Traum

Dienstag, 10. November 2009

„Wo sind wir?“
„Das ist mein altes Kinderzimmer.“, höre ich meine eigene Stimme krächzen.
„Surreal.“, sagt Martin.
Ich nicke und weiß gleichzeitig, dass er es nicht sehen kann. Denn Martin starrt wie ich mit weit aufgerissenen Augen aus dem Fenster. Um das zu wissen brauche ich mich ihm nicht zuzuwenden. Vermutlich weiß auch er um mein stummes Nicken.

Die Bezeichnung „Surreal“ trifft diesen Moment zu einhundertzehn Prozent.

Martin, mein Kollege aus dem Krankenhaus, und ich sitzen in unserer Arbeitskleidung, den blauen Arztklamotten, Schulter an Schuler auf meinem alten Bett, in meinem alten Kinderzimmer. An der Wand klebt übertrieben bunte Tapete, bedeckt mit den Postern meines Teenie-Schwarms. Ein Kleiderschrank übersäht mit bunten Aufklebern steht in einer Ecke, Stofftiere, getragene Kleidung und zerlesene BRAVO-Zeitschriften liegen auf dem Teppich verstreut. Ich weiß all das, ohne es angesehen zu haben. Dies ist mein Kinderzimmer, so wie es vor etwa 25 Jahren ausgesehen hat. Und hier sitze ich mit Martin und starre unentwegt aus dem Fenster.

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Schlaflos

Mittwoch, 02. Juli 2008

Ich will kann nicht einschlafen.
Es ist so warm, außerdem windstill. Und mein Kopf fährt gedanklich Karussell, wenn ich die Augen schließe. Ich mag das grade gar nicht. Kurz vorm Wegdösen hatte ich eben das Bild vor Augen, dass ich Simon mit zum Einkaufen nehme und ihn im Maxi-Cosi in den Einkaufswagen setze. Als ich den Wagen neben dem Auto kurz loslasse, um den Kofferraum zu öffnen, rollt mir der Einkaufswagen auf eine Haupstraße…

Ich mag nicht mehr, ich will Ruhe in meinem Kopf… Nicht solche Bilder, nicht vom Knopf, nicht vom Schatz und bitte auch nicht mehr von meiner Omi. Ich möchte doch einfach nur schlafen…
Ich trau mich kaum, morgen den Wagen abzuholen.
Und der Donnerstag droht wie ein unüberwindbares Bergmassiv.

Die letzten Tage

Dienstag, 01. Juli 2008

* Donnerstag ist die Beerdigung. Ich soll etwas nennen, was der Prediger dann über sie sagen kann. Nö. Das ist privat, gehört mir allein.
Ob ich denn nichts zu sagen hätte? Muss man das? Muss jemand Fremdes etwas Privates über sie sagen können? Nein. Muss ich mir auch noch absichtlich bei der Beerdigung, die ohnehin nicht leicht wird, schmerzliche Erinnerungen hervorrufen lassen. Nein. Muss ich ganz bestimmt nicht. Mir egal, wenn man mich mal wieder für ignorant hält. Ich sage gar nichts. ich weiß was ich fühle. Und alle anderen, die sie kennen kannten, die mich kennen, sollten das auch so wissen, Herr Papa…

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Unverändert…

Freitag, 18. Januar 2008

… bin ich noch immer sehr schwanger.
Und wirklich gut fühle ich mich auch nicht. Mein Magen spinnt rum, und meine Schlafenszeiten beschränken sich auf 3 Stunden in der Frühe [ca. 5-8h früh, super, oder? ^^] und dann nochmal über mittag 2,3 Stunden. Das ganze natürlich in unerholsam auf der Couch, ins Bett brauche ich gar nicht zu gehen. Versüßt wird einem der Schlaf durch Albträume von toten Babys und/oder dem Schatz mit anderen Frauen, die mich heute weinend aus dem Schlaf gerissen haben. Beruhigt habe ich mich erst, nachdem ich so lange auf den Bauch geklopft habe, bis der Knopf zurückgetrampelt hat, und ich somit wusste, dass er noch da und okay ist…

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Albträume

Dienstag, 03. Juli 2007

Seit drei oder vier Nächten habe ich nun schon Albträume und der Schatz kann so gut wie gar nicht schlafen, zumindest nicht vor 6 Uhr morgens. Langsam nervt diese Zeitverschiebung ein bisschen, weil man sich dadurch doch irgendwie nur noch selten wach trifft. Was ist denn los? *zum Mond schiel* :shock: Okay, Samstag war Vollmond seh ich gerade. Hachja. Aber dann sollte es nun doch eigentlich vorbei sein. Ich mag mal wieder vernünftig durchschlafen und nicht jeden Morgen zwischen 4 und 6 wachwerden und mich schlecht fühlen. Heute Nacht wars besonders schlimm.

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Sterne

Sonntag, 06. Februar 2005

sterne funkeln in der dunkelheit
die umarmung des sanften kühlen windes
erinnert mich an deine arme und deinen atmen
in meinem nacken
komm, lass uns gemeinsam gehen
gemeinsam durch die nacht
hier gibt es nur uns
und die sterne

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Hast Du den Mond gesehen

Freitag, 21. Januar 2005

Hast Du den Mond gesehen, heut Nacht?
Der Wind drückt gegen die Fenster, die Bäume beugen sich ihm. Wolken peitschen über den dunklen Himmel, fliegen vorbei an ihm, dem Mond, der mir ihre Schatten aufs Gesicht wirft. Groß und hell und leuchtend und klar. Nicht voll, nur beinahe. Magisch, seine Anziehungskraft. Ewig könnte ich da stehen und ihn betrachten.

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ein dunkler raum

Dienstag, 27. Juli 2004

ein dunkler raum
keine fenster
keine türen
kein licht
niemals

einsam und verlassen
still
doch voller hoffnung wartend
der leere raum

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