Archiv für die Kategorie 'Mama Gedöns'
Zur Zeit
Montag, 12. April 2010… bin ich sehr gefangen in meinen eigenen Gedanken und Empfindungen.
Ich muss da raus. Nur wie?
Ich bin sooo schnell genervt, sooo ungeduldigt, so verdammt mies gelaunt. Bin ungerecht zum Schatz, den man eindeutig zum geduldigsten Gatten dieses Planeten küren darf, hasserfüllt gegen mich selbst, angestrengt von Simon.
Ich möchte einfach mal ein paar Tage hier raus. Oder zumindest einfach mal ein paar Tage nicht alles im Kopf organisieren, verschieben, umorganisieren. Mich ein paar Tage am Stück mal nicht mit den ersten Kindesgeräuschen von nebenan aus dem Bett schälen. Mal ein paar Tage gar nichts mit alledem zu tun haben, einfach mal das machen, was sich so sehnsuchtsvoll angestaut hat, wozu ich aber nie Ruhe finde.
Ich wäre einfach mal gern ein paar Tage ohne Kind. So ganz ohne, auch ohne selbst krank zu sein.
Ich schäme mich für diesen Wunsch.
Aber je nach Tagesform empfinde ich keine Freude mehr, egal was für wundervolle Dinge der keine Knirps anstellt.
Heute wieder ganz groß im Kleinsein
Freitag, 26. Februar 2010Ich glaube, ich bin ein Narzisst.
Also, nicht dass ich mich für den Dreh- und Angelpunkt der Welt halten würde, im Gegenteil, aber wenn man jegliche allgemeingehaltene negative Äußerung gleich auf sich bezieht ist das doch auch ein Fall von Gestörtheit Narzissmus, oder?
Aber heut ist eh nicht mein Tag. Fängt schon damit an, dass ich mich nicht von den “ich- bin- eine- schlechte- Mutter- Gedanken” loseisen kann, die mir heute früh eingepflanzt wurden.
Ich musste nämlich heute morgen mit Buggy vorwärts aus dem Bus austeigen, weil mir mal wieder niemand Platz fürs Wenden gemacht hat. Da ist mir der Buggy weggerutscht, und die Vorderräder haben sich zwischen Gehsteig und Bus verklemmt. Da sieht mich eine Frau, die vor etwa 10 Jahren vermutlich auch mal einen KiWa geschoben hat mit bösem Gesicht an und meint verächtlich “Das nächste Mal besser rückwärts, nech?”
Tief
Freitag, 08. Januar 2010Ich befinde mich gerade nicht nur meteorologisch in einem Tiefdruckgebiet. Eigentlich ist alles soweit wunderbar, aber ich kann mich daran nicht richtig freuen, fühle mich im Gegenteil einfach nur fertig. Bei jeder Kleinigkeit, die nicht so läuft wie sie sollte oder wenn Simon einen noch so winzigen Blödsinn macht, könnte ich ausrasten. Und mache das teilweise auch. Ich schwanke zwischen Wutanfall und Tränenmeer. Meine Nerven sind ein seidener Faden und es ist schwer mir irgendetwas recht zu machen. Ich ertrage mich gerade selbst nicht.
Wahrnehmung
Donnerstag, 10. September 2009Krass.
Ich hab mich “pre Baby” nie als “dünn” empfunden. Schlank, okay, aber hier und da und dort und vorallem am Bauch immer etwas speckig. Gerade habe ich Photos sortiert und dabei einige aus meiner Studien-Zeit gefunden. Ich find die Person darauf sogar eher mager als dünn… So dünn werd ich NIE wieder sein!
Theoretisch könnte ich meinen gesamten Kleiderschrankinhalt wegwerfen! Jeans in 28/34…! Da passe ich doch nie wieder rein?! Heute hab ich eine 34/34 Kreisgröße…
Ich finds grade krass. Also, nicht dass ich jetzt rund bin, eher, dass ich mich niemals dünn gefunden habe, obwohl ich das durchaus gewesen bin. *uff*
[Trotzdem wär ich gern lieber wieder wie früher O:) Bisschen was anfuttern ist leichter als das nun ^^]
Tu was Du willst
Freitag, 04. September 2009…, doch bedenke: Alles was Du aussendest, wird Dir dreifach vergolten.
Das schoss mir durch den Kopf, als vor einer Stunde die Apfelstücke durch die Küche flogen.
Genau daran hält sich das Leben nämlich, wenn man einmal seinen Launen nachgibt und vergisst, dass man ja nun ein ernster und strenger Elter ist, und versehentlich mit dem Kind am Esstisch herumalbert: Mindestens bei drei folgenden Mahlzeiten ist chaotisches Essverhalten angesagt. Mindestens dreimal gründliches, zusätzliches Küche putzen…
Ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit, werte Frau Mutter!
Ich hätt’ so gern…
Sonntag, 16. August 2009ne Freundin.
Am liebsten mit Kind in Simons Alter. Und zu Fuß zu erreichen. Jemanden, mit dem ich mich treffen kann, quatschen, lachen, albern sein. Jemanden, der ähnliche Probleme hat wie ich selbst, bzw. sie nachempfinden kann, der aber auch halbwegs meine Interessen teilt und mit mir auf einer Wellenlänge schwebt.
Klar hab ich den Schatz, der hat aber z.B. keine 20 Kilo Übergewicht, seit er ein Kind geboren hat, und Probleme wie Spirale und Narbengewebe kann ich zwar mit ihm diskutieren, aber seine Erfahrungswerte tendieren da eher gen Null…
Natürlich hab ich auch noch Freundinnen, aber nicht in “ich komm gleich vorbei” Reichweite… Und ein Kind hat auch keine von ihnen.
Soziale Kontakte!
Mittwoch, 08. Juli 2009Gestern war eine Freundin bei uns zu Besuch, die ich zuletzt vor etwa 5,6 Jahren gesehen habe. Die Freundschaft ist durch meinen Weggang damals nach Berlin sehr eingeschlafen und irgendwann hats dann auch nicht mehr zum einmal jährlichen Treffen gereicht… Aber gestern war sie hier und ich fands toll!
Bis darauf, dass sie das an Gewicht verloren hat, was ich zugelegt habe und ihr das einfach soo gut steht, hat sie sich überhaupt nicht verändert. Es war verdammt nett mit ihr zu reden und ich habs wirklich genossen, obwohl es doch beinahe nur “Babygequatsche” wurde, wie ich es befürchtet hatte. Ich hoffe in dem Punkt kann ich an mir arbeiten. *g*
Simon fand sie auch super, ich habs lange nicht gesehen, dass er so herumkaspert und auf sich aufmerksam macht bei Besuch. Ich glaube er hat sich verliebt. ^^
Schön wars, und ich hoffe das machen wir bald mal wieder!
Und wenn das Wetter mitspielt, dann haben Simon und ich heute nachmittag eine Verabredung mit zwei Mamas und drei Kindern auf dem Spielplatz. Los, Regenwolke, verschwinde! *puust*
