Kapitel II
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Jin war ratlos, als er flankiert von Nina und Yoshimitsu vor dem weitläufigen Käfig mit den vor Spannung flirrenden Gitterstäben stand. Er hatte keine Ahnung warum Nina ihn hierher geführt hatte, noch wusste er, was das für ein Wesen war, das dort gespenstisch schimmernd aber doch ähnlich einer toten junge Frau am Boden lag, bewacht von diesem unheimlichen wolfsartigen Geist, dessen Anblick ihn erschauern ließ.
Eine ganze Weile standen die drei Besucher einfach da und sprachen kein Wort.
Dann war ein tiefes, unheimliches Schnuppern zu hören, der Wolf nahm Witterung auf. Gelbe, bösartige Augen richteten ihren bohrenden Blick in einer fließenden Bewegung direkt auf Jin. Und in Sekundenbruchteilen erkannte er den Teil des Wolfes, der auch ihm innewohnte: Devil.
Sie erkannten einander und im selben Augenblick erhob der Wolf sich schwerfällig und tappte langsam und gierig auf ihn zu. Speichel troff von seinen Lefzen, und Jin glaubte bereits den unangenehm warmen Atem des Geistertieres spüren zu können, war sich aber gleichzeitig nicht mehr sicher, ob es tatsächlich er selbst war, der dies wahrnahm oder ob Devil bereits seine Sinne übernahm.
Er vermied es Nina oder Yoshimitsu anzusehen, wollte in keinem der beiden Gesichter erkennen müssen, dass das Böse in ihm erwachte.