Abstillen - wie eigentlich?

17. Juni 2008, 19:47 von Mi, in Mama Gedöns mit

So langsam fange ich an, mir übers Abstillen Gedanken zu machen.
Wir haben uns zwar mittlerweile zusammengerauft, Simon und ich, so dass ich das Stillen nicht mehr als so anstrengend und schlimm empfinde wie anfangs. Aber trotzdem freue ich mich auf den Moment, an dem es vorbei sein wird, einfach, weil ich dann wieder etwas unabhängiger sein kann.

Aber wie hört man auf?

Die einen sagen, einfach aufhören, von jetzt auf gleich durch Fläschchen ersetzten. - Simon nimmt aber keine Fläschchen [mehr]. Gut, wenn der Hunger groß genug ist, wird ihm wohl irgendwann nichts anderes übrigbleiben. Und bei seinem “auf dem Sauger herumbeißen” kommt er ja gar nicht drumherum auch hin und wieder etwas auslaufende Flüssigkeit zu schlucken. Hoffe ich zumindest.
Aber einfach aufhören? Kann mir nicht vorstellen, dass das so gesund ist. Weder körperlich für mich, noch psychisch für Simon. Der Kleine schläft doch gar nicht ohne ein? Wie krieg ich ihn denn dann zum schlafen?
Doch wenn ich langsam reduziere… wieviel darf ich ihm denn dann an Fläschchen geben? Weil Stillen sind ja nicht regelmäßg gleichgroße Mahlzeiten… mal sinds nur zwei Schlückchen, mal 30 Miunten dauertrinken… Ich will Simon nicht überfüttern, der ist wahrlich kräftg genug, aber laut Hebi braucht so ein großes Kind halt auch einfach was mehr… Wenn ich ihn nur noch morgens und abends stille, wieviel Fläschchen darfs dann tagsüber sein? Und wer sagt mir, dass er die dann auch nimmt und nicht versucht, aus den Rest-Still-Terminen alles zu kriegen was er braucht? Und wenn ich schon das Stillen drangebe, dann kann ich doch auch gleich mit richtigem Zufüttern anfangen, alt genug ist er dann ja…
Irgendwie bin ich mir nicht klar darüber, wie das ganze ablaufen soll.

Der Schatz sagt, wenn Simon dann eh nicht mehr gestillt wird, können wir auch gleichzeitig versuchen, ihn Nachts in sein Bettchen zu legen, weil schreien wird er so oder so… aber das stelle ich mir dann doch sehr hart vor.. Gleichzeitig lernen, nicht mehr von Mama zu trinken und zusätzlich auch nicht mehr Nachts kuscheln dürfen? Ohjeh…
Nein, so gefällt mir das alles nicht. Aber wie dann? So recht mag mir keine Lösung einfallen. :/

Ob ich die Hebi nochmal anrufe? Aber sie sagte was von “Recht auf Hilfe BEIM Stillen” und nicht “Hilfe, wenn man damit aufhören möchte”…
Ich weiß nicht.
Aber in einem Monat möchte ich wirklich anfangen aufzuhören…


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5 Reaktionen zu “Abstillen - wie eigentlich?”

  1. Lia

    Nun, wenn Simon so ist wie Sirja, dann kannst Du Flaschen und Kunstmilch vllig vergessen. Sie hat sie nie genommen, egal wie heftig der Hunger war und lies sich erst nach dem sie eins geworden war endlich abstillen. Dafür hat sie dann mit sechs Monaten angefangen Beikost zu essen (Finger weg von den beliebten Mhren, die machen nur Verstopfung, versucht lieber Kürbis), wobei sie mir da auch etwas Kummer gemacht hat, weil sie einige Sorten Gemüse gar nicht essen wollte und ich mich heillos überfordert gefühlt habe. Und es dann so gemacht hab, wie man es nicht sollte.. nmlich fter das Gemüse gewechselt, in der Hoffnung welches zu finden, was sie mag.

    Zu Flaschen kann ich Dir also leider gar nichts sagen (hast du mal an Kunstmilch gerochen? Würd ich auch nicht freiwillig trinken, ganz ehrlich, und die Zwerge haben ja noch einen wesentlich besseren Geruchssinn). Vielleicht stillst Du lieber langsam ab und versuchst nicht, auf die Flasche umzusteigen, sondern lieber auf feste Nahrung? Ich muss dazu sagen, dass ich das stillen zwischenzeitlich echt gehasst habe, aber dann gabs auch immer wieder die schnen Zweisamen Momente, die man mit der Flasche so nicht haben kann (find ich, finden andere sicherlich anders). Entscheiden musst Du das schlussendlich selbst und dann hat Simon ja auch noch ein Wort mitzureden.

    Und eine Hebamme sollte Dich auch beim abstillen beraten knnen, was wre, wenn Du eine OP httest, und ganz pltzlich abstillen müsstest, da sollte sie Dir ja schliesslich auch helfen knnen.

    Viel Glück, egal, wie Du es versuchst. :)

  2. Janine

    Aaaaaaaaalso, ich hab meinen Robin über die Beikost langsam entwhnt. Er hat nicht ein einziges Flschchen Kunstmilch gesehen. Angefangen habe ich mit der Mittagsmahlzeit - solange bis er die volle Mahlzeit vertilgt hatte habe ich noch nachgestillt. Dann irgendwann fiel die Mittagsstillzeit weg. Dann Abends. Dann Nachmittags. Dann Morgens. Ganz zum Schluss habe ich das eine Mal nachts Stillen auch eingespart. Fertig war ich dann als Robin 8 Monate alt war.

    Von jetzt auf gleich abstillen ist absolut ungesund für Dich - Du riskierst einen Milchstau oder gar eine Brustentzündung, wenn Du den Bedarf nicht allmhlich reduzierst. Und für Simon ist es auch besser, wenn Du noch solange weiterstillst, bis er "normale" Nahrung zu sich nimmt. Zumal wenn Du sagst, dass Du inzwischen klarkommst damit!

    Achja, und auch Abstillen gehrt zum Stillen und dafür sind die Hebis noch zustndig. Also trau Dich. Manche machen auch eine Ernhrungsberatung bezüglich Beikosteinführung!

  3. agichan

    @Lia
    h ne, also man kann mit Flschchen ebenso intensive Momente mit dem Kind erleben wie an der Brust. Da ich 3 Monate gestillt habe und nun seit fast 3 Monaten Flschchen gbe, kann ich das mit gutem Gewissen behaupten.. und um es ganz genau zu sagen: ich hatte mit Alea intensivere Momente mit der Flasche.. nur mal so..

    @Erin
    Aaalso.. meine Meinung: (^^)
    1. Warum machst du dir Sorgen wegen dem "zu viel füttern"? Nenene.. das passiert dir nicht. überleg mal: MuMi darf das Baby trinken soviel es will, das gleiche gilt für die Pre. Aufpassen muss man erst bei der 1er-Nahrung (da der mehr Strke zugesetzt ist). Selbst wenn du direkt auf die 1er umsteigen würdest und dich an die Vorgaben halten würdest (in Simons Alter ca 4-5 Mahlzeiten am Tag), knntest du die Brust noch geben sooft er will, MuMi zhlt nicht. So jedenfalls hat es mir meine Hebi erklrt. Um es aber sanfter zu gestalten, würde ich ja - wenn überhaupt - mal die Pre probieren.
    2. Wie du abstillen knntest
    Erst ein mal deine Entscheidung: Willst du nur auf künstliche Milch umsteigen oder mchtest du gleich mit Beikost beginnen? Richtig, alt genug wre Simon ja. Aber vielleicht mchtest du ja doch volle 6 Monate darauf verzichten?
    Ich für meinen Teil stehe ja bekanntlich überhaupt nicht auf die künstliche Nahrung und wollte Alea so schnell wie mglich davon abbringen. Aber das ist ja Geschmackssache :) Sprich, DIE Entscheidung müsst ihr schon selber treffen.
    Szenario Eins: ihr gebt Flschchen. Klar, er knnte sie ganz verweigern. Dann hat sich das erledigt, denke ich. Ihn hungern zu lassen und zum Trinken aus der Flasche zu zwingen halte ich für nicht sehr sinnvoll und vor allem für nicht durchführbar. Nimmt er sie, dann probier es mit der Pre, da kannst du weiterhin immer dann geben, wenn er will. Zunchst macht es Sinn EINE Mahlzeit zu ersetzen, nicht auf einmal, genauso wie man mit der Beikost beginnt eben. Für Simon wre es ein Schock und du, meine Liebe, knntest dir ne fiese Brustentzündung holen.. nenene, besser nicht so radikal. Ebenso würde ich eine Mahlzeit zu einer Tageszeit whlen, zu der er meist gut drauf ist. Die nchtliche zum Einschlafen würde ich nicht nehmen (vor allem, wenn er so am besten einschlft.. das wre schade und muss nicht sein), ebenso die erste am Morgen (oder gar die in der Nacht, wenn es da noch welche gibt). Also eher vormittags/mittags/nachmittags und davon eben dann, wenn er nicht qungelig ist. Auerdem würde ich damit nicht anfangen, wenn er sowieso irgendwie grantig ist, schlecht schlft, gerade ne Impfung hinter sich hat oder sonst was. Er wird schon am Abstillen genug zu knabbern haben, mehr muss ja auch nicht sein. Und dann eben wie zur Beikost auch: langsam anfangen. Jetzt habe ich allerdings gelesen, dass man - sobald man ersetzt - danach nicht mehr die ursprüngliche Nahrung nachfüttern sollte. Hm. Da wüsste ich jetzt nicht, wie das wre mit der Brust.. *mh*
    Szenario Zwei: Beikost. Da weisst du bestimmt wies luft. Karotte ist das klassische Gemüse für den Anfang, muss aber nicht sein. Es ist definitiv stuhlfestigend, Kürbis, wie Lia richtig sagt, wre besser, wenn dein Knuddel empfindlich ist. Aber ich wre bei einem Stillbaby auch vorsichtiger und würde wohl erst mal Kürbis whlen. Flaschenstuhl ist sowieso schon fester als MuMistuhl, da ist der Sprung zum noch festeren Karottenstuhl nicht so gro. Alea hat es ja ohne Probleme vertragen. Wenn du allerdings selber kochst, dann würds problematisch werden zu jeder Jahreszeit an Kürbis heranzukommen. Für den Fall würde ich empfehlen, es weitaus langsamer anzugehen als ich bei Alea. Vielleicht erst mal etwas Mrchensaft trufeln, dann mehr geben, dann erst das erste Lffelchen… Alea hat ja innerhalb von einer Woche schon ein ganzes Glas verdrückt.

    Meine Güte, das klingt alles so schrecklich kompliziert. Weisst du, im Grunde wirst dus instinktiv eh richtig machen ;)

  4. Katrin

    ich hab mir nicht alles durchgelesen und die kommentare auch nicht (sorry, bin einfach zu müde) aber ich will trotzdem kurz sagen wie es bei mir war.
    Einfach gesagt: Ich hab einfach immer mehr Stillmahlzeiten mit Brei ersetzt. :-)
    Ich habe Lukas mit ca. 4 Monaten das erste mal brei zum testen gegeben, dann aber nicht sehr oft. So ca. ab dem 5. Monat dann immer mehr Brei, dann ab dem 6. Monat wurde er nur noch abends und nachts gestillt und schlielich war er mit ca. 6.,5 Monaten ganz abgestillt.
    Weil ich ihn aber nicht zum schlafen gebracht habe OHNE stillen, hab ich ihm abends ein Milchflschchen gegeben. (Also natürlich Pulver.) Dank diesem hat er dann auch langsam angefangen durchzuschlafen. *g*

    Aber wie agichan schon schreibt. Instinktiv wirst du es schon richtig machen! Hrt sich alles schwerer an als es ist. glaub mir! Ich hab mir nmlich die gleichen gedanken gemacht.

  5. Mi

    Danke für Eure ausführlichen Infos und Meinungen :)
    Ich hab die letzten Tage selbst noch viel gelesen und werde mich anfang Juli, bei unserem nchsten Impftermin, auch nochmal bei der rztin [der blden] erkundingen, obs ihrer Meinung nach okay ist, mit Beikost anzufangen. Aber dann ist Simon schon 5 Monate alt, und überhaupt.. er ist schon so gro, isst ja jett schon dauernd mit und [also.. er führt die Hand zum Mund und kaut und schmatzt ;)] und den Kopf halten konnte er ja schon von Begin an… Ich hab gelesen als Sommergemüse statt Kürbis sei Zucchini gut. Denke das werden wir dann versuchen, und wirklich langsam die Stillmahlzeiten ersetzen…

    Wir haben zwar noch PreMilch hier, aber bis auf einmal hat er die nie getrunken, und ich glaube nicht, dass wir ihm die nun geben sollten. Dann kommt sie halt weg. Die 1er braucht er dann vermutlich auch nicht. Wir werden ihn wohl auch ganz ans richtige Essen gewhnen und versuchen ob wir ihn gleichzeitig ans Tee trinken kriegen. Bisher mag er den nicht wirklich, aber das kommt schon…

    Aber Euch erstmal vielen lieben Dank für Euren Rat und die Anregungen :))

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