Grabgeflüster – Liebe versetzt Särge [2002]
Sonntag, 26. September 2010
Nachdem mir “Sterben für Anfänger” so gut gefallen hatte, wagte ich mit “Grabgeflüster” einen Blindkauf, in der Hoffnung, eine ebenso skurril morbide englische Komödie vorliegen zu haben. Doch meine Erwartung wurde nicht zur Gänze erfüllt…
Auf einer Teenie-Tanzveranstaltung in den 50er, vielleicht 60er Jahren, verlieben sich Betty und Boris [Alfred Molina] auf den ersten Blick – und nur den! – ineinander. Zum Gespräch zwischen beiden kommt es nicht, Boris ist zu schüchtern und Betty wird anderweitig aufgefordert.

Ich weiß gar nicht mehr genau, wie ich auf diesen Film aufmerksam wurde. Ich weiß nur noch, ich habe ihn gesehen und war sofort fasziniert.
Es gibt Filme, die ich mir immer wieder ansehen kann. Filme, die vielleicht keinen besonderen Anspruch haben, keine außergewöhnliche Geschichte erzählen, an denen auf den ersten Blick wirklich nichts Besonderes dran ist. Und doch sieht man sich diese Filme eben immer wieder an. Weil sie einfach Spaß machen, bezaubern, ein “alles ist gut” Gefühl vermitteln oder glücklich machen. Und genauso geht es mir mit “Julie & Julia”.
Ab und an hat das Fernsehen auch eine positive Seite: Wenn man überraschend in ungeahnt gute Filme hineinzappt z.B.. So geschehen bei “The Lion in Winter”, den ich wie gebannt verfolgte und anschließend sofort auf DVD erstehen musste, um den verpassten Anfang noch sehen zu können.
Als die Verfilmung dieses Buches in die Kinos kam, hörte ich zum allerersten Mal davon und war ohne Film oder Buch zu kennen von der Grundidee des Romans fasziniert und begeistert.
Ist es zu fassen? Nach beinahe einem dreiviertel Jahr Lesezeit habe ich den über-1300-Seiten-Schinken endlich bezwungen! Falls diese lange Zeitspanne den Eindruck erweckt, das Buch hätte mich nicht gefesselt, so ist dies falsch! Doch erfordert “Endymion” einen wachen Geist und ungeteilte Aufmerksamkeit, die ich den Seiten einfach zu selten widmen konnte und vieles doppelt und dreifach lesen musste… O:)