Die Zeit rast

15. Juni 2008, 08:48 von Mi, in Simon, Persönliches, Dies & Das mit

Ich komm irgendwie nicht hinterher. Morgen ist noch so weit und plötzlich schon gestern.
Gestern lagst Du noch hier, winzig, klein und hilflos. Heute liegst Du hier, nimmst alles um dich herum wahr, beginnst Dich fortzubewegen und zu kommunizieren. Und Morgen…? Ja, morgen wirst Du aufstehen und Deiner Wege gehen. Merkwürdig, ich fühl mich schon jetzt allein, wenn ich daran denke.

Und das andere Du? Du warst gestern noch gar nicht da, gehörst heute seit immer dazu und wirst morgen hoffentlich noch immer da sein. Immer… Bis wir dann übermorgen beide nicht mehr sind. Nur noch das kleine Du, was seiner Wege geht. Und ein Stück von Dir und mir in sich trägt.

Der Lauf des Lebens. Und die Zeit rast.


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4 Reaktionen zu “Die Zeit rast”

  1. Lilienfeuer

    Oh. Wie schn du das ausdrückst. Mir legt sich das grad wie eine Hand ums Herz, und ich wei noch nicht, ob sie einengt oder beschützt, wenn du verstehst? Sehr melancholische Gedanken…

  2. tonni

    und wie sie rast. so sehr. so arg.

    halte inne und halte sie fest in dir, die zeit. die augenblicke. so wenig. und doch so sehr viel.

    wunderschne worte hast du geschrieben..

  3. Mi

    dankeschn.
    ja, festhalten, innehalten. das ist heutzuage manchmal schwer. alles ist so hektisch. man muss noch hier und da und dies und jenes… und trotzdem ja nicht diese kleinen augenblicke verpassen… hachja.

    [dieses jahr ist komisch, ich fühl mich die ganze zeit als wre herbst]

  4. Nicole

    oh gott, da kommen mir ja glatt die trnen bei den schnen worten…

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