Mit ‘Kurzgeschichte’ getaggte Artikel

Traum

Dienstag, 10. November 2009

„Wo sind wir?“
„Das ist mein altes Kinderzimmer.“, höre ich meine eigene Stimme krächzen.
„Surreal.“, sagt Martin.
Ich nicke und weiß gleichzeitig, dass er davon nichts mitbekommt. Denn Martin starrt wie ich mit weit aufgerissenen Augen aus dem Fenster. Das weiß ich, ohne ihn anzusehen. Vermutlich weiß auch er um mein stummes Nicken.

Die Bezeichnung „Surreal“ trifft diesen Moment zu einhundertzehn Prozent.

Martin, mein Kollege aus dem Krankenhaus, und ich sitzen in unserer Arbeitskleidung, den blauen Arztklamotten, Schulter an Schuler auf meinem alten Bett, in meinem alten Kinderzimmer. An der Wand klebt übertrieben bunte Tapete, bedeckt mit den Postern meines Teenie-Schwarms. Ein Kleiderschrank übersäht mit bunten Aufklebern steht in einer Ecke, Stofftiere, getragene Kleidung und zerlesene BRAVO-Zeitschriften liegen auf dem Teppich verstreut. Ich weiß all das, ohne es angesehen zu haben. Dies ist mein Kinderzimmer, so wie es vor etwa 25 Jahren ausgesehen hat. Und hier sitze ich mit Martin und starre unentwegt aus dem Fenster.

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Geschichten-Übersicht

Montag, 08. Juni 2009

Update 23.07.09

Nach langem Kampf und tagelanger Arbeit habe ich soeben in einem Anfall von “Mir jetzt wirklich egal” den nächsten Teil von meiner Tekken-Fanfiction veröffentlicht. Eventuell editier ichs die Tage nochmal.
Ich konnte mich absolut nicht entscheiden, ob ich Hwoarang weitererzählen lasse [was einen endlosen und eher öden Yoshimitsu-Monolog erfordert], ob ich zu Jins Sicht wechsele, aber in der Hütte bleibe [was zwischendurch aber so lange Rückblicke mit "hatte hatte hatte hatte" nötig machte, die mich endlos angekotzt haben :roll: ] oder ob ich einfach einen Rückblick einfüge. Wie man sieht: Ich habe mich für den Rückblick entscheiden. Der wird immer länger und länger und ich mags grad absolut nicht mehr sehen, darum habe ich an einer für diese Geschichte üblichen Länge einmal “abgeschnitten”, und liefere den Rest nach. Oder entscheide mich doch nochmal für eine andere Sichtweise :mrgreen: Nein, ich glaube nicht, dafür haben mir die anderen Versionen zuviel Ärger bereitet ;)
Naja, zumindest gehts nun erstmal weiter, und der nächste sowie übernächste Teil sollte wohl auch nicht allzu lange auf sich warten lassen, da ja schon eine ganze Menge fertig ist. :)

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Engel

Mittwoch, 23. Juni 2004

Es ist ein kleiner Bahnhof auf dem ich mich befinde. Ich war auf einer Lesung in der kleinen Kreisbibliothek eingeladen. Mein Verleger sagte, hin und wider müsse man auch kleinere Dörfer aufsuchen. Nun ja. Die Pension in der ich geschlafen habe, war wenig gemütlich. Doch sie hatten ein gutes Frühstück. Ich nehme es meinem Agenten nicht übel, mich in die Pampa geschickt zu haben. Sie wissen schon. Es sind nicht immer genug Rosinen im Kuchen.
Erstaunlich viele Menschen drängen sich in das kleine Bahnhofscafe. Mein Zug hat Verspätung und draußen regnet es in Strömen. Ich stelle den Kragen meines Trenchcoats auf. Der nasskalte Luftzug lässt mich an eine drohende Erkältung denken.

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FF VII – Blitzball einmal anders

Montag, 05. Januar 2004

„Yuffie!“
…..
„Yuuuuffiiiiiieeeeee!“
Wütend stapfte Cid durch die Eingangshalle und brüllte so laut er konnte nach der kleinen Diebin. Es war einfach unerhört! Alle standen draußen und schaufelten sich mit Mühe einen Weg zum Dorfeingang frei – die Lebensmittel in Nibelheim waren knapp geworden, aber um mit dem Chocobo nach Kalm zum Einkaufen zu gelangen, mussten sie ersteinmal aus dem Dorf selbst herauskommen – nur dieser kleine Faulpelz hockte hier drinnen und ließ sich einfach nicht blicken!
„Yuffie! Zum Teufel noch mal! Wir könnten wirklich Deine Hilfe gebrauchen!“ Er riss die Tür zum Wohnzimmer auf und da hockte sie mit untergeschlagnen Beinen vor dem Fernsehgerät und starrte mit hypnotischem Blick auf die Mattscheibe.
„Yuffie?“

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FF VII – Weihnachten in Nibelheim

Donnerstag, 25. Dezember 2003

Seit Tagen schon fiel der Schnee, und verbarg alles rings umher unter seiner gleichmäßigen weißen Schicht, die sich bereits so hoch türmte, dass selbst Barret bis weit über die Knie darin versank und sich nur unter größten Anstrengungen Vorwärtskämpfen konnte. Hausdächer ächzten unter dem Gewicht der glitzernden Masse und die Tannen mühten sich bei jedem Windhauch vergeblich, einen Teil ihrer ungewohnten Last abzuschütteln.

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Billy

Donnerstag, 14. November 2002

Klick.

Wieder nichts. Viermal in Folge. Sie schluckte schwer und zerrte mit der linken Hand ihren Tabaksbeutel aus dem sandfarbenen Mantel, der zusammen gerollt neben ihr am Boden lag. Sie hatte die Zigaretten bereits gedreht. Wollte sich durch solche Belanglosigkeiten nicht aufhalten lassen. Billy steckte sich die Zigarette in den Mund, schmeckte das trockene Papier und entzündete dann mit einer Hand ein Streichholz. Die Flamme spendete wenig Licht, doch genügte das, was sie sah vollkommen. Die Wände von denen der Putz bereits vollkommen abgebröckelt war und der dreckige, staubige Boden erinnerten stark an eine Gefängniszelle. Kein Ort an dem man bleiben mochte.

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FF X – Zurück

Samstag, 06. Juli 2002

Wasser. Überall nur Wasser. Es hüllte ihn ein, umgab ihn, schütze ihn, trug ihn. Von weit entfernt schien eine Stimme an sein Ohr zu dringen. IHRE Stimme. Rief sie seinen Namen?
Er fühlte sich ein wenig benommen und strecke sich leicht aus seiner Embryonenhaltung heraus. Sein Blick fiel auf ein kleines, funkelndes Licht, einem Glühwürmchen gleich, dass um ihn herum zu tanzen schien. Doch zog dieser Lichtschein einen bunten Schleier hinter sich her.
Die Astrah… dachte er. Doch dies war unmöglich! Yuna hatte Sin besiegt, Yuna hatte die letzen dieser Geister ins Abyssum geschickt. Es konnte keiner von ihnen sein. Und er selbst.. konnte eigentlich auch nicht sein. Er war eine Illusion, geschaffen durch die Träume der rastlosen Seelen, die nicht mehr existieren konnten. Allerdings fühlte er sich sehr lebendig. Wie in seinem Zanarkand. Wie in Spira. Wie im Abyssum, wo er Braska, Auron und natürlich seinen Vater wiedergetroffen hatte. Doch dann… was war dann geschehen? Wo war er jetzt?

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