Nachrichten

Montag, 28. März 2011

Die Lage in Japan lässt mir keine Ruhe. Auf NHK wurden gestern Bilder aus den überfüllten und unterversorgten Notunterkünften gezeigt. Traurig. Schrecklich. Mir fehlt es an passenden Worten. Und hier drehen sich die Uhren einfach weiter…

Kotzen könnte ich. Nachrichten, Artikel, Politiker, Experten, Wer-und-Was-auch-immer.
“Teil-Kernschmelze”. “Kernschmelze hat vorübergehend eingesetzt”. “zehnmillionenfach… achne, doch nur hunderttausendffach…”. “Ich hab das sooo aber nicht gesagt.” “Es wurden Fehler gemacht”. Mitten in den Atomausstiegsdiskussionen klammheimlich die Subventionen für erneuerbare Energien kürzen. Anstreben, im Eilverfahren die zulässige Belastungsgrenze für aus Japan importierte Lebensmittel zu verdoppeln. Ich kann nur mit dem Kopf schütteln.

(weiterlesen…)

.

Mittwoch, 16. März 2011

Pray for Japan

Nach wie vor fassungslos. Ich mag nicht hinsehen, kann nicht wegsehen. Soviel Leid! So viele schreckliche Bilder.
Mir raubt es den Schlaf.
Der Kleine kränkelt. Aber wie kann ich ihn trösten und ihm sagen, dass ich immer da bin, wenn etwas ist? Wie viele Mütter können dieses Versprechen nun nicht mehr halten? Alles nur schrecklich.

Shikata ga nai*

Samstag, 12. März 2011

.. und diesmal kommts dicke…

Meine Gedanken sind in Japan und bei den Japanern. Eine Naturkatastrophe ist das eine – wenn man die Meldungen so sieht und hört, dann stecken die gut vorbereiteten Japaner das Beben und die Flutwelle allerdings besser weg, als man sich das überhaupt vorzustellen vermag.

Aber das AKW…? Noch viel viel schrecklicher! Ich erinnere mich an Tschernobyl. Kinder sollten nicht im Garten spielen, alles dort wachsende Obst und Gemüse musste weg, Böden mussten abgetragen werden… Und wir waren doch soo weit weg… Ja, Japan ist noch weiter weg, aber man muss ja nicht immer bloß vor der eigenen Haustür kehren… Ein kleiner Teil meines Herzens gehört nach wie vor Japan. Ich wünsche so sehr, dass nichts noch schlimmeres passiert. Dass das Land sich fängt, die Nachbeben nicht noch mehr Unheil anrichten und die Menschen genug Kraft finden, diese schwere Zeit durchzustehen.
Und dass die drohende Gefahr des Super-GAU ausreicht, die Menschen überall auf der Welt ein wenig aufzuschrecken und wieder mehr für das Thema zu sensibilisieren.

[* jap. Sprichwort, etwa: Es kommt wie es kommt.]

Wahlen

Donnerstag, 27. August 2009

Nächsten Sonntag sind ja bekanntermaßen Kommunalwahlen hier in NRW, im September folgt die Bundestagswahl. Ich war bisher immer eine fleißige Grün-Wählerin. Nicht, weil mich deren Konzept so unheimlich vom Hocker haut, nein, weil die Partei sich zumindest in einigen Bereichen für Dinge stark macht, die mir wichtig sind. An anderer Stelle übertreiben sie maßlos, aber alles in allem war eine Grüne Stimme immer auch eine leise SPD-Stimme.

Jetzt will ich der SPD aber nichtmal mehr ein Stimmchen zukommen lassen, auch nicht über Grün. Ne! Sind doch alles die gleichen Sesselpuper…
Aber was nun? Es gibt kein “kleineres Übel” mehr, die sind alle gleichgroß… Bei den Kommunalwahlen kommt immer noch eine Bürgerinitiative in Frage, aber bei der Bundestagswahl? Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung.

(weiterlesen…)

Wehrlos

Donnerstag, 30. April 2009

Verdacht auf Misshandlungen in einer KiTa

WAS zum Henker ist eigentlich mit dieser Welt los? Mir fällt dazu nichts mehr ein. Das ist nichtmal mehr traurig, das ist alles nur noch abartig…

Antritt

Dienstag, 20. Januar 2009

Ausnahmsweise wurde hier das TV eingeschaltet und ich bin zufällig in der Vereidigungsrede von Barack Obama gelandet.
Wow! Hat mich sehr beeindruckt. Er redet von Frieden und Gerechtigkeit, sozialer Gleichberechtigung. Ich mag den Mann, wirklich. Ob er halten wird, was er verspricht… man wird sehen, aber er ist der erste Politiker dem ich “glaube”. Ich hätte ihn auch gewählt.
“Wir reichen jedem die Hand, der seine Faust lockert”
Ich mag den Mann. Und wünsche ihm alles Gute. Auf dass er seine Ziele verwirklichen kann. Es wäre ein Schritt in die richtige Richung, zumindest den Worten nach.

So jemanden würde ich mir für Deutschland übrigens mal wünschen! Statt der dicken Sesselpupser, die zwar immer sozial daher reden, aber im Endeffekt doch meist das Gegenteil durchsetzen. Jemand dynamischen, der auch ein bisschen Stärke ausstrahlt. Nicht nur den gleichen Anzug mit anderem Namen.

Naja, man wird jawohl noch träumen dürfen…

Immer wieder fassungslos

Freitag, 16. Januar 2009

Es geht ein Wispern und Raunen durch den grünen Farn,
Gespräche brechen ab, und Gesten erstarr’n
Zu ängstlichem Verharren, in gespanntem Lauern.
Im Unterholz, im Blattwerk und im dunklen Tann
Halten sie alle im Wald verstört den Atem an,
Und die Nachricht lässt sie eng zusammenkauern:
Auf der Lichtung bei der Buche im hohlen Stamm
Haben sie – sagt man – ein Taschentuch mit Monogramm
Und ein Spielzeug unterm welken Laub gefunden
Und hinterm Ginsterbusch am Tümpel, ganz von Tau durchnässt
Seine kleine, rote Mütze, und jetzt steht es fest:
Der kleine Wiesel, der kleine Wiesel ist verschwunden.

(weiterlesen…)

Das Letzte

Dienstag, 23. September 2008

Dass der Mensch ansich ein Egoist ist, ist wahrlich nichts Neues.
Dass der Mensch ansich den Hals nicht voll kriegen kann, ebenfalls nicht.
Und dass er dabei auchmal über Leichen geht, tja, das ist eben so. Nahrungskette. Evolution, hm?

Man findet sich irgendwann damit ab, Teil einer gierigen parasitären Spezies zu sein, deren Einzelexemplare sich förmlich in Abartigkeiten zu überbieten versuchen, und bemüht sich seinerseits darum, ein anderes Bild zu präsentieren und gleichzeitig derartiges nicht zu nah an das empfindliche Seelchen kommen zu lassen.

(weiterlesen…)