Tekken - Das Böse in Dir / Pt.2
21. April 2002, 14:15 von Mi, in Geschichten mitAls er knappe zwei Stunden später sein Motorrad mitten auf dem Gehweg vor dem Restaurant der Laws parkte und das Gebäude betrat, sah er Paul Phoenix schon ungeduldig an der Theke sitzend auf ihn warten.
Er schlenderte betont lässig zwischen den Tischen, Stühlen und Gästen hindurch auf ihn zu, nahm die Sonnenbrille ab und schob sie sich auf den Kopf. Ihm war bewusst das er mal wieder unpünktlich war, doch es störte ihn nicht. Er fuhr sich mit der für ihn typischen Geste durch die Haare und kratze sich am Hinterkopf - das ganze natürlich ohne die Sonnenbrille zu verrutschen - dann ließ er sich neben Paul auf einen Barhocker fallen.
„Da bin ich.”
„Das seh ich!” Paul sah sauer aus. „Kannst du nicht einmal in deinem Leben pünktlich sein?”
„Ich hab’s nicht früher geschafft, sorry.”
„Du kommst noch zu deiner eigenen Beerdigung zu spät…” murmelte Paul.
Hwoarang sprang genervt auf. „Ich bin doch da, Alter! Oder etwa nicht?” beschwerte er sich. „Müsst ihr heute alle auf mir rumhacken?”
„Setz dich hin und beruhig dich.” Paul grinste entschuldigend zu den Restaurantbesuchern, die sich ob der lautstarken Äußerung vorwurfsvoll zu ihnen umdrehten und schob den Rotschopf mit sanfter Gewalt wieder auf den Hocker zurück. „Du bist viel zu hitzig.”
Hwoarang wollte erneut aufbrausen und holte tief Luft. Ein Blick in Pauls Gesicht verriet ihm jedoch, dass er sich das sparen konnte und so machte er bloß eine wegwerfende Handbewegung.
„Ach, was weißt du schon.” grunzte er. „Scheiß Ami!”
Paul grinste. „Also, was ist, hast Du Hunger? Oder können wir gleich los?” fragte er.
„Los? Wohin?” Hwoarang merkte das er schon wieder zornig wurde. Er sollte hierher kommen. Von wegfahren war nie die Rede gewesen. „Noch irgendwelche Überraschungen von denen du mir nichts erzählt hast?”
„Och Mensch, jetzt reiß dich mal zusammen! Du bist doch kein kleines Kind mehr!” Der hochgewachsene Blonde schlug wütend mit der Faust auf die Marmorplatte der Theke. „Ich erklär Dir alles später! Also, Essen, ja oder nein?”
„Türlich…” nickte Hwoarang. Was war nur mit dieser Welt los? Er verhielt sich doch ganz normal! Aber mit den rothaarigen Koreanern konnte man es ja machen. Hier und dorthin schicken. Und bloß nichts verraten. Er würde sich nicht herumschubsen lassen! Er spürte das seine Stirn in tiefen Falten lag und bemühte sich noch finsterer drein zu blicken.
„Gut, dann warte hier. Ich hol dir was.” hörte er Paul sagen und sah ihm hinterher wie dieser durch die Schwingtüren ging und in der Küche verschwand. Er blickte auf seine Uhr, deren defektes Armband er durch einen breiten Lederriemen ersetzt hatte. Gleich sechs. Wenn Paul noch irgendwo hin wollte musste es eigentlich schnell gehen. Er war noch mit Eddy verabredet, den er schon seit dem letzten großen Turnier nicht mehr gesehen hatte und der sich seit zwei Tagen wieder in Tokyo aufhielt. Aber Zeit für ein Gratisessen musste immer sein.
Er hörte erneut die Schwingtür klappern und sah auf. Es war jedoch nicht Paul, sondern Forest Law der mit einem breiten Lächeln auf ihn zu kam. Forest wischte sich die Hände an seiner Schürze ab und schlug Hwoarang zur Begrüßung kumpelhaft auf die Schulter.
„Von allein lässt du dich auch nicht hier blicken, was Rang?” meinte Law trocken. „Trotzdem schön dich zu sehen!”
„Ich heiße NICHT Rang!” fauchte der Angesprochene unfreundlich. „Warum ist das einzige was ihr Euch merken könnt, dieser blöde Name?” Seine Stirn zeigte schon wieder tiefe Falten.
Forest grinste nur noch breiter. „Bleib locker, ich wollte dich nur ärgern. Paul sagte schon, du wärst mies drauf, aber das es sooo schlimm ist…”
„Läuft im Moment einfach alles ziemlich beschissen.” erklärte er. „Wie geht’s dir so?”
„Kann nicht klagen. Der Laden läuft gut und seit Paul wieder hier ist, ist mein Vater viel zu beschäftigt als das er sich großartig um meine Belange kümmern könnte.” antwortete Forest und fügte zwinkernd hinzu: „Passt mir ganz gut.”
„Kann ich mir denken.” Hwoarang zog seine Sonnenbrille aus dem Haar und drehte sie zwischen den Fingern. Er hatte zwar keine Familie mehr, aber Baek ging ihm manchmal auch ganz gehörig auf den Keks. Für Forest musste es schwer sein, mit seinen gut 30 Jahren noch im Schatten des Vaters zu stehen. Er selbst war es nicht gewohnt sich herumkommandieren zu lassen. Als er noch mit seiner Straßengang durch die Gegend gezogen war, hatte ER kommandieren dürfen. Doch die Zeiten waren ein für allemal vorbei. Manchmal dachte er melancholisch an die Gang zurück. Aber Baek hatte Recht. Das war nichts was man ewig durchziehen konnte. Gut, durch die gefakten Kämpfe hatte er genügend Kohle verdient und er hatte mit den Jungs immer viel Spaß gehabt, aber das war’s auch schon. Er war jetzt älter. Den Worten seines Meisters zufolge zwar trotzdem weder klüger, noch weiser, ruhiger oder vernünftiger, doch das kratze ihn nicht. Immerhin ging er wieder zur Schule, das musste für den Anfang genügen.
„… ganz alleine schmeißen.”
Hwoarang hob den Kopf. „Sorry, was?”
Forest sah ihn mit leicht tadelndem Gesichtsausdruck an. „Ich sagte, ich hoffe, dass ihr schnell zurück seid, immerhin muss ich bis dahin den Laden hier ganz alleine schmeißen.”
„Marshall kommt auch mit?” fragte er überrascht. „Was ist denn eigentlich los?”
„Du bekommst auch gar nichts von dem mit, was um Dich herum passiert, oder?” Forest wollte eigentlich weiterreden, verstummte aber, als der große Schatten Pauls über ihn fiel, der gerade durch die Schwingtür zurück in den Gastraum getreten war.
„Naja, mach’s gut, ich muss zurück in die Küche. Denke wir sehen uns demnächst wieder häufiger.” Er klopfte Hwoarang erneut auf die Schulter, murmelte Paul etwas zu worauf dieser in schallendes Gelächter ausbrach und verschwand.
„Was ist jetzt schon wieder so komisch?” fragte Hwoarang beleidigt. Machten sie sich über ihn lustig?
Paul stellte grinsend eine dampfende Schüssel mit Reis und Gemüse vor ihm ab und legte ihm ein paar Essstäbchen daneben. „Sei nicht so neugierig. Und jetzt beeil dich mit dem Essen, sonst kommen wir an wenn alles vorbei ist. Das könnte Ärger geben.”
„Ich rühr mich nicht vom Fleck, ehe du mir nicht gesagt hast…” setzte er an.
„Siehst du, er hatte recht!” fuhr Paul ihm gereizt dazwischen. „Er hat nur gesagt, dass du noch genauso ein Kind bist, wie vor ein paar Jahren. Und jetzt iss endlich!”
Stumm griff Hwoarang nach den Stäbchen und begann zu essen. Dafür das Paul normalerweise nicht zu den Menschen gehörte, die sich leicht aus der Ruhe bringen ließen, erschien er ihm heute doch sehr gereizt.
„Wasch isch jetsch eigentlisch losch?” fragte er den blonden Amerikaner mit vollem Mund.
„Genauso wenig hier, wie am Telephon.” entgegnete dieser. „Sag mal, hat Dir Deine Mutter eigentlich überhaupt nichts beigebracht? Das man nicht mit vollem Mund redet zum Beispiel?”
Hwoarang schluckte und grinste. „Kann mich nicht erinnern.” antwortete er. Auf seinen Manieren konnten sie rumhacken wie sie wollten, das interessierte ihn nicht. Musste ja nicht jeder so ein Schleimscheißer sein wie Jin Kazama, der Liebling aller Schwiegermütter. Er war stolz darauf ein Kind der Straße zu sein. „Sag mal, kann ich da graue Haare auf deinem Kopf entdecken?” lenkte er vom Thema ab.
Paul schnaubte. „Wenn dem so ist, dann geht die eine Hälfte davon auf dein Konto, die andere Hälfte kommt daher, dass ich wohl wirklich nicht mehr der jüngste bin. Darf ich dich erinnern das ich mittlerweile 50 bin? Komm du in mein Alter und von deinem Rotschopf wird nichts mehr übrig sein! Vermutlich fallen sie dir sogar aus!”
„Wenn ich so alt bin wie du jetzt, dann bekommst du das vermutlich gar nicht mehr mit.” konterte Hwoarang und mampfte hungrig weiter.
Als er wenig später die leere Schüssel von sich weg und seine Brille wieder in die Haare schob, drängte Paul sofort zum Aufbruch und holte Marshall Law, Forests Vater, aus der Küche.
Einzig ein paar Fältchen im Gesicht und ein die Mundpartie umrahmender Bart ließen erkennen das es sich nicht um Forest handelte. Die Ähnlichkeit der beiden war wirklich verblüffend. Marshall begrüßte erst Hwoarang, der dann doch ein paar Manieren hervorkramte und sich für das Essen bedankte, und gab dann einer Kellnerin einige Anweisungen. Anschließend verließen sie gemeinsam das Lokal.
Während Hwoarang ärgerlich den Strafzettel von seiner Maschine pflückte und ihn verächtlich auf die Strasse warf, holte Paul sein Motorrad, einen bulligen Shopper, aus dem Hinterhof des Restaurants.
„Fahr mir einfach hinterher,” sagte Paul zu Hwoarang gewandt. „Aber gib mir bescheid, falls uns jemand folgt, klar?”
„Logo.” entgegnete er.
Marshall schwang sich hinter Paul auf dessen Motorrad und Hwoarang konnte hören, wie Forests Vater Paul bat, doch nicht so schnell zu fahren. Hwoarang lachte in sich hinein, während er seine Maschine startete. Paul liebte schnelles fahren beinahe ebenso wie er selbst. Die beiden Laws aber hegten eine große Abneigung gegen diese Art Fahrzeug und wenn sie nicht umherkamen sich davon transportieren zu lassen, so baten sie doch genauso regelmäßig wie vergebens um eine vorsichtige Fahrweise. Er blickte noch einmal auf das Restaurant über dessen Eingang ein großes Neonschild „Laws chinesische Spezialitäten” verkündete, dann schlängelte er sich hinter Paul durch die parkenden Autos hindurch auf die Strasse und reihte sich in den Verkehr ein.
Es herrschte noch Feierabendverkehr, daher kamen sie nicht so schnell voran, wie der vorausfahrende Paul vermutlich gehofft hatte. Dieser Umstand würde zumindest seine gewagten Überholmanöver erklären, die dazu führten, dass Marshall sich einige Male erschrocken an ihm fest klammerte und ihn danach auf den Kopf schlug. Hwoarang grinste in sich hinein, war gleichzeitig froh sich nicht mit einem Sozi herumplagen zu müssen und folgte Paul in einigem Abstand, wobei er sich regelmäßig im Rückspiegel vergewisserte, ob ihnen jemand folgte.
Was war nur los? Warum diese Geheimniskrämerei und diese übertriebene Vorsicht? Wieso zum Teufel sollte irgendjemand daran Interesse haben sie zu verfolgen? Absurd! Ob Paul etwas ausgefressen hatte? Hwoarang konnte er sich nicht verstellen, Paul war zwar ansatzweise von ebenso hitzigem Gemüt wie er selbst, aber weder streitsüchtig noch in irgendeiner Art und Weise kriminell veranlagt. Aber was konnte dann passiert sein? Und was hatte Baek damit zu tun? Er selbst war völlig sauber, seit er die Gang verlassen hatte und wieder zur Schule ging. Und die Laws? Waren seit jeher friedliebende Bürger, die ihre Kampfkraft nur zur Verteidigung einsetzten. Er fand einfach keine vernünftige Erklärung.
Zwischen den vielen Hochhäusern der Innenstadt kam die Dämmerung schneller voran als auf freiem Gelände, und so musste Hwoarang bereits nach wenigen Kilometern seine geliebte Sonnenbrille in der Hemdtasche verstauen um noch etwas sehen zu können. Er folgte Paul im Zickzack-Kurs durch die Strassen Tokyos und fragte sich nach einer Weile nicht nur, wohin er geführt wurde, sondern auch, warum er überhaupt noch in den Rückspiegel blickte. Bei dieser wirren Streckenplanung würde ihnen niemand an den Fersen bleiben, der noch halbwegs bei Verstand war.
Er seufzte, als sie erneut auf eine Hauptstrasse abbogen, in der sich die Autos soweit das Auge reichte aufgestaut hatten. Vorsicht bugsierte er sein Motorrad durch die Autoschlangen hindurch und erkannte jetzt, dass Paul auf die Autobahn zusteuerte, die aus der Stadt hinausführte. Wo wollte der Kerl nur hin?
Hwoarang blickte auf seine Tankanzeige, stellte aber sogleich beruhigt fest, dass er sich zumindest darum keine Gedanken machen musste und konzentrierte sich wieder darauf Paul nicht aus den Augen zu verlieren.
Als es bereits vollkommen dunkel war, bog Paul vom Highway auf einen heruntergekommenen Rastplatz ab und stellte seine Maschine mitten auf den leeren Parkbuchten ab. Hwoarang tat es ihm gleich, schaltete den Motor ab, sprang sofort von seinem Motorrad und stürzte sich auf Paul.
„Das nächste Mal sag mir vorher bescheid wenn wir eine Weltreise vor uns haben, ja?” bellte er. „Ich war noch verabredet! Eddy wird tierisch wütend sein, weil ich nicht mal abgesagt habe! Und jetzt sag mir endlich worum es hier geht!”
Sein Wutausbruch war für Paul allerdings kaum verständlich gewesen, da Marshall im gleichen Moment wie Hwoarang damit begonnen hatte auf Paul einzuschimpfen. Allerdings bezog sich dessen Gemecker eher auf den rasanten Fahrstil des Amerikaners.
Paul grinste die beiden an, stieg seelenruhig ab und ignorierte die beiden.
„Bereit?” fragte er. „Kanns weiter gehen?”
Hwoarang stöhnte und fasste sich an den Kopf. „Noch weiter?” beschwerte er sich.
„Ja, noch weiter!” beantwortete Paul seine Frage schlicht und fragte weiter: „Ist Dir unterwegs irgendwas aufgefallen?”
„Nein. Sonst hätte ich schon was gesagt, okay? Ich will jetzt trotzdem wissen worum es hier geht! Und zwar auf der Stelle!” Hwoarang stampfte wütend mit dem Fuß auf.
„Bleib locker, es ist nicht mehr weit und…”
„Jaaaa…. immer locker bleiben! Mir reichts langsam! Behandelt mich nicht wie ein Kind!”
Marshall zog eine Grimasse. „Dann verhalt Dich nicht wie eins, und jetzt kommt!”
Damit drehten sich Hwoarangs Begleiter um und gingen auf das verlassene Rasthaus zu. Obwohl Hwoarang am liebsten einfach wieder umgekehrt wäre, folgte er den beiden. Es musste wirklich wichtig sein, außerdem ging es auch um Baek. Den konnte er nicht im Stich lassen. Ein nicht zu verachtender Anteil Neugierde hatte sich in ihm breitgemacht und verstärkte sich noch, als Paul und Marshall nicht wie er vermutet hatte das zerfallene Gebäude betraten, sondern um es herum gingen, über einen Zaun stiegen und sich dahinter durch die Büsche schlugen. Anschließend liefen sie über einen Acker, durch ein kleines Waldstück, kletterten über ein paar Felsen und erreichten eine weitere Baumgruppe.
Hwoarang fluchte als Marshall direkt darauf zusteuerte. Normalerweise ging er nicht mal zu der kleinen Sushi-Bar bei ihm um die Ecke zu Fuß und nun dieser Gewaltmarsch?
„Ist es noch weit?” fragte er, wohl wissend das dies wieder die Frage eines kleinen Kindes war.
„Nein, wir sind gleich da.” murmelte Paul zerstreut und sah sich um.
„Was ist?”
„Ach, nichts. Ich dachte ich hätte was gehört.”
Hwoarang lauschte, vernahm aber nichts als das gleichmäßige Atmen dreier Kehlen und zuckte mit den Schultern. Dann betrat er hinter seinen beiden Freunden das Wäldchen und sie erreichten bereits nach wenigen Metern eine kleine Lichtung auf der sich eine spärlich beleuchtete Holzhütte befand.
Sie gingen auf die Hütte zu und Paul klopfte.
Hwoarang vernahm aus dem Inneren leises Stimmengemurmel und fragte sich nicht zum ersten mal wer in diesem Schuppen mitten im Nirgendwo wohl leben mochte. Dann hörte er leichte Schritte und eine weibliche, freundliche Stimme fragen: „Wer ist da?”
„Paul Phoenix, Marshall Law und der Kindskopf.” antwortete Paul, was ihm einen harten Stoß mit dem Ellbogen einbrachte.
Die Tür öffnete sich und Hwoarang wäre beinahe in Ohnmacht gefallen.
Die Person, die ihnen Einlass gebot, war fast zwei Köpfe kleiner als er, hatte schulterlanges, dunkles Haar, sehr helle Haut und trug ein schneeweißes langes Kleid. Sie hatte sehr sanft blickende braune Augen und ein bezauberndes Lächeln. Sie schein nicht älter als 20 Jahre zu sein, aber Hwoarang wusste es besser.
Er taumelte ein paar Schritte rückwärts.
„Du bist Jun!” wisperte er überrascht und entsetzt zugleich. „Jun Kazama!”
Er atmete tief ein. „Du bist tot!” stellte er fest, entschuldigte sich aber sogleich wieder. „Das heißt, Du müsstest tot sein!”
Paul grinste ob der Verlegenheit seines jugendlichen Begleiters. „Mach den Mund zu und komm rein.” Er packte Hwoarang am Arm und schob ihn vor sich her in den kleinen Raum.
Hwoarang, durch Pauls Aktion gezwungen seinen erstaunten Blick von Jins Mutter zu abzuwenden, erblickte im Inneren der Hütte einen kleinen Tisch, um dem sich eine ganze Menge Personen drängten. Ohne auf Ihre Gesichter zu achten, von denen die meisten ihn wie Paul ein bisschen spöttisch betrachteten, drehte er sich um und starrte weiter auf Jun.
„Was geht hier vor?” wollte er wissen.
Jun lächelte ihm zu. „Du bist nicht der einzige, der berechtigt überrascht ist.” sie blickte in die Runde. „Julia und Michelle fehlen noch, wenn sie ankommen, erkläre ich Euch alles. Nun setz Dich.”
Mit einer einladenden Handbewegung gebot sie ihm, sich zu den anderen Besuchern auf den Boden zu setzen.
Noch immer verwirrt kam er der Geste nach und ließ sich auf die Dielen fallen. Erst dann betrachtete er die um ihn Sitzenden genauer und musste feststellen dass es sich um nur zu gut bekannte Gesichter handelte.
Neben Paul und Marshall sah er den Anführer der Manji-Ninja, Yoshimitsu, den Polizisten Lei Wulong, Eddie Gordo, Ling Xiaoyu und…
„Jin Kazama…” er spie den Namen aus und verzog verächtlich das Gesicht.
Jin grinste nur, legte seinen Arm um Ling und ignorierte Hwoarang. Der zog seine Brille aus der Jacke und drehte sie gelangweilt in seinen Händen. Was sollte dieser Mist? Ein Geheimtreffen? Wozu sollte das gut sein? Und wo zur Hölle war Baek?
Er rückte ein Stück zur Seite um auch Paul Platz in dem engen Raum zu machen. Die meisten Anwesenden unterhielten sich miteinander, auch Hwoarang wurde ein paar mal angesprochen, antwortete jedoch nicht. Sollten sie ihr Ding durchziehen und dann würde er wieder verschwinden. Außerdem war es eine absolute Frechheit von Paul und Law ihn einfach so ans Messer zu liefern. SIE hatten von Jun gewusst und es ihm verschwiegen. Gleich nachdem dieser Blödsinn vorbei war, würde er mit Eddie, der genau wie er gelangweilt und schweigsam in einer Ecke saß, auf ein oder zwei Bierchen in die Kneipe abdüsen und diesen Müll hier vergessen.
Es klopfte erneut an der Tür und zwei indianisch gekleidete Frauen traten ein. Michelle umarmte Jun herzlich, doch Julia starrte ebenso entsetzt wie noch Hwoarang vor wenigen Minuten. Zumindest war er also nicht der einzige den man im dunkeln gelassen hatte.
Die Versammelten rutschen noch enger zusammen, was Hwoarang beinahe auf den Schoß des Polizisten Lei Wulong beförderte.
„Mach Dich nicht so breit..” beschwerte er sich.
„Oooch, hat der hübsche Junge Angst vor einer Berührung?” witzelte Lei und Jin begann lauthals zu Lachen.
„Schnauze, Bulle…”
Hwoarangs Laune verschlechterte sich weiter. Wohin sollte das hier noch führen?
Tags: Geschichten, Fan Fiction, Fantasy, Kreativ, Schreiberei, Tekken
Am 3. August 2007 um 12:43 Uhr
Krulli will mehr von SOWAS!!!!
Am 20. August 2007 um 20:07 Uhr
Huhu.^^
Das ist eine so geile geschichte. ** Und Hwoarang ist mein Lieblingschara aus Tekken. >///
Am 29. Oktober 2007 um 19:33 Uhr
Die Geschichte ist echt toll geschrieben. RESPEKT!!!!!
Gehts da eigentlich irgendwann noch mal weiter oder wars das jetzt?
würd echt gern weiterlesen^^
Am 3. November 2007 um 13:47 Uhr
Naja.. rein objektiv betrachtet würde ich sagen… das wars.
Die Geschichte hab ich vor 7 Jahren begonnen, ich glaube kaum dass ich daran noch mal anknüpfen werde. Es ist einfach zu lange her und mein Interesse an FanFictions und auch an Tekken ist eh geschrumpft. Ich schreib lieber ganz eigenes. O:-)
Aber mich freuts trotzdem wenns Anklang findet! Danke!
Am 7. November 2007 um 21:42 Uhr
oukey=)
aber danke, dass du geantwortet hast
Am 20. April 2008 um 10:30 Uhr
[…] Selbstportrait Tekken - Das Bse in Dir / Pt.2 […]