Tekken – Das Böse in Dir / Pt.7

Montag, 15. August 2011

Was zuvor geschah…

Jin erwachte mit dem Geschmack von Blut auf den Lippen und mit Schmerzen am ganzen Körper. Er lag bäuchlings in der Ecke eines schwach beleuchteten Raumes, sein Gesicht gegen harten und kalten Steinboden gepresst. Eine große aus Holz gezimmerte Kiste versperrte ihm die Sicht, daher vermochte er nicht einzuordnen, wo er sich befand, doch flammte mit seinem Erwachen auch die Erinnerung an das Labor und die Angst um Jun in ihm empor.
Er versuchte sich aufzusetzen, doch hielt ihn etwas zurück. Es dauerte eine Weile, ehe er begriff, dass seine Hände und Füße aneinander gefesselt waren.
Jin stöhnte und rollte sich herum. Kälte fuhr ihm an dieser bestimmten Stelle seines Rückens unter die Kleidung und kitzelte seine Haut. Er wusste was dies bedeutete: Schwingen hatten seine Kleidung zerrissen; Devil hatte zwischenzeitlich seinen Platz eingenommen.

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Tekken – Das Böse in Dir / Pt.6

Donnerstag, 28. Juli 2011

Was zuvor geschah…

„Wenn Sie sagen, die zweite Möglichkeit besteht darin, die Körper zu trennen…“, Jin unterbrach sich selbst und sann darüber nach.
‚Sieh mich an!’ hatte Nina vor wenigen Augenblicken gesagt und jetzt tat er es.
Nina Williams, die mit eingeknickter Hüfte neben Yoshimitsu stand und ihn ihrerseits anblickte, forsch und abwartend, hatte ihn nie sonderlich interessiert, sie war für ihn nicht mehr als eine attraktive Begleiterin, ein oftmals eher lästiges Anhängsel, welches Heihachi ihm von Zeit zu Zeit unvermeidbar auf den Hals jagte.
Doch da sie keinen Hehl daraus machte, ein Geschöpf des Doktors zu sein, war ihm dieser Umstand bekannt. Woraus das Zutun des Wissenschaftlers genau bestand, wusste Jin zwar nicht, aber zumindest konnte man nicht leugnen, dass Nina für ihre über 40 Lebensjahre noch verdammt heiß aussah, was sie mit Gewissheit nicht allein der Kosmetikindustrie verdankte.

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Eskimo und Schmetterling

Sonntag, 29. Mai 2011

Für Andrea

Unsagbar weit erstreckt sich das Weiß. Bis in den Horizont, weit und weiß. Und rau. Wunderschön und rau und heute bedrohlich und unendlich endlos. Beißend der Wind, der glitzernd das Eis der unbefestigten Straße aufwirbelt und den geblendeten Augen die Sicht in die Weite immer wieder nimmt. Eis- und Schneedünen verformt, den Weg lebendig macht, die Landschaft fortwährend wandelt.
Geflochtene Schneeschuhe knarren und lassen den Boden darunter knirschen. Oder das Leder der Stiefel. Stille, nur Knarren und Knirschen, das Pfeifen des Windes, keuchender Atem, das Rauschen des Blutes in den Ohren.
Jeder Schritt kostet Kraft. Weiter, nur weiter. Lass es nicht Nacht werden. Weiter. Es muss. Du musst. Leben.

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Sonntag, 22. Mai 2011

Meine Träume
werden von rauen Wellen
an die Küste geschwemmt und
zerschellen an den Felsen.
Manchmal
bin ich selbst die Welle
selbst der Fels
und sehe doch
hilflos zu
wie der Traum zerbricht.

Tekken – Das Böse in Dir / Pt.5

Samstag, 07. Mai 2011

Was zuvor geschah…

„Und weiter?“, fragte Jin.
„All das ist natürlich rein spekulativ!“, betonte Doktor Boskonovich noch einmal.
Jin nickte.
„Nun…, wir haben sowohl die DNA des Wolfes als auch die der Frau untersucht.“ Der Doktor rollte mit seinem Stuhl das Kontrollpult entlang und scheuchte Nina davon herunter, woraufhin an der Stelle, an der sie gesessen hatte, ein Monitor zutage kam, der eine Vielzahl bunter Diagramme zeigte.
„Unzweifelhaft ist“, er fuhr mit dem Finger die Grafiken entlang, „der Wolf war ein Wolf und die Frau war ein Mensch. Was sie verändert hat, ist unbekannt, aber das Ergebnis…“, er drückte einige Knöpfe und wies auf eine neue Grafik, „ist eben das, was Du dort unten siehst: Eine zerstückelte DNA, puzzleähnlich zusammengesetzt, versetzt mit dem Devil-Gen und diesen unbekannten Stellen hier, die ich für einen Hinweis auf Angel halte, da sie… nun, das Gebilde zu stabilisieren scheinen.“
Jin beugte sich näher zum Bildschirm, hätte sich dies jedoch sparen können.
„Hmhm“, machte er. Ihm sagte das alles nichts.

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Gesucht: Name für einen weiblichen Charakter

Dienstag, 09. November 2010

So Leute, Butter bei de Fische, ich brauche einen Namen für meine “Erin”! Mir fällt einfach nichts ein, aber ohne neuen Namen kann ich nicht mehr unbelastet an dieser Geschichte arbeiten. Ich habe mein Problem letztes Jahr schonmal geschildert, grüble seitdem immer mal wieder, aber komme auf keinen grünen Zweig. “Erin” kann es nicht bleiben, das ist einfach seit zu langer Zeit mein Nick, nicht ihr Name…
“Era” gefällt mir noch ganz gut. Der will in meinen Ohren aber irgendwie nicht so recht klingen, ist noch kürzer als Erin und auch nicht soviel anders. *hmpf*

Gesucht: Ein Name für einen weiblichen [Haupt]Charakter einer Fantasy-Geschichte. Einen Hauch elbisch/elfisch/irisch, nicht zu feminin. Der Name sollte möglichst mit E, V oder A beginnen.

Vorschläge? Anyone? Pls? xD

Herbstfrieden

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Zufällig fanden ihre Finger den Spalt und hielten einen Herzschlag inne, ehe sie das Staubtuch aus ihrem Griff entließen und vorsichtig die gesplitterten Kanten des gebrochenen Holzbodens befühlten. Sie tasteten sich weiter vor, darauf bedacht, nicht an einem Splitter hängen zu bleiben und glitten tiefer in den verborgenen Zwischenraum hinein.
Als sie gegen einen Gegenstand stießen, wichen sie erst zurück, doch nachdem ihre Fingerkuppen den Fund achtsam befühlt und als Papier identifiziert hatten, holten sie ihn neugierig ans Tageslicht.

Ein Bündel Briefe. Altes, trockenes, vergilbtes Papier. Sorgsam gestapelt, von einer Paketschnur zusammengehalten.

Langsam ließ sie sich in den alten Lehnstuhl sinken. Vor dem Fenster fegte ein Windstoß das Laub von der Fensterbank.

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Traum

Dienstag, 10. November 2009

„Wo sind wir?“
„Das ist mein altes Kinderzimmer.“, höre ich meine eigene Stimme krächzen.
„Surreal.“, sagt Martin.
Ich nicke und weiß gleichzeitig, dass er es nicht sehen kann. Denn Martin starrt wie ich mit weit aufgerissenen Augen aus dem Fenster. Um das zu wissen brauche ich mich ihm nicht zuzuwenden. Vermutlich weiß auch er um mein stummes Nicken.

Die Bezeichnung „Surreal“ trifft diesen Moment zu einhundertzehn Prozent.

Martin, mein Kollege aus dem Krankenhaus, und ich sitzen in unserer Arbeitskleidung, den blauen Arztklamotten, Schulter an Schuler auf meinem alten Bett, in meinem alten Kinderzimmer. An der Wand klebt übertrieben bunte Tapete, bedeckt mit den Postern meines Teenie-Schwarms. Ein Kleiderschrank übersäht mit bunten Aufklebern steht in einer Ecke, Stofftiere, getragene Kleidung und zerlesene BRAVO-Zeitschriften liegen auf dem Teppich verstreut. Ich weiß all das, ohne es angesehen zu haben. Dies ist mein Kinderzimmer, so wie es vor etwa 25 Jahren ausgesehen hat. Und hier sitze ich mit Martin und starre unentwegt aus dem Fenster.

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