahmen eines Wettbewerbs auf damit einhergehende Rechte/Pflichte/Rechteübertragungen etc hinzuweisen gehört für mich dazu, und ich bin in diesem Punkt etwas enttäuscht von den Initiatoren.

Zusammenfassend:

Pro:
– Kreativer Assistent
– viele vorgestaltete Hintergründe & Cliparts
– stabile Software
– Gute Bildoptimierung
– zügige Bearbeitung [Amazon Service]
– überzeugendes Endergebnis

Contra:
– unintelligenter Assistent
– Versand [ragte bei Regen aus dem Briefkasten.. bei fast 5 Euro Portokosten erwarte ich, dass ein so witterungsunbeständiges Produkt an der Tür übergeben wird…]
– fehlende Einstellungsmöglichkeiten bei der Software
– überflüssige Bearbeitungsschritte
– außen aufgedruckte Werbung

Würde ich CEWE wieder benutzen? – Ich weiß es nicht.
Da ich mit den albelli-Büchern sehr zufrieden bin und dort regelmäßige Aktionen stattfinden, in denen ich ein Buch zum halben Preis oder zwei zum Preis von einem bekommen kann, werde ich albelli vermutlich treu bleiben. Auch stört mich die aufgedruckte Werbung bei den CEWE Büchern massiv.
Die CEWE-Software bietet einige nette Gimmiks, wie z.B. die Cliparts, die ich bei anderen Anbietern nicht habe, allerdings habe ich sie während meines Ausprobierens zwar als nette Dreingabe empfunden, vorher jedoch nie vermisst. Ich glaube, dass wirklich geübte Nutzer höhere Anforderungen an eine Software stellen, als sie die normale CEWE Software bieten kann.

Mein bisher eher negativ geprägtes Bild von CEWE-Fotobüchern hat der Selbsttest nun allerdings zerstreut und ich stehe ihnen positiver gegenüber. Ich würde die Bücher auch jedem Einsteiger in Sachen Fotobuchgestaltung uneingeschränkt weiterempfehlen, meine persönliche Nummer eins wird jedoch albelli bleiben.

Auch testen?

Wenn jemand jetzt Lust bekommen hat, CEWE selbst auszuprobieren, so darf ich verkünden noch einige Gutscheine hier liegen zu haben, die auf neue Besitzer warten.
Einschränkend muss ich erwähnen, dass sie nur für Neukunden gültig sind und nicht zur Erstellung eines Fotohefts verwendet werden dürfen. Die Gutscheine haben entweder einen Wert über 10€ und sind bis zum 30.04.2011 gültig, oder haben einen Wert von 5 € und gelten dafür bis zum 30.06.2011. Wer einen möchte.. entweder einen Kommentar hinterlassen oder eine Email schreiben. Wer zuerst kommt… ihr wisst schon… ^^

2 Responses to Getestet: Das CEWE Fotobuch

  1. rollo sagt:

    DU SCHREIBST ZUVIEL Xd

  2. Christiane Scheich sagt:

    @rollo: Dafür hat man aber danach das Gefühl informiert worden zu sein.

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