Ab und an hat das Fernsehen auch eine positive Seite: Wenn man überraschend in ungeahnt gute Filme hineinzappt z.B.. So geschehen bei “The Lion in Winter”, den ich wie gebannt verfolgte und anschließend sofort auf DVD erstehen musste, um den verpassten Anfang noch sehen zu können.
Die Geschichte spielt im England des Jahres 1183. König Henry II [Patrick Stewart] ist alt geworden und möchte zum Weihnachtsfest in Chinon die Thronfolge regeln. Zu diesem Anlass lässt er seine Frau, Eleanor von Aquitanien [Glenn Close], die er vor 10 Jahren einsperren ließ, aus ihrem Gefängnis holen und schickt nach seinen beiden ältesten Söhnen, dem Krieger Richard Löwenherz und dem hinterhältigen Taktiker Geoffrey, die sich damals gemeinsam mit der Mutter gegen den König verschworen. Der jüngste Sohn in Gestalt des tölpelhaften John lebt als einziger beim Vater und ist, warum auch immer, Vaters Liebling und somit auch gewünschter Thronfolger.
Autorin Gwen lebt mit ihrem Freund Jasper in New York und nimmt das Leben leicht. Partys, Alkohol, Drogen, von Verpflichtungen hält sie nicht viel. Als sie im Rausch die Hochzeit ihrer Schwester ruiniert und mit der geklauten Hochzeitslimousine einen Unfall verursacht, wird sie zu 28 Tagen Therapie oder Gefängnis verurteilt.
“Wenn wir heute einen Film sehen, dann werd ich schnell einschlafen!” sagte der Schatz gestern abend. Ich denke es ist bezeichnend, dass er es nicht tat, obwohl “Tideland” in seinen 2 Stunden Spieldauer eigentlich keinerlei Action und gleichzeitig wenig Handlung bietet, sondern teilweise lediglich mit schlichten, oft inhaltsleeren Monologen des Hauptcharakters mit ihren Puppen daher kommt…
Lektor Jeremy [Joshua Jackson] wird von London nach Italien geschickt, um den Bestsellerautor Weldon Parish [Harvey Keitel], der sich nach dem Tod seiner Frau aus der Welt zurückzog, dazu zu überreden, für den Verlag ein weiteres Buch zu schreiben. Ich mag Italien, ich liebe Bücher, ich habe nichts gegen Romantik – ich freute mich auf den Film, der im Original “Shadows in the Sun” heißt.
Ursprünglich habe ich den Film nur seines Japanhintergrundes wegen sehen wollen, mit Doris Dörrie konnte ich nicht viel anfangen, und überhaupt, man erwartet ja nicht allzuviel vom deutschen Film… Dieser jedoch hat sich zu einem meiner Lieblingsfilme gemausert!
Bääääh, wie schrecklich!