Ab jetzt im Handel

Freitag, 27. Januar 2012

Die erste Veröffentlichung

Es ist soweit. Seit wenigen Tagen ist die Anthologie “Geheimnisvolle Wesen – sie kommen“, in der sich auch meine Geschichte “Die Yuki’hiyaku und das Licht” befindet, überall dort erhältlich, wos Bücher gibt.

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Morgen

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Ein einzelner Sonnenstrahl dringt durch dichte Baumkronen und findet sein Ziel auf laubbedecktem Waldboden. In seinem Schein tanzen tausende winzigster Staubteilchen und entwerfen ein Bild des Friedens.
Die glatten, noch jungen Baumstämme des künstlich aufgeforsteten Buchenwaldes stehen hier nah beieinander, doch das Unterholz ist licht, die freie Fläche nur von rotgoldenem Laub und abgestorbenen Ästen bedeckt. Ich fühle die trockenen Blätter unter meinen bloßen Füßen kitzeln, höre sie bei jedem Schritt brechen und knistern. Die Kapsel einer Buchecker sticht wie zur Revanche in meine Ferse.
Ich genieße jeden Schritt, jeden Moment dieses Gefühls von Natürlichkeit um mich herum. Ich inhaliere tief und weiß, dass ich niemals eine vergleichbare Luft geatmet, nie gerochen habe, was ich wahrnehme: Frische und Kühle in den Lungen, ein erdiger, herber und gleichsam sanfter Geruch in meiner Nase. Ich möchte die Arme ausbreiten und fliegen, an einen Ort, an dem all dies ist, wie es ist.

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Ein Anfang

Freitag, 07. Oktober 2011

So, nun auch hier, in etwas mehr Ausführlichkeit und voller Stolz:
Ich habe meinen ersten Autorenvertrag erhalten! Die Yuki`hiyaku haben es in eine Anthologie geschafft, es wird also erstmals etwas von mir gedruckt! Ich freu mich total, auch wenn es sich nur um einen kleinen Verlag handelt, der vermutlich nur von seinen eigenen Autoren gelesen wird xD Ich hab jetzt schon oft gehört, ich solle es doch nicht so klein machen, aber es ist ganz klein. Und trotzdem freue ich mich. Was will ich mehr erwarten, ausser ein paar Kurzgeschichten hab ich ja nichtmal was fertig… Aber es macht mir Mut. Es ist ein Anfang. Ein schöner, kleiner Anfang.

(Privat -Die Yuki’hiyaku und das Licht)*

Freitag, 16. September 2011

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(Privat -Pre-Read)*

Samstag, 13. August 2011

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Eskimo und Schmetterling

Sonntag, 29. Mai 2011

Für Andrea

Unsagbar weit erstreckt sich das Weiß. Bis in den Horizont, weit und weiß. Und rau. Wunderschön und rau und heute bedrohlich und unendlich endlos. Beißend der Wind, der glitzernd das Eis der unbefestigten Straße aufwirbelt und den geblendeten Augen die Sicht in die Weite immer wieder nimmt. Eis- und Schneedünen verformt, den Weg lebendig macht, die Landschaft fortwährend wandelt.
Geflochtene Schneeschuhe knarren und lassen den Boden darunter knirschen. Oder das Leder der Stiefel. Stille, nur Knarren und Knirschen, das Pfeifen des Windes, keuchender Atem, das Rauschen des Blutes in den Ohren.
Jeder Schritt kostet Kraft. Weiter, nur weiter. Lass es nicht Nacht werden. Weiter. Es muss. Du musst. Leben.

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Herbstfrieden

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Zufällig fanden ihre Finger den Spalt und hielten einen Herzschlag inne, ehe sie das Staubtuch aus ihrem Griff entließen und vorsichtig die gesplitterten Kanten des gebrochenen Holzbodens befühlten. Sie tasteten sich weiter vor, darauf bedacht, nicht an einem Splitter hängen zu bleiben und glitten tiefer in den verborgenen Zwischenraum hinein.
Als sie gegen einen Gegenstand stießen, wichen sie erst zurück, doch nachdem ihre Fingerkuppen den Fund achtsam befühlt und als Papier identifiziert hatten, holten sie ihn neugierig ans Tageslicht.

Ein Bündel Briefe. Altes, trockenes, vergilbtes Papier. Sorgsam gestapelt, von einer Paketschnur zusammengehalten.

Langsam ließ sie sich in den alten Lehnstuhl sinken. Vor dem Fenster fegte ein Windstoß das Laub von der Fensterbank.

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Traum

Dienstag, 10. November 2009

„Wo sind wir?“
„Das ist mein altes Kinderzimmer.“, höre ich meine eigene Stimme krächzen.
„Surreal.“, sagt Martin.
Ich nicke und weiß gleichzeitig, dass er es nicht sehen kann. Denn Martin starrt wie ich mit weit aufgerissenen Augen aus dem Fenster. Um das zu wissen brauche ich mich ihm nicht zuzuwenden. Vermutlich weiß auch er um mein stummes Nicken.

Die Bezeichnung „Surreal“ trifft diesen Moment zu einhundertzehn Prozent.

Martin, mein Kollege aus dem Krankenhaus, und ich sitzen in unserer Arbeitskleidung, den blauen Arztklamotten, Schulter an Schuler auf meinem alten Bett, in meinem alten Kinderzimmer. An der Wand klebt übertrieben bunte Tapete, bedeckt mit den Postern meines Teenie-Schwarms. Ein Kleiderschrank übersäht mit bunten Aufklebern steht in einer Ecke, Stofftiere, getragene Kleidung und zerlesene BRAVO-Zeitschriften liegen auf dem Teppich verstreut. Ich weiß all das, ohne es angesehen zu haben. Dies ist mein Kinderzimmer, so wie es vor etwa 25 Jahren ausgesehen hat. Und hier sitze ich mit Martin und starre unentwegt aus dem Fenster.

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