Albträume
3. Juli 2007, 08:54 von Mi, in Argh!, Persönliches mitSeit drei oder vier Nächten habe ich nun schon Albträume und der Schatz kann so gut wie gar nicht schlafen, zumindest nicht vor 6 Uhr morgens. Langsam nervt diese Zeitverschiebung ein bisschen, weil man sich dadurch doch irgendwie nur noch selten wach trifft. Was ist denn los? *zum Mond schiel*
Okay, Samstag war Vollmond seh ich gerade. Hachja. Aber dann sollte es nun doch eigentlich vorbei sein. Ich mag mal wieder vernünftig durchschlafen und nicht jeden Morgen zwischen 4 und 6 wachwerden und mich schlecht fühlen. Heute Nacht wars besonders schlimm.
Ich hab geträumt, ich müsse umziehen, und habe ein wunderschönes großes Haus gefunden, in dem Wohnungen frei waren. Es war ein Hochhaus, aber lustigerweise kam ich nur in den ersten Stock. Innen war alles mit Marmor und teuer aussehende Fliesen ausgekleidet, und es gab nur 5 Räume, von denen 4 wie Badezimmer eingerichtet waren; also, Marmor, Fliesen und eine je eine riesige Badewanne, je nach Zimmer auch aus Marmor, oder wie große Keramik-Waschschüssel. Das 5te Zimmer war ein riiiiieeesiger Raum in dem wundervolle klassische Musikinstrumente lagerten. Polierte Flügel standen dort, kunstvoll verzierte Violinen, Bässe und Celli, glänzende Querflöten und Oboen… Dieser Raum hatte einen schwingenden Holzboden. Ich weiß noch, dass ich ihn wunderschön fand.
Lustigerweise waren alle Zimmer schon bewohnt, obwohl ich in das Haus gekommen war, weil dort ja Wohnungen frei sein sollten. Also musste ich zu zwei Jungs ins Zimmer ziehen [wundert mich nicht, ich hatte es ja nie so wirklich mit Mädchen xD]. Es war das größte aller Zimmer, abgesehen vom Musikraum, und ich habe dort mein eigenes Holzrahmen Bett bekommen. Die Betten sahen in jedem Raum gleich aus. Ganz schlicht, fast wie in einer Jugendherberge oder so.
Unser Zimmer war zu einem Innenhof hin geöffnet. Dieser war wild mit Gras bewachsen, und an der gegenüberliegenden Wand befand sich ein Regal, das so hoch war, dass ich das Ende nicht erkennen konnte. Das Regal war voll mit riesigen Verstärkern für Elektro-Instrumete, es sah ein bisschen aus wie ein Schrottplatz nur dafür. An einem Kran hoch oben hing ebenfalls solch ein riesiger Verstärker, der in starkem Wind quietschend hin und her schwang, und nach unten zu stürzen drohte. Irgendwie hatte dieser Innenhof etwas sehr bedrohliches an sich. Dort habe ich auch zum ersten Mal die Katzen gesehen, die aufgescheucht und ängstlich hin und her rannten. Meine Mitbewohner sagten, die Katzen hielten sich immer nur dort draussen auf. Doch als ich einzog, kamen zwei von Ihnen auch zu uns in Zimmer. Dort wurden sie etwas ruhiger, nur an einer Stelle, nah des Innenhofs, dort wo einige morsch aussehende Holzbretter auf dem Boden lagen, dort blieben sie gelegentlich stehen, und ihre Haare stellten sich auf und sie fürchteten sich. Immer wenn ich dorthin ging um festzustellen, was dort war, fühlte ich es auch. Ich bekam Angst, fühlte mich beklommen und wollte nur noch raus aus dem Haus. Meine zwei Mitbewohner haben mich deswegen ausgelacht. Ich wollte wieder ausziehen, doch ich wusste, dass ich das nicht konnte.
Dann stand ich wieder an der zum Innenhof geöffneten Wand, neben dem morschen Boden und habe den Hof betrachtet. Plötzlich griffen Hände aus den Dielen nach meinen Fußgelenken, und versuchten mich nach unten zu zerren. Meine Mitbewohner kamen und zogen mich dort weg, aber einer der beiden wurde an meiner statt in den Abgrund gerissen.
Von da ab hatte ich nur noch Panik. Pötzlich waren auch die Katzen weg, und ich wusste, dass auch sie in das Loch gezogen worden waren. Ich traute mich nicht mehr, mein Holzbett zu verlassen, obwohl ich gern nochmal in den schönen Raum mit den klassischen Musikinstrumeten gegangen wäre. Dort fühlte es sich als einziges in dem Haus sicher an. Ehrfurchtsgebietend zwar, aber sicher. Ab dem Moment hat sich mein 2ter Mitbewohner in den Schatz verwandelt, er hat mich in den Arm genommen und blieb mit mir auf dem Bett sitzen, passte auf mich auf, und wachte, damit ich schlafen konnte. Aber ich war zu feige allein wach zu bleiben, und so wurde er immer müder und müder. Dann wollte er unbedingt nach draussen gehen, etwas vom Innenhof holen. Ich bat ihn nicht zu gehen, ich wusste, dass dann die Hände kommen und ihn mitnehmen würden… er setzte einen Fuß neben das Bett…
…und dann bin ich aufgewacht.
Jetzt liest es sich nicht mehr schlimm. Ich fühle mich auch nicht mehr beklommen, wenn ich daran denke. Aber trotzdem. Jeder weiß glaube ich, dass egal wie banal und albern sich Träume doch zeigen, sie dafür den Träumer in dem Moment sehr beängstigend sein können. Genau so wars hier mit. Es war sogar so beängstigend, dass ich gleich danach aufgestanden bin, und nicht mehr einschlafen wollte. Ich träume zu oft Fortsetzungen, das wollte ich vermeiden…
So, aber nun habe ich es erzählt, nach dem Aufwachen dem Schatz, und jetzt sogar noch einmal aufgeschrieben. Ich hoffe damit kehrt nun wieder etwas Ruhe ein, und ich werde die nächsten Tage wieder ruhiger schlafen. Der Vollmond sollte nun wirklich lange genug vorbei sein.
Mi ist übrigens eher unmusikalisch…
Am 5. Juli 2007 um 16:18 Uhr
Du träumst Sachen zurecht…
Ich empfehle abends 3 Flaschen Beck’s… ICH träume dann nie
Am 5. Juli 2007 um 16:19 Uhr
Ich vergaß:
Mitleid mit Mi hat!!! Alpträume stinken und man fühlt sich irgendwie heimgesucht…