Archiv der Kategorie ‘Ideen‘

Der letzte Hüter des Feuermondes

11. Januar 2005, 14:44 von Mi, in Ideen mit 0 Kommentaren - schreiben?

Zwei kleine rötliche Punkte glommen wie feuerbeschienenes Kristall durch die Nacht. Unbeweglich verharrten sie in der Finsternis, schwebten einen knappen Meter über den Gipfeln der felsigen Hügel, die sich gleich einer Wehrmauer rings um ein weites Tal schlossen. Nichts sonst verriet seine Anwesenheit. Die Dunkelheit lag ihm als schützender Mantel um die Schultern und verbarg seinen Körper vollends. Einzig seine feurig funkelnden Augen deuteten an, dass sich dort etwas befand.

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Die Rückkehr des Lichts

7. Oktober 2004, 14:33 von Mi, in Ideen mit 1 Kommentar - schreiben?

Eines bedeutsamen Abends im August des Jahres 2009, versank die Sonne wie eh und je hinter dem Horizont. Langsam ging sie unter, tauchte den Himmel in unzählige Pastelltöne, ihr warmes rotgoldenes Licht erhellte die Erde mit den letzten Strahlen des Tages, begleitet vom immer leiser werdenden Lied der Vögel. Doch niemand nahm Notiz von der unbändigen Schönheit dieses Augenblickes, obwohl später ein jeder behauptete, er könne sich genau an diesen einen, ganz besonderen Sonnenuntergang erinnern. Schleichend brach das Dunkel der Nacht über die Welt herein und auch das wurde mit keinerlei Beachtung quittiert. Erst, als man am nächsten Tage vergebens auf den Sonnenaufgang wartete, wurden die ersten aufmerksam.
Das Licht kehrte nicht zurück.

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Engelssterben

29. Januar 2003, 14:41 von Mi, in Ideen mit 0 Kommentaren - schreiben?

Prolog - Dana
Fassungslos und vom Laufen nach Atem ringend starrte Dana auf die sich ihr darbietende Szenerie. Sie spürte kaum, wie ihr kalte Tränen über das Gesicht rannen. Genau das hier hatte sie zu verhindern versucht. Es war alles umsonst gewesen. Umsonst. Für nichts und wieder nichts.
Von der Hilflosigkeit übermannt spürte Dana, dass ihre Beine sie nicht mehr zu tragen vermochten und so sank sie kraftlos auf die Knie. Das taufeuchte Gras durchtränkte den dünnen Stoff ihres Kleides in Sekundenbruchteilen, doch derartiges war jetzt unwichtiger denn je. Durch den Schleier ihrer Tränen beobachtete sie die beiden gewaltigen Heere, welche sich in der Schlucht unter ihr zu formieren begonnen hatten und alles, was sie in den vergangenen Tagen getan hatte, zunichte zumachen drohten. Sie hatte sich selbst verraten, sich selbst und ihre Liebe, damit diese Welt eine Zukunft hatte, doch umsonst. Sie hatte getan, was man von ihr verlangt hatte, einzig um dies hier zu verhindern. Und es hatte nichts genutzt.

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