Der japanische Verlobte – Amélie Nothomb

Mittwoch, 02. November 2011

Der japanische VerlobteIn diesem teilweise autobiographischen Roman erzählt die in Japan als belgische Diplomatentochter aufgewachsene Amélie Nothomb in kurzen, meist heiteren, Anekdoten von der Zeit, als sie im Alter von 21 Jahren nach Japan zurückkehrte, um dort in einem Konzern zu arbeiten.
Bevor es jedoch dazu kommt, lernt sie den jungen Rinri kennen, dem sie Nachhilfe in Französisch geben möchte, um ihrerseits ihr Japanisch aufzubessern. Sie stolpert nach und nach in eine Beziehung mit ihm, die erst spielerisch leicht und nur von Sprachbarrieren her schwierig ist, sich später aber als sehr herzlich und innig entpuppt und trotzdem immer öfter an den kulturellen Unterschieden zu kranken scheint. So möchte Amélie einerseits nichts sehnlicher, als eine richtige Japanerin sein, stößt jedoch regelmäßig an die Grenzen zeremonieller Abläufe der japanischen Kultur. Und Rinri, der scheinbar unjapanischste aller Japaner, der gern allein reist, niemals Fotos macht und am liebsten jeden Tag Spaghetti essen würde, hält sich ganz unbewusst an all die Regeln, die Kultur und Familie ihm beigebracht haben.

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Auch mein Weg

Samstag, 02. Juli 2011

Ich suchte und suchte den Frühling.
Ich wandere ohne Rast
durch Täler und über Hügel
und fand ihn nicht in der Hast.

Ich wurde müde im Herzen
zog wieder zum heimischen Raum.
Da sah ich in Ruhe im Garten
meinen blühenden Pflaumenbaum.

Nun schau ich in frohem Entdecken
das Süße und Wilde zugleich.
Die Seele wird wieder ruhig.
Der Frühling ist friedvoll und reich.

Daigu Ryôkan

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Mittwoch, 16. März 2011

Pray for Japan

Nach wie vor fassungslos. Ich mag nicht hinsehen, kann nicht wegsehen. Soviel Leid! So viele schreckliche Bilder.
Mir raubt es den Schlaf.
Der Kleine kränkelt. Aber wie kann ich ihn trösten und ihm sagen, dass ich immer da bin, wenn etwas ist? Wie viele Mütter können dieses Versprechen nun nicht mehr halten? Alles nur schrecklich.

Shikata ga nai*

Samstag, 12. März 2011

.. und diesmal kommts dicke…

Meine Gedanken sind in Japan und bei den Japanern. Eine Naturkatastrophe ist das eine – wenn man die Meldungen so sieht und hört, dann stecken die gut vorbereiteten Japaner das Beben und die Flutwelle allerdings besser weg, als man sich das überhaupt vorzustellen vermag.

Aber das AKW…? Noch viel viel schrecklicher! Ich erinnere mich an Tschernobyl. Kinder sollten nicht im Garten spielen, alles dort wachsende Obst und Gemüse musste weg, Böden mussten abgetragen werden… Und wir waren doch soo weit weg… Ja, Japan ist noch weiter weg, aber man muss ja nicht immer bloß vor der eigenen Haustür kehren… Ein kleiner Teil meines Herzens gehört nach wie vor Japan. Ich wünsche so sehr, dass nichts noch schlimmeres passiert. Dass das Land sich fängt, die Nachbeben nicht noch mehr Unheil anrichten und die Menschen genug Kraft finden, diese schwere Zeit durchzustehen.
Und dass die drohende Gefahr des Super-GAU ausreicht, die Menschen überall auf der Welt ein wenig aufzuschrecken und wieder mehr für das Thema zu sensibilisieren.

[* jap. Sprichwort, etwa: Es kommt wie es kommt.]

Erleuchtung garantiert [1999]

Sonntag, 12. Juli 2009

Erleuchtung garantiert PlakatUrsprünglich habe ich den Film nur seines Japanhintergrundes wegen sehen wollen, mit Doris Dörrie konnte ich nicht viel anfangen, und überhaupt, man erwartet ja nicht allzuviel vom deutschen Film… Dieser jedoch hat sich zu einem meiner Lieblingsfilme gemausert!

Der Film ist schwer zu beschreiben, er erinnert an eine Dokumentation, wirkt [und wird teilweise auch] selbstgefilmt und hausgemacht. Er erzählt die Geschichte zweier ungleicher Brüder: Uwe [Uwe Ochsenknecht] und Gustav [Gustav-Peter Wöhler].

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Seide – Alessandro Baricco

Sonntag, 10. Mai 2009

SeideDies kleine Büchlein bekam ich zum Geburtstag geschenkt und habe es noch am gleichen Tag gelesen. Eigentlich wollte ich nur mal “hineinschmökern” aber die knapp 130 Seiten sind in 65 so kurze Kapitel unterteilt, dass nach 1,2 Stunden einfach alles vorbei ist. Fix gings.
Der Titel “Seide” ist nicht nur des Themas wegen passend, auch die Erzählart wirkt so leicht und gleichzeitig ein wenig kühl distanziert, dass man die Seide förmlich spüren kann. Das hat mir sehr gut gefallen!

Die Geschichte erzählt von einem Seidenraupenhändler im 19.Jahrhundert, der mit seiner Frau in Südfrankreich lebt. Als seine Seidenraupen eines Tages allesamt krank werden und eingehen, beschließt er, nach Japan zu reisen um Nachschub zu beschaffen. Dort bekommt er was er begehrt, begegnet aber auch einer jungen Frau, die er fortan nicht mehr vergessen kann und wegen der es ihn immer wieder nach Japan zieht…
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Makoto Azuma

Dienstag, 15. Juli 2008

Makoto Azuma stellt gerade in Düsseldorf aus! Warum sagt mir das denn keiner?!

Makoto Azuma ist ein junger japanischer Blumen-Künstler, wenn man das so sagen kann. Er vermischt westlich architektonisches Design mit traditionellem japanischen Ikebana. Keine Frage also, dass ich seine Skulpturen wahnsinnig ansprechend finde, so als – wenn auch abgebrochene – Japanologie- und Architekturstudentin ;) ! Eingefrorener Bonsai, schwebender Bonsai, Stahl und Blumen, Mensch und Pflanze… Toll! Muss ich hin!

Makoto Azuma2 Makoto Azuma
[Foto: Makoto Azuma]

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